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Erneuter Verdacht auf Geflügelpest in Dinklage

Es ist der 4. Fall binnen 3 Wochen in Dinklage. Das Veterinäramt des Landkreises Vechta hat bereits die Tötung von 124.000 Hennen veranlasst. Schutzmaßnahmen greifen auch im Kreis Cloppenburg.

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Symbolfoto: dpa

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Es gibt einen möglicherweise dritten Fall von Geflügelpest in der Stadt Dinklage – und das binnen 2 Wochen. Das meldet der Landkreis Vechta am Freitagmittag. Demnach ist nun ein Stall im Ortsteil Bahlen betroffen. Das Veterinäramt hat bereits die vorsorgliche Tötung von 124.000 Junghennen veranlasst.

Zunächst hatte es mehrere Monate lang keinen Geflügelpest-Fall mehr im Oldenburger Münsterland gegeben. Das änderte sich am 11. August: 110.000 Hennen mussten in einem Langweger Betrieb gekeult werden. In den darauffolgenden Wochen gab es weitere Fälle im Dinklager Stadtgebiet: Am 18. August war erneut ein Stall in Langwege betroffen, zuletzt am 22. August dann noch ein weiterer Legehennenbetrieb.

Seit dem Fall vom 11. August sind damit aktuell bereits 243.930 Tiere wegen eines amtlichen Verdachts auf Geflügelpest im Dinklager Stadtgebiet getötet worden.

Bei dem aktuellen Fall im Ortsteil Bahlen hatte das Veterinäramt Proben zur Auswertung an das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit geschickt. Das Ergebnis liege seit Freitagmittag vor, berichtet die Kreisverwaltung. Damit sei der amtliche Verdachtsfall bestätigt.

Aufgrund der Geflügelpest-Fälle gelten im Landkreis Vechta bereits Schutzmaßnahmen in einer Schutzzone und Überwachungszone. Betroffen waren oder sind weiterhin die Gemeinde Bakum, Stadt Lohne, Gemeinde Steinfeld, Stadt Damme, Gemeinde Holdorf und Gemeinde Neuenkirchen-Vörden. 

Schutzmaßnahmen gelten übrigens auch seit dem 30. August im südlichen Teil des Landkreises Cloppenburg. Nachdem ein Geflügelpest-Fall in Menslage (Landkreis Osnabrück) amtlich bestätigt wurde, erstreckt sich ein Teil der Schutzzone auch bis in das Löninger Stadtgebiet. Die Überwachungszone, die um den Stall in Menslage gezogen wurde, betrifft neben dem Löninger Stadtgebiet auch Teile der Gemeinden Essen und Lastrup.

Diese Sicherheitsmaßnahmen gelten innerhalb der Schutzzone:

  • Geflügel und Geflügelprodukte dürfen nicht transportiert werden. Dies gilt nicht für die Beförderung im Durchgangsverkehr, sofern der Transport nicht anhält und Geflügel oder frisches Fleisch von Geflügel nicht entladen wird.
  • Es ist auch verboten, Geflügelfleisch aus einer Schlachtstätte, einem Zerlegebetrieb oder einem Kühlhaus zu transportieren.
  • Es gelten eine Aufstallungspflicht und besonders strenge Biosicherheitsmaßnahmen.
  • Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte oder Veranstaltungen ähnlicher Art sind verboten.

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