Malawi-Hilfe Visbek: Vorbereitungen für nächsten Transport laufen
Der Verein möchte bald den nächsten Container losschicken. Dafür werden noch Hilfsgüter entgegengenommen.
Redaktion | 16.11.2023
Der Verein möchte bald den nächsten Container losschicken. Dafür werden noch Hilfsgüter entgegengenommen.
Redaktion | 16.11.2023

Besonderes Fischprojekt in Kampini: Dr. Bernd Ueberschär (Meeresbiologe aus Büsum, von rechts), Peace Mnelemba (Leiter der Anlage) sowie vier Studenten von der Bunda Universität für Landwirtschaft nahe Lilongwe nehmen die Anlage in den Blick. Foto: Böttcher
Das Jahr neigt sich langsam dem Ende und, wie jedes Jahr, macht sich der Visbeker Verein „Hilfe für Malawi“ wieder Gedanken über weitere finanzielle Unterstützung der Menschen in Malawi und über den nächsten Hilfstransport. So geht es aus einer Pressemitteilung von Werner Böttcher, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, hervor. Der Lagerraum in Bonrechtern sei aber schon gut gefüllt, lässt er wissen, sodass „Kauf, Beladung und Verschiffung eines Containers nichts mehr im Wege steht“. Der Kauf stehe sogar unmittelbar bevor, sodass der Verein bislang gut im selbst gesetzten Zeitplan liege. Nichtsdestoweniger werden weiterhin allerhand Hilfsgüter benötigt, schreibt Böttcher. Gebraucht werde quasi „alles“: Angefangen bei Werkzeug über medizinische Artikel, sanitäre Hilfsmittel, Küchenartikel (Bestecke, Töpfe, Teller, Tassen) Laptops, Computer, Schulsachen wie auch Kleidung für Kinder und Erwachsene. Werner Böttcher (Telefon 04445/1478) und Dieter Varnhorn (Telefon 04445/1480) geben darüber auch nähere Auskünfte. Vor einem halben Jahr war Werner Böttcher selbst vor Ort in Malawi, um die Hilfsgüter aus dem mittlerweile 20. Container aus Visbek zu verteilen. Den Aufenthalt nutzte er außerdem, um die Projekte, die von der Malawi-Hilfe unterstützt werden, erneut zu besuchen. So etwa auch die neue Außenstelle der Teresian Sisters in Chitala. Dort ist zuletzt das neue Schwesternwohnheim fertiggestellt worden. Damit die Ordensschwestern, die jetzt einziehen können, autark wohnen und arbeiten können, ist dafür gesorgt worden, dass die Stromversorgung durch Solarenergie sichergestellt ist, wie Böttcher wissen lässt. Zudem übernehmen die Schwestern unter anderem die Organisation und Instandhaltung des etwa 1,5 Hektar großen Gartens. Das darin angebaute Obst und Gemüse soll künftig circa zweimal im Jahr geerntet und verkauft werden. Eine Pumpe, ebenfalls angetrieben durch Solarenergie, fördere hierzu das Wasser aus 49 Metern Tiefe in höher gelegene Wassertanks, „sodass das kostbare Nass jederzeit mittels Schwerkraft entnommen werden kann“, erklärt Böttcher. Weiterhin wird vor Ort mittels Spenden der Bau einer Schule vorangetrieben. Zunächst soll ein Haus mit zwei Klassenräumen gefertigt werden. „Bei meinem letzten Besuch im Mai konnte ich die Erdarbeiten noch begutachten“, schreibt Werner Böttcher. Mittlerweile sei der Bau so weit fortgeschritten, dass vergangene Woche das Dach eingedeckt und alle Verputzarbeiten abgeschlossen werden konnten. Schulbänke und Stühle „stehen zur Verschiffung in unserem Lagerraum zur Verfügung“, so der stellvertretende Vorsitzende der Visbeker Malawi-Hilfe, „und warten auf den Transport in die neue Schule in Chitala“. Ein besonderes Projekt, das von den Visbekern unterstützt wird, ist das Versuchsprojekt „Ich liebe Fisch“ in Kampini. Dieses soll helfen, den Hungersnöten vor Ort entgegenzutreten. Ziel ist, dass die Bevölkerung in Eigenregie Fischzucht betreibt. Die dafür notwendige Aquaponikanlage stehe mittlerweile, weiß Böttcher. Die benötigten Solarmodule wurden mit dem letzten Container geliefert. Das Dach sei installiert, die Einzäunung (Schilfmatten) fertig „und die ersten Pflanzen gedeihen prächtig“. Das Projekt sieht vereinfacht dargestellt folgendermaßen aus: Mithilfe von organischen Abfällen sollen bewusst Fliegenlarven herangezüchtet werden. Diese dienen als nahrhaftes Futter für Fische, die wiederum als Nahrung für die Bevölkerung dienen. Die Exkremente der Fische wiederum sollen als Pflanzendünger verwendet werden – insgesamt also eine Kreislaufwirtschaft. Abschließend lässt Werner Böttcher wissen, dass durch den trockenen Sommer viel Mais verdorrt ist, sodass es um die Versorgungslage vor Ort nicht zum Besten bestellt sei. „Auch dafür haben wir Geld an unsere Projekte überwiesen, um damit Mais und Medikamente zu kaufen, welches den Kindern eine bessere Zukunft sichert.“Ordensschwestern können einziehen

Fischprojekt nimmt Gestalt an
Fakten:
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