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Vom Torfabbau zum Naturschutzgebiet: Hegering lernt viel über das Vehnemoor

Wie die Wiedervernässung funktioniert, erklärten Heinz Kosanke und Hermann Wreesmann. Die sogenannten Polder sind dabei bedeutend.

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Heinz Kosanke und Hermann Wreesmann (Achter und Neunter von links) informierten Interessierte über die Wiedervernässung im Naturschutzgebiet Vehnemoor. Foto: Pille

Heinz Kosanke und Hermann Wreesmann (Achter und Neunter von links) informierten Interessierte über die Wiedervernässung im Naturschutzgebiet Vehnemoor. Foto: Pille

Auch Dauerregen konnte die Gruppe von Jägerinnen, Jägern und anderen Interessierten am Wochenende nicht davon abhalten, mehr über das Vehnemoor zu erfahren. Zu der Exkursion zum Thema „Vom Torfabbau zum Naturschutzgebiet“ hatte der Böseler Hegering im Rahmen der Wildwoche des Verbunds Oldenburger Münsterland und der Jägerschaft Cloppenburg eingeladen.

Hermann Wreesmann und Heinz Kosanke führten durch das 1676 Hektar große Naturschutzgebiet. Dort erläuterten sie, wie sich das Vehnemoor nach dem Torfabbau-Ende durch die verschiedenen Stadien der Hochmoorrenaturierung zu einer Landschaft entwickelt, die wieder den „Eindruck des ehemaligen naturräumlichen Charakters“ vermittelt.

In Hülsberg erklärten die Referenten, warum dafür eine sogenannte Kammerung oder Polderung notwendig ist. Die Oberfläche des mineralischen Untergrunds sei nicht vollkommen eben, sondern wellig. Außerdem gelte es einen Höhenunterschied auszugleichen: An der Korsorsstraße liegen die Flächen 5 Meter höher als im Bereich des ehemaligen Dustmeeres, sagte Kosanke. 

Nach Starkregen muss das Wasser schnell abgeleitet werden

Nach Fertigstellung der Polderdämme würden die Kammern relativ hoch mit Wasser eingestaut werden. So könne der darunterliegende Torf Wasser aufnehmen. Wenn sich Risse im Torf verschließen, sei eine dauerhafte Wasserhaltung möglich. In den nächsten Jahren werde der Wasserstand leicht abgesenkt auf das endgültige Stauziel. So können sich Torfmoose aus den noch vorhandenen Sporen ansiedeln.

Aus den höher gelegenen Poldern werde das überschüssige Wasser in den nächsten, tiefer gelegenen Poldern geleitet. Wichtig sei, nach Starkregen schnell das Wasser abzuführen, damit die Polderdämme nicht brechen. Das Wasser wird dem Küstenkanal zugeleitet, so die Referenten, das sei an der Straße südlich des Küstenkanals gut zu sehen.

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