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OOWV stellt Abrechnungen um – Das müssen Sie jetzt wissen

Der Versorger stellt zum 1. Januar 2023 seine Abrechnungen im Abwasserbereich um. Das hat Auswirkungen auf die Preise im Oldenburger Münsterland.

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Symbolfoto: dpa

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Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat die Kalkulation seiner Abwasserpreise für das kommende Jahr abgeschlossen und stellt seine Abrechnung im Abwasserbereich um. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wechselt der Wasserversorger zum 1. Januar 2023 ins Abgabenrecht. Das hat auch Auswirkungen auf die Preise im Oldenburger Münsterland.

Für den Landkreis Cloppenburg ergeben sich demnach folgende Gebühren:

  • Barßel: 2,73 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,07 Euro Anstieg)
  • Bösel: 3,17 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,11 Euro Anstieg)
  • Cappeln: 3,87 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (gleichbleibend)
  • Essen: 2,05 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,54 Euro Anstieg)
  • Lastrup: 3,37 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,83 Euro Anstieg)
  • Lindern: 2,60 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,03 Euro Anstieg)
  • Molbergen: 2,56 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,52 Euro Anstieg)
  • Saterland: 2,69 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,13 Euro Anstieg)
  • Thülsfelde: 4,18 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,27 Euro Anstieg)

Für den Landkreis Vechta ergeben sich folgende Gebühren:

  • Bakum: 2,60 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (gleichbleibend); 0,55 Euro/Quadratmeter Regenwasser (0,25 Euro geringer)
  • Holdorf: 2,54 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,59 Euro Anstieg); 0,80 Euro/Quadratmeter Regenwasser (gleichbleibend)
  • Damme: 2,40 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,67 Euro Anstieg); 0,64 Euro/Quadratmeter Regenwasser (0,29 Euro Anstieg)
  • Lohne: 2,35 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,65 Euro Anstieg); 0,70 Euro/Quadratmeter Regenwasser (0,15 Euro Anstieg)
  • Dinklage: 2,59 Euro/Kubikmeter Schmutzwasser (0,32 Euro Anstieg); 0,39 Euro/Quadratmeter Regenwasser (0,06 Euro geringer)

Verband nehme Änderungen wegen anfallender Mehrwertsteuer vor

Die Mitglieder der Verbandsversammlung hätten am Dienstag (1. November) während einer hybriden Sitzung die neuen Abwassergebühren für alle 38 Abwasserkommunen und einen Zweckverband des OOWV beschlossen.

Aktuell bezahlten die Kunden für die Abwasserentsorgung ein Entgelt, das von der Mehrwertsteuer befreit sei. Ab dem kommenden Jahr sei diese Befreiung durch eine Regelung im Umsatzsteuergesetz nicht mehr möglich, heißt es.

Um zusätzliche Kosten durch dann anfallende 19 Prozent Mehrwertsteuer zu vermeiden, nehme der Verband Änderungen bei der Abrechnung vor: Statt umsatzsteuerpflichtige Entgelte werde der OOVW ab dem Jahreswechsel umsatzsteuerfreie Gebühren erheben, erläutert OOWV-Regionalleiter Stefan Krauß die Umstellung der Abrechnung im Abwasserbereich.

Der Versorger vermeide so weitere Kosten für seine Kunden. „Die Mehrkosten aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine auf Lieferketten sowie notwendige Investitionen führen ohnehin schon zu Mehrkosten, sodass wir zusätzliche Belastungen für die Kundinnen und Kunden vermeiden wollen“, wird Verbandsvorsteher Sven Ambrosy zitiert.Geschäftsführer Karsten Specht betonte die umfangreiche und sorgfältige Vorarbeit der Gebührenkalkulation. Nach seinen Worten umfasse diese für alle Abwasserkommunen des OOWV 3100 Seiten.

Kunden des OOWV sollten Wasserzählerstand zum Jahreswechsel mitteilen

Kunden, deren Abwasser durch den OOWV entsorgt werde, würden gebeten, bis zum Jahreswechsel 2022/23 ihren Wasserzählerstand mitzuteilen. Am einfachsten gehe dies über das Kunden- und Regionalportal des OOWV unter www.einfach-heimat.de.

Mit der Umstellung ändere sich auch der Ablese- und Abrechnungszeitraum. Künftig werde der Zählerstand grundsätzlich zum Jahresende benötigt. Wegen der Umstellung auf Abwassergebühren müsse der OOWV bestehende Entsorgungsverträge zum 31. Dezember 2022 kündigen. Statt eines zivilrechtlichen Vertrags bestehe ab dem 1. Januar 2023 ein öffentlich-rechtliches Benutzungsverhältnis.

„Die Vertragsumstellung geschieht automatisch. Um das bisherige Vertragsverhältnis abzuschließen, versenden wir im kommenden Jahr Schlussrechnungen. Anschließend erhalten unsere Kundinnen und Kunden einen Bescheid, der ihre zukünftigen Abschlagszahlungen für das Jahr 2023 ausweist“, erklärt Stefan Krauß.


Fakten:

  • Der OOWV betreibe in seinem Verbandsgebiet insgesamt 45 Kläranlagen und 15 Wasserwerke.
  • Als Körperschaft des öffentlichen Rechts verfolge der OOWV im Trinkwasserbereich keine Gewinnerzielungsabsicht und arbeite im Abwasserbereich kostendeckend.
  • Es gebe weder Dividenden noch sonstige Gewinnausschüttungen.
  • Die Gebühren würden jährlich kalkuliert und beinhalten unter anderem Kosten für Personal, Energie und Klärschlammentsorgung.
  • Die Abwassermenge, Bevölkerungszahl, Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen spiele ebenso eine maßgebliche Rolle bei der Berechnung.
  • Diese Faktoren seien von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, weshalb die Gebühren nicht miteinander vergleichbar sind.

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