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Landkreis Vechta kündigt Stallpflicht an

Die Verfügung ist in Vorbereitung. Die Behörde reagiert auf die Ausbreitung der Geflügelpest – auch Vogelgrippe genannt – im Land.

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Um Nutzgeflügel vor der Vogelgrippe zu schützen, sollen die Tiere möglichst schnell in den Stall, schreibt die Behörde. Symbolfoto: dpa

Um Nutzgeflügel vor der Vogelgrippe zu schützen, sollen die Tiere möglichst schnell in den Stall, schreibt die Behörde. Symbolfoto: dpa

Der Landkreis Vechta wird eine Stallpflicht anordnen. Das teilt die Behörde am Mittwochnachmittag mit. Grund: Es gibt immer mehr Fälle von Geflügelpest im Norden.

Die Allgemeinverfügung sei in Vorbereitung. Anfang kommender Woche werde sie fertig sein, schreibt die Behörde. Gelten werde sie für auch für Hobbyhalter. Wünschenswert wäre, wenn die Tiere so schnell wie möglich in die Ställe gebracht werden könnten; auch die Sicherheitsmaßnahmen sollten gecheckt werden, rät der Erste Kreisrat Hartmut Heinen. 

Auslöser der Vogelgrippe ist das hochansteckende Influenzavirus H5N8, das zumeist von und Zug- und Wildvögeln in Nutztierbestände eingeschleppt wird, schreibt der Landkreis. Gerade im Landkreis Vechta sei das Risiko erhöht. Die Region werde mit den Moorgebieten der Hunteniederung häufig von Zugvögeln als Rast- und Sammelort aufgesucht, vor allem im Goldenstedter Moor und am Dümmer See. Im Landkreis Vechta werden derzeit rund 12 Millionen Stück Nutzgeflügel gehalten.

Risikoampel: Univesität Vechta stellt Online-Tool zur Verfügung

Die Universität Vechta will unterdessen Geflügel-Halter beim Kampf gegen die Tierseuche unterstützen. Mithilfe der bereits 2018 entwickelten AI-Risikoampel können Erzeuger die individuelle betriebliche Biosicherheit bewerten – und dabei besonders die zum Schutz vor Geflügelpest ergriffenen Maßnahmen in den Fokus nehmen. Das Online-Tool steht laut einer Mittelung der Uni kostenlos zur Verfügung.

Die fachliche Basis der Ampel lieferten 19 Experten aus Wissenschaft, tierärztlicher und landwirtschaftlicher Praxis sowie Behördenvertreter aus ganz Deutschland. Das mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) entwickelte Tool gibt auf Grundlage der Antworten auf 100 Multiple-Choice-Fragen konkrete Hinweise zu Risikofaktoren sowie auch Hinweise zur Umsetzung von Sicherheitsvorkehrungen im Betrieb. An dem Projekt beteiligt waren unter anderem auch die QS Fachgesellschaft Geflügel, der Niedersächsische Geflügelwirtschaftsverband (NGW) sowie der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG).

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