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Bestätigt: Geflügelpest erreicht jetzt auch den Landkreis Cloppenburg

Nachdem es bereits mehrere Ausbrüche in Dinklage und in den Nachbarlandkreisen gegeben hat, ist jetzt auch Garrel betroffen. 30.000 Puten müssen getötet werden. Es folgen nun Schutzmaßnahmen.

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Archivfoto: M. Niehues

Archivfoto: M. Niehues

Nach mehrmonatiger Pause ist wieder ein Fall von Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg amtlich bestätigt worden. Das berichtet die Cloppenburger Kreisverwaltung am Samstag. Demnach ist ein Putenstall in Garrel von der hochansteckenden H5-Virusvariante betroffen. Das habe jetzt das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Deshalb sei die Tötung von rund 30.000 Puten angeordnet worden.

Der letzte amtliche bestätigte Fall von Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg liegt bereits mehrere Monate zurück. Während des Sommers hatte es keine neuen Ausbrüche gegeben. Dass sich das zum Herbst ändern könnte, kommt nicht überraschend, weil vor allem Zugvögel, die es jetzt wieder in Richtung Süden zieht, sind, die für die Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus sorgen.

Vor allem die Thülsfelder Talsperre gilt als Risikogebiet

Vor allem das Gebiet rund um die Thülsfelder Talsperre – und damit auch die Gemeinde Garrel – ist bereits in der Vergangenheit besonders von der Geflügelpest betroffen gewesen. Hier legen besonders viele Zugvögel eine Rast ein, gleichzeitig ist hier die Stalldichte besonders hoch. Das ist bei den letzten Ausbruchswellen seitens des Veterinäramtes auch bereits mahnend als kritisch bezeichnet worden. Das Oldenburger Münsterland gilt als Hochburg der Geflügelwirtschaft.

Bereits in den letzten Wochen sind rund um den Landkreis Cloppenburg herum neue Ausbrüche der Geflügelpest gemeldet worden. Auch im Landkreis Vechta: Allein in Dinklage hat es 4 Ausbrüche innerhalb von 3 Wochen gegeben. Dort sind seit dem ersten neuerlichen Fall vom 11. August mittlerweile 243.930 Tiere wegen eines amtlichen Verdachts auf Geflügelpest getötet worden.

Der Landkreis Cloppenburg wird nun um den Stall in Garrel eine Schutzzone mit einem Radius von mindestens 3 Kilometern und eine Überwachungszone mit einem Radius von mindestens 10 Kilometern einrichten. Die entsprechende Allgemeinverfügung tritt am Montag (12. September) in Kraft. Schon jetzt sind südliche Teile des Landkreises Cloppenburg von Schutzmaßnahmen betroffen, nachdem es einen bestätigten Ausbruch im Nachbarlandkreis Osnabrück gegeben hat.

Angekündigt wird außerdem ein Wiedereinstallungsverbot, das schon in der kommenden Woche  für die Gemeinden Garrel, Bösel und Molbergen sowie für die Städte Friesoythe und Cloppenburg für Puten gelten soll. Das bedeutet, dass ein geräumter Stall für mindestens 30 Tage leer bleiben muss, bis dort neue Tiere untergebracht werden dürfen.

Von einer generellen Stallpflicht für Geflügel ist zumindest zum jetzigen Zeitpunkt in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta (noch) nicht die Rede. Eine entsprechende Anordnung hatten die beiden Kreishäuser zuletzt Mitte November letzten Jahres erlassen.

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