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Cappelner Rathaus soll Thema für neuen Gemeinderat werden

Die Verwaltung empfiehlt, das Thema nach der Wahl im Herbst zu beraten. Der Fachausschuss beschäftigt sich am Mittwoch (5. Mai) mit diesem Tagesordnungspunkt in öffentlicher Sitzung.

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Heiß diskutiert: Das Neubauprojekt mit Rathaus und Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Thomas Vorwerk

Heiß diskutiert: Das Neubauprojekt mit Rathaus und Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Thomas Vorwerk

Viele Fragen rund um den Neubau eines Rathauses nebst Dorfgemeinschaftshaus in Cappeln sind noch offen. Einsparpotenziale sollen beleuchtet werden und aus der Politik wurde das Modell einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) ins Spiel gebracht, bei der ein Investor baut und das Gebäude langfristig an die Kommune vermietet.

Am Mittwoch steht das Thema nun auf der Tagesordnung des Planungs-, Umwelt-, Bau- und Wegeausschusses, der ab 18 Uhr in der Sporthalle tagt. Die Gemeindeverwaltung hat dazu am Montag eine Beschlussempfehlung veröffentlicht, in der sie sich dafür ausspricht, die nächsten Schritte vom neuen Rat Ende des Jahres 2021 entscheiden zu lassen.

Der Vorteil: Für Wahlkämpfer wäre der Neubau kein Thema

Damit solle das Thema aus dem Wahlkampf genommen werden. Dieser würde die Diskussionen und Entscheidungen wahrscheinlich nicht einfacher machen, heißt es in der Begründung. „Der lang geplante Bau sollte ein Gemeinschaftsprojekt sein und von einer breiten Mehrheit getragen werden. Der neue Rat kann, basierend auf seiner Entscheidung zum Rathaus/Dorfgemeinschaftshaus, die Dorfentwicklung entsprechend seiner Vorstellungen und Beschlüsse fortführen“, schreibt die Verwaltung.

Außerdem könnten die in der Corona-Pandemie gestiegenen Preise für Baumaterialien zu einem späteren Zeitpunkt wieder fallen, hofft man im Rathaus. Und: Das angeregte ÖPP-Modell bedürfe einer Einzelfallprüfung, die nicht kurzfristig durch die Verwaltung erfolgen könne.

Planung hat bislang 430.000 Euro gekostet

Grundsätzlich könnte, basierend auf den vorliegenden Plänen, kurzfristig der Bauantrag beim Landkreis Cloppenburg gestellt werden. Dafür liegen Förderbescheide in Höhe von knapp 1,4 Millionen Euro vor. Bislang wurden für den Planer und den Architektenwettbewerb 430.000 Euro ausgegeben. Die Abrisskosten in der Ortsmitte sind darin noch nicht enthalten.

Eilers hält nichts von einer Vertagung der Entscheidung

"Der alte Rat begleitet das Thema seit Jahren. Es jetzt zu vertagen, hilft uns nicht", gibt CDU-Fraktionschef Christoph Eilers seine persönliche Einschätzung kund. "Wir sollten das jetzt entscheiden und nicht einem neuen Rat mit neuen Gesichtern damit beschäftigen", sagte er am Montag auf Nachfrage. Noch am Abend hat sich die CDU_Fraktion in einer Online-Sitzung getroffen und unter anderem auch diesen Diskussionspunkt besprochen, um am Mittwoch einen gemeinsamen Kurs zu haben.

Wer die Diskussion am Mittwoch in der Sporthalle mitverfolgen möchte, ist aufgerufen, im Vorfeld einen Corona-Schnelltest durchzuführen.

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