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Dammer Grüne diskutieren Freiflächen-PV-Anlagen im ländlichen Raum

Landwirt Bernd Haverbeck plant die Errichtung einer FFPV-Anlage auf einer Moorfläche. Christian Sassen vom Emsteker Planungsbüro Kalvelage informiert über die Rechtslage.

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Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen auf Ackerflächen? In der Dammer Bauerschaft Haverbeck könnte dies schon bald Realität sein. Symbolfoto: dpa

Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen auf Ackerflächen? In der Dammer Bauerschaft Haverbeck könnte dies schon bald Realität sein. Symbolfoto: dpa

Photovoltaik-Anlagen, auch freistehende Anlagen sind aktuell in aller Munde. Nicht nur deshalb luden die Dammer Grünen kürzlich zu einer Informationsveranstaltung auf dem Hof Haverbeck in der gleichnamigen Dammer Bauerschaft ein. Denn: Landwirt Bernd Haverbeck beabsichtigt, eine Freiflächen-PV-Anlage auf einer Fläche von rund 13 bis 14 Hektar zu errichten.

Aktuell ist Haverbeck in der konventionellen Landwirtschaft in der Schweinemast und im Ackerbau tätig. "Auf Dauer wollen wir uns aber davon zurückziehen", erklärte Haverbeck vor einigen Kommunalpolitikern, etwa aus der Dammer Fraktionsgemeinschaft Die Grünen/SPD und den Lemförder Grünen, aber auch Vertretern aus Naturschutzorganisationen. Bei der Planung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage (FFPV) berät ihn das Emsteker Planungsbüro Kalvelage, welches sich auf das Thema Energiewende in der Landwirtschaft spezialisiert hat.

Christian Sassen erklärte der Gruppe die aktuelle Rechtslage, stellte allerdings auch klar, dass diese Thematik auch für das Büro Kalvelage eine Neuheit darstellt und vieles noch ungewiss ist. Mit der am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getretenen Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) dürfen auch auf Moorböden, die entwässert und landwirtschaftlich genutzt worden sind, FFPV-Anlagen errichtet werden. Allerdings unter der Bedingung, dass diese Flächen mit der Errichtung der Solaranlage dauerhaft wieder vernässt (renaturiert) werden.

"Nachhaltige Energiegewinnung ist für uns als Grüne sehr wichtig", sagte Jan Runge. Wenn sich das noch mit dem Moorschutz verbindet, sei dies eine große Chance, sagte das Dammer Stadtratsmitglied. Dennoch müssten neben dem Landschaftseingriff auch die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt für jede Anlage überprüft werden, so der einhellige Tenor.

Informierten sich über das Thema FFPV-Anlagen auf Moorböden. Foto: privatInformierten sich über das Thema FFPV-Anlagen auf Moorböden. Foto: privat

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