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"GS agri" jetzt unter dem Dach von "GS – Die Genossenschaft"

Der Vorstand der Schneiderkruger Genossenschaft präsentiert den Mitgliedern gute Geschäftszahlen für 2019 und 2020. Gebaut wird: eine neue Tankstelle in Brake, ein neues Zentrallager in Cloppenburg.

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Neuer Markenauftritt: (von links) Cord Schiplage, Vorstandsvorsitzender Hubertus Meyer, Ex-Aufsichtsratschef Heinrich Fröhle mit Stellvertreter Thomas Gardewin, Engelbert Klövekorn. Foto: GS

Neuer Markenauftritt: (von links) Cord Schiplage, Vorstandsvorsitzender Hubertus Meyer, Ex-Aufsichtsratschef Heinrich Fröhle mit Stellvertreter Thomas Gardewin, Engelbert Klövekorn. Foto: GS

In einer hybriden Form als sowohl digitale wie auch Präsenzveranstaltungen hat die bis dahin als GS agri firmierende Genossenschaft Schneiderkrug ihre Generalversammlungen 2019 und 2020 am vergangenen Donnerstag durchgeführt. "Es war bis zum Zeitpunkt der Einladung nicht klar, wie sich die Pandemie entwickeln würde, daher haben wir uns für eine hybride Durchführung entschieden", so Cord Schiplage, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der GS agri eG. Die Mehrzahl der teilnehmenden Mitglieder war digital zugeschaltet, wie auch der Großteil der 440 Mitarbeiter.

Schiplage resümierte die zurückliegenden Jahre trotz aller Herausforderungen als "erfolgreich". Die Genossenschaft konnte im Jahr 2019 und 2020 insgesamt eine Umsatz- und Gewinnsteigerung erzielen. Treiber war laut Schiplage das breit aufgestellte Dienstleistungs- und Warenangebot der Genossen. "Auch konnten wir das bilanzielle Eigenkapital in 2020 erfolgreich um rund 4 Millionen Euro im Vergleich zu 2018 steigern", sagt Engelbert Klövekorn, das für die Finanzen zuständige Vorstandsmitglied. Die Anzahl der Mitglieder blieb stabil bei rund 2.900.

Im Geschäftsjahr 2019 lag die Bilanzsumme demnach bei rund 96,5 Millionen Euro. Das Eigenkapital betrug unter Einbeziehung von Geschäftsguthaben, Rücklagen und einem Jahresüberschuss von knapp 1,4 Millionen Euro fast 67 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2019 erhalten die Mitglieder eine Rückvergütung von über 2,5 Millionen Euro.

Bilanzsumme 2020 überschreitet die 100 Millionen-Euro-Schwelle

Die Bilanzsumme des Jahres 2020 überschreitet mit 100,2 Millionen Euro eine magische Grenze. Im Pandemiejahr weist die Bilanz einen Überschuss von etwas über 1,7 Millionen Euro aus. Das Eigenkapital steigt auf über 69 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 24,5 Millionen Euro. Den größten Anteil des Eigenkapitals bildet laut Selbstauskunft das Anlagevermögen, das mit 42,3 Millionen Euro angegeben ist. Rückvergütet werden rund 1,9 Millionen Euro. Der Geschäftsbericht präsentiert weitere markante Zahlen. So gibt die GS agri knapp 244.000 Hektar Ackerfläche als von ihr betreut an. Fast 44.000 Tonnen Bio-Mischfutter, insgesamt rund 580.000 Tonnen Mischfutter wurden verkauft. 

Immer wichtiger werde das Tankstellengeschäft, hieß es. Rund 110 Millionen Liter an Mineralöl und -erzeugnissen seien umgesetzt worden. Habe man gerade in Friesoythe eine neue Tankstelle errichtet, plane man nun in Brake Neues: Dort werde die Tochtergesellschaft Truck Point Braker Hafen GmbH einen Autohof mit Waschanlage errichten. Hier sollen Kunden künftig unter anderem LNG tanken können.

Als Zukunftsprojekt der Genossenschaft gilt unter anderem am Standort Garrel die Wiederinbetriebnahme des Schienenanschlusses. Ab 2023 sollen die Züge anrollen. Angegangen sei man in "strategischer Allianz" mit der Landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaft LB Damme das Projekt "Mehr-Wert" rund um die Themen Futtermittelproduktion, Digitalisierung und Nährstoffmanagement. "akoro", der digitale Marktplatz für Landwirte, werde weiter getestet und verfeinert. Die eigene Stückgutlogistik werde neu ausgerichtet. Gemeinsam mit Agravis-Raiffeisen wolle man ein neues Zentrallager in Cloppenburg betreiben. Im Herbst 2022 gehe es in Betrieb.

Heinz Fröhle nach 35 Jahren im Aufsichtsrat der Genossenschaft verabschiedet

Den Mitgliedern wurde zudem der neue Markenauftritt ihrer Genossenschaft präsentiert. Unter dem Dach der neuen „GS“ versammeln sich künftig als eigenständige Bereiche die GS agri, GS bio, GS energie, GS haus & garten sowie GS bau. Damit wolle man die breite Angebotspalette des Unternehmens abbilden, meinte Schiplage. Das neue Erscheinungsbild wird schrittweise angepasst.

Neu in den ehrenamtlichen Aufsichtsrat der GS gewählt wurden Christian Mucker und Mike Wienöbst. Nach 35 Jahren Arbeit in diesem Gremium, zuletzt als dessen Vorsitzender, wurde Heinz Fröhle aus Altersgründen verabschiedet.

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