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Wegen Geflügelpest: Viehmarkt auf dem Stoppelmarkt fällt aus

110.000 Hennen müssen in einem Langweger Betrieb gekeult werden. Die Kreisbehörde erlässt deshalb eine Allgemeinverfügung. Der Viehmarkt auf der Westerheide fällt aus (Update).

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Fällt aus: Der Viehmarkt auf der Westerheide. Foto: Archiv/OM-Online

Fällt aus: Der Viehmarkt auf der Westerheide. Foto: Archiv/OM-Online

Der Viehmarkt auf der Westerheide fällt aus. Das teilt die Stadt Vechta mit. Der Grund ist ein Vogelgrippe-Ausbruch in einem Legehennenbetrieb im Dinklager Bauerschaft Langwege. Das hat der Landkreis Vechta bereits am Donnerstagvormittag gemeldet.

Insbesondere Geflügel und Zuchtvögel jedweder Art nehmen traditionell auf dem Stoppelmarkt einen großen Teil der Aussteller auf dem Viehmarkt ein, heißt es in der Mitteilung der Stadt Vechta. „Wir bedauern das natürlich sehr“, wird Vechtas Bürgermeister Kristian Kater zitiert. „Aber der Schutz vor weiteren möglichen Infektionen des Bestandsgeflügels im Landkreis Vechta hat natürlich hohe Priorität.“

„Nach dem Wegfall des Gewerbezeltes ist der Ausfall des Pferde- und Viehmarktes ein weiterer herber Verlust für den Stoppelmarkt. Beides gehört zur Tradition des Volksfestes. Die Sicherheit geht selbstverständlich vor. Ich hoffe nur, dass beides im nächsten Jahr wieder vertreten sein wird, weil es einfach dazugehört“, sagt Jürgen Meyer, Vorsitzender der reisenden Schausteller Vechta.

Foto: ArchivM. NiehuesFoto: Archiv/M. Niehues

Sperrbezirk von 3 Kilometern wird eingerichtet

Betroffen ist von der Geflügelpest demnach ein Hof der Bauerschaft Langwege mit insgesamt 110.000 Tieren. Wegen der Seuchenfeststellung müssen deshalb vorsorglich alle Tiere des Betriebs gekeult werden. Mit der Tötung der Tiere habe das Veterinäramt des Landkreises die Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO) beauftragt. Die Tötung aller Tiere des Bestandes erfolge unter Aufsicht des Veterinäramtes.

Der Verdachtsfall wurde am Mittwoch dem Veterinäramt gemeldet. Mitarbeiter des Veterinäramtes hatten daraufhin amtliche Proben entnommen und per Kurier zu einem anerkannten Labor nach Oldenburg gebracht, schreibt die Behörde.

Symbolfoto: dpaSymbolfoto: dpa

Landkreis erlässt Allgemeinverfügung

Der Landkreis Vechta wird wegen des Ausbruchs eine tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel erlassen. Darin werden ein Sperrbezirk im Radius von 3 Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von 10 Kilometern um den Ausbruchsbetrieb festgelegt.

Im Sperrbezirk befinden sich 33  Geflügelhaltungen, im Beobachtungsgebiet 319 Haltungen. In den beiden Gebieten nimmt das Veterinäramt Untersuchungen vor, um eine mögliche Ausbreitung des H5N8-Erregers frühzeitig zu entdecken. Die Allgemeinverfügung ist auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-vechta.de/amtsblatt zu finden.

Das Veterinäramt des Landkreises fordert alle Geflügel haltenden Betriebe auf, die vorgegebenen Biosicherheitsmaßnahmen genauestens einzuhalten, jeglichen Seuchenverdacht unverzüglich anzuzeigen und die Bediensteten des Veterinäramtes bei ihren Bestandskontrollen zu unterstützen.

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