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4. Fall von Geflügelpest: 12.000 Puten müssen getötet werden

Seit Ende Dezember 2022 grassiert die Geflügelpest wieder im Landkreis Cloppenburg. Nun ist der 4. Fall bekannt geworden.

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Symbolfoto: dpa

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Zum 4. Mal seit Ende Dezember 2022 ist in einem Betrieb in der Gemeinde Garrel die Geflügelpest nachgewiesen worden. Das teilt die Cloppenburger Kreisverwaltung am Mittwoch mit. Demnach müssen 12.000 Puten getötet werden.

Der vorerst letzte Fall wurde am Neujahrstag in der Gemeinde Garrel nachgewiesen. Somit mussten im Kreis Cloppenburg seit dem 20. Dezember 2022 insgesamt 56.000 Puten gekeult werden.

Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, werden um den Nutzgeflügelbestand mit dem positiven Virusnachweis ab Donnerstag (5. Januar 2023, 0 Uhr) als Sperrzone eine Schutzzone (ehemals Sperrbezirk) und eine Überwachungszone (ehemals Beobachtungsgebiet) festgelegt.

Als Schutzzone werde das Gebiet um den Seuchenbestand in der Gemeinde Garrel mit einem Radius von 3 Kilometern gezogen. Die Schutzzone betrifft laut Mail im Landkreis Cloppenburg Gebiete in den Gemeinden Bösel und Garrel sowie der Stadt Friesoythe.

Landkreis erlässt neue Allgemeinverfügung

Um die Schutzzone werde mit einem Radius von 10 Kilometern um den Seuchenbestand eine Überwachungszone gezogen. Die Überwachungszone betreffe im Landkreis Cloppenburg Gebiete in den Gemeinden Bösel, Emstek, Garrel, Molbergen sowie den Städten Cloppenburg und Friesoythe.

Eine neue Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest wird der Landkreis Cloppenburg am Donnerstag erlassen. Um den Nutzgeflügelbestand mit dem positiven Virusnachweis wird dann ein Gebiet festgelegt, in dem Geflügelbestände, im Falle leerstehender Gebäude oder Einrichtungen zur Haltung von Vögeln oder nach einer Entfernung des Geflügels aus dem jeweiligen Bestand oder der jeweiligen Vogelhaltung, frühestens 30 Tage nach Inkrafttreten dieser Allgemeinverfügung wieder belegt werden dürfen.

Die Aufstallungspflicht für Geflügel in der Sperrzone (Radius von 10 Kilometern um den Seuchenbestand in der Gemeinde Garrel) gilt weiterhin, schreibt die Behörde. Betriebe, die Tiere halten, haben laut Mitteilung alle gehaltenen Vögel (Aves) von freilebenden Vögeln abzusondern. Gehaltene Vögel seien mit Ausnahme von Tauben in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung zu halten, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss. Die Aufstallungspflicht für Geflügel gilt auch für Hobbyhaltungen.

Betroffen sind laut Mitteilung gänzlich beziehungsweise teilweise die Gemeinden Bösel, Emstek, Garrel, Molbergen sowie die Städte Cloppenburg und Friesoythe.

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