Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Visbeker Benedikt-Schule erhält einen Neubau

Der Gemeinderat hat entschieden: Zwei Gebäudeteile werden durch einen Neubau ersetzt. Der Baustart ist voraussichtlich erst 2025.

Artikel teilen:
Die sanierten Bauteile 5 und 6 samt Mensa verschaffen der Benedikt-Schule Visbek einen modernen Anstrich.  Foto: C. Meyer

Die sanierten Bauteile 5 und 6 samt Mensa verschaffen der Benedikt-Schule Visbek einen modernen Anstrich. Foto: C. Meyer

Die Visbeker Benedikt-Schule erhält einen Neubau – so die erwartbare Entscheidung der Gemeinderatsmitglieder am Donnerstagabend. Schon in den Fachausschüssen zuvor zeichnete sich dies ab. Bei den Gebäudeteilen, in denen sich die Verwaltung sowie die naturwissenschaftlichen Fachräume befinden, wird somit von einer Sanierung im Bestand abgesehen. Die war zuletzt beim Gebäudeteil 5 geschehen. Ein Neubau soll dann die sogenannten Bauteile 3 und 4 ersetzen.

Wie Hans Hermann Kruth vom beauftragen Architekturbüro K2Plan – wie auch schon zuvor in der Sitzung des Familien-, Schul- und Kulturausschusses – erläuterte, würde der Neubau nördlich vom Bauteil 4 entstehen und die Teile 1 und 5 miteinander verbinden. Im Erdgeschoss sollen die Werkräume sowie die Verwaltung Platz finden, im Obergeschoss die naturwissenschaftlichen Fachräume. Das Gebäude soll so errichtet werden, so der Architekt, dass man sich die Möglichkeit einer weiteren Aufstockung vorbehält. Die Kosten für den Neubau würden sich einer aktuellen Schätzung zufolge – samt Abriss der alten Gebäudeteile sowie Sanierung des Bauteils 1 – auf rund 15,4 Millionen Euro belaufen.

Neubau hat mehrere Vorteile

Obwohl die Kostenschätzung für eine Sanierung der Gebäudeteile 1,2, 3 und 4 bei insgesamt 13,1 Millionen Euro liegt, müsste berücksichtigt werden, dass für diese Option Ausweichquartiere – sprich: zusätzliche Container – während der Sanierungsphase bereitgestellt werden müssten. Auf Nachfrage von Antonius Mönnig (CDU) sei hier mit Kosten in Höhe von rund 150.000 Euro zu rechnen, sagte Kruth. Bei einem Neubau sei dies nicht notwendig, da die Container, die die Gemeinde bereits besitzt, in dem Fall ausreichen würden.

Ein weiterer Vorteil eines Neubaus seien die energetischen Einsparpotenziale, sagte Michael Meyer vom Architekturbüro K2Plan, da weniger Fläche beheizt werden müsste. Im Bestandsbau gebe es beispielsweise unnötig großzügige Flure. Auf die Frage von Michael Nielsen (CDU), wie viel weniger Energie verbraucht werde, wollte sich Meyer auf keine Prognose festlegen. Ebenso sei die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Flachdach möglich, bekräftigte Hans Hermann Kruth die Eingabe von Annette Hanken (Grüne). Er brachte außerdem neuartige PV-Fassadenplatten ins Spiel, die zum Baustart attraktiv sein könnten.

Der Gebäudeteil 2, in dem sich neben dem Kindergarten des Andreaswerks  noch die Werkräume befinden, müsste außerdem künftig nicht mehr von der Schule in Anspruch genommen werden, so Kruth, da die für die Schule notwendigen Räumlichkeiten in den Neubau umziehen.

Haupteingang wird künftig verlegt

Sowohl Martin Rohe (SPD) als auch Anja Muhle (FDP) begrüßten die Aufstockungsoption bei dem Neubau. Durch den Abriss der alten Gebäudeteile 3 und 4 entstehe eine große Freifläche, stellte Muhle aber fest und erkundigte sich danach, ob es für diese bereits Pläne gebe. Die gebe es so weit nicht, sagte Kruth, der aber darauf hinwies, dass die Fläche nicht als "Pausenraum" gebraucht werde, da es diesen bereits auf dem Schulgelände gebe. Allerdings werde der Haupteingang in den Neubau verlegt, sodass Besucherinnen und Besucher auf dem kürzesten Weg vom Eingang aus zur Verwaltung gelangen.

Ansgar Muhle (CDU) erkundigte sich noch einmal über den Zeitrahmen der Maßnahme, woraufhin Hans Hermann Kruth erklärte, dass der Baubeginn erst frühestens Ende 2024, Anfang 2025 in Angriff genommen werden könne. Zunächst müsse im kommenden Jahr das Konzept mit der Benedikt-Schule abgestimmt werden, woraufhin voraussichtlich im Folgejahr, 2024, der Bauantrag gestellt werden könne. Das erkläre den Baustart in voraussichtlich 2 Jahren.

In den vergangenen Jahren sind zum einen bereits der Gebäudeteil 6 saniert und eine neue Mensa samt Lehrküche errichtet worden. Die Baukosten beliefen sich auf 5,4 Millionen Euro. Zuletzt wurde zum anderen die Sanierung des Bauteils 5 fertiggestellt, Kosten: rund 7,1 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für diese beiden Baumaßnahmen liegen also bei rund 12,5 Millionen Euro. Um das gesamte Schulgebäude brandschutzrechtlich und energetisch auf den Stand der Technik zu bringen – 2012 sind entsprechende Mängel festgestellt worden –, müssen auch die weiteren Bauteile in Angriff genommen werden.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Visbeker Benedikt-Schule erhält einen Neubau - OM online