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Geflügelpest in Kellerhöhe

Nach Informationen von OM online gibt es einen ersten Fall von Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg. Das hat die Kreisverwaltung bestätigt. Jetzt greifen diverse Schutzmaßnahmen (Update 13.30 Uhr).

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Symbolfoto: dpa

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Die Geflügelpest hat das Oldenburger Münsterland erreicht. Nach Informationen von OM online gibt es einen ersten Fall in einem Geflügelbetrieb in Kellerhöhe. Diese Informationen hat die Cloppenburger Kreisverwaltung am Montag bestätigt. Am Sonntag habe das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) das positive Testergebnis eines Privatlabors bestätigt, erklärte Kreissprecher Sascha Rühl.

Noch am Montag werden rund 17.000 Puten notgekeult. Nach Angaben der Kreisverwaltung handelt es sich um einen Geflügelbetrieb mit mehreren Ställen. Darüber hinaus ergreift das Veterinäramt weitere Maßnahmen, um eine etwaige Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus H5 auf andere Ställe zu verhindern.

Rund um den betroffenen Betrieb wird ein Sperrbezirk mit einem Radius von 3 Kilometern gezogen. Nach Angaben der Kreisverwaltung gibt es in diesem Bereich Ställe, in denen 300.000 Stück Geflügel gehalten werden können. Hier gelten jetzt besonders strenge Regeln bei der Unterbringung und dem Transport von Geflügel. Darüber hinaus gibt es einen Beobachtungsbezirk mit einem Radius von 10 Kilometern. Auch hier greifen nun Vorschriften, die allerdings nicht ganz so restriktiv wie im Sperrbezirk sind. 

"Darüber hinaus werden der Gesundheitszustand der Tiere fortlaufend erfasst und gegebenenfalls Proben zur Untersuchung entnommen", erklärte Rühl am Montag. Weitere Maßnahmen würden nun mit dem Land Niedersachsen abgestimmt.

Im Landkreis Cloppenburg gilt seit dem 14. November eine Stallpflicht für Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte das Cloppenburger Veterinäramt die Gefahr einer Einschleppung der Geflügelpest als "hoch" eingestuft und deshalb die Freilandhaltung untersagt. Im Landkreis Cloppenburg werden laut Angaben der Kreisverwaltung zurzeit etwa 13,2 Millionen Stück Geflügel gehalten.  Die etwaigen Folgen eines Ausbruchs der Geflügelpest können also gravierend sein. 

Landrat Johann Wimberg äußerte sich besorgt. „Angesichts der aufgetreten Fälle von Vogelgrippe um uns herum, waren wir grundsätzlich durchaus auf ein solches Geschehen eingestellt“, erklärte Wimberg. „Dennoch ist der Ausbruch der Vogelgrippe in dieser Zeit der Corona-Krise eine zusätzliche Belastung für die Region.“  Dennoch zeigte sich Wimberg zuversichtlich - denn das Veterinäramt habe bereits "viel Expertise und Erfahrungen in der Bekämpfung von Tierseuchen" bewiesen. 

Seit dem 16. November gilt die Stallpflicht auch im Kreis Vechta. Am 23. November ist bei Wildeshausen ein Fall bei einer toten Wildgans bestätigt worden.

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