Holdorfer Politik befürwortet Agri-PV-Anlagen
Ein Landwirt aus Lorse hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Das endgültige Ja hängt aber noch vom Landkreis Vechta ab.
Heinrich Vollmer | 07.09.2023
Ein Landwirt aus Lorse hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Das endgültige Ja hängt aber noch vom Landkreis Vechta ab.
Heinrich Vollmer | 07.09.2023

Auf dieser landwirtschaftlichen Fläche des Hofes Giere könnten demnächst Agri-PV-Anlagen aufgeständert werden. Foto: Vollmer
In der Diskussion um die Erreichung der Klimaziele hat der Arbeitskreis Runder Tisch die Zulassung von Agri-PV-Anlagen befürwortet. Entsprechende Anträge von Landwirten liegen demnach im Holdofer Rathaus bereits vor. Die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses sprachen sich während ihrer jüngsten Sitzung unter Vorsitz von Markus Vocks (CDU) für das Anliegen von Landwirt Hubertus Giere aus, auf seinem Weide- und Ackerland im Bereich Lorser Weg auf 15 Prozent der hofnahen Flächen Agri-PV-Anlagen aufzuständern, sodass 85 Prozent weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Zuvor erhielt der Landwirt und Zimmermann Gelegenheit, um seine Planungen vorzustellen. Er erklärte, dass zwischen den PV-Anlagen, die in Reihen aufgestellt werden, genügend Raum bleibt, um beispielsweise weiterhin Kühe dort weiden zu lassen. Außerdem hätten dort auch landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte genügend Platz, um beispielsweise Heu zu machen oder auch, um Feldfrüchte anzubauen. Eine Abstimmung über das Thema wurde allerdings noch vertagt und wohlwollend zurück in die jeweiligen Fraktionen verwiesen. Denn: Das Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises Vechta im Bereich des Lorser Weges ist lediglich als Vorbehaltsgebiet für die Landwirtschaft und teilweise für den Natur- und Landschaftsschutz ausgewiesen, aber nicht für Freiflächen- und Agri-Photovoltaikanlagen. Deshalb muss zunächst noch der Kreistag das Raumordnungsprogramm ändern. Zuvor hatte Hauptamtsleiter Heiner Themann den Ausschuss informiert, dass die Kreispolitiker im Zusammenhang mit der Diskussion um die Erreichung der Klimaziele und der vom Land vorgegebenen Flächenvorbehalte für Windkraft- und PV-Anlagen eine Änderung der Ausschlusskriterien diskutieren. In Erwartung einer zu erwartenden Anpassung des Raumordnungsprogramms sei es sinnvoll, frühzeitig Anträge zu stellen.Abstimmung vertagt
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