Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

So hat Christoph Bornhorst seine ersten Monate als neuer Kämmerer erlebt

Seit dem 1. Juni ist der 40-Jährige der Amtsleiter für Finanzen und Liegenschaften und Erster Stadtrat in Dinklage. Interessenkonflikte mit seinem Ehrenamt in der Feuerwehr sieht er nicht.

Artikel teilen:
Blickt optimistisch auf die Zahlen für das Jahr 2022: Christoph Bornhorst ist der neue Kämmerer der Stadt Dinklage. Foto: Böckmann

Blickt optimistisch auf die Zahlen für das Jahr 2022: Christoph Bornhorst ist der neue Kämmerer der Stadt Dinklage. Foto: Böckmann

Mit Zahlen kennt sich Christoph Bornhorst aus. Fast 2 Jahrzehnte lang arbeitete der Diplom-Finanzwirt (FH) beim Finanzamt in Vechta, zuletzt als Geschäftsstellenleiter. Den Haushalt für das Jahr 2023 der Stadt Dinklage aufstellen, das kann Christoph Bornhorst dann doch fast mit links, oder? Nein, eben nicht, sagt der neue Kämmerer und schmunzelt. Denn "das Haushaltsrecht ist eben doch etwas anderes als das Steuerrecht".  Er sei noch in der Lern- und Einarbeitungsphase.

In Fortbildungen arbeitet sich Christoph Bornhorst, der auch Bürgermeister-Vertreter ist, in die Materie ein. Dazu helfen ihm die Kollegen in "seinem" Amt für Finanzen und Liegenschaften, vor allem Edith Nuxoll. Und natürlich Carl Heinz Putthoff. Der neue Bürgermeister war Bornhorsts Vorgänger als Kämmerer. "Mit den Kollegen gibt es einen engen Austausch", sagt der 40-Jährige, der seit dem 1. Juni als Erster Stadtrat für die Stadt Dinklage arbeitet.

Bei der Gewerbesteuer riecht es nach einem Rekord

Der Blick auf die Zahlen für Jahr 2022 sind indes gut, verraten Kämmerer Bornhorst und Bürgermeister Putthoff. Die Einnahmen bei der Einkommenssteuer sind besser als erwartet (Ansatz: 6,05 Millionen Euro). Bei der Gewerbesteuer "drohen" der Stadt Dinklage rekordverdächtige Einnahmen (Ansatz: 6,75 Millionen Euro). Es sind erfreuliche Zahlen in schwierigen Zeiten. Die Stadt Dinklage kann das Geld angesichts von mehreren millionenschweren Investitionen (Freibad, Bauhof, Von-Galen-Sporthalle, Kita in der Wiek) gut gebrauchen.

Warum hat sich der Familienvater um das Amt des Kämmerers und Bürgermeister-Vertreters beworben? Ihn habe so ein Job schon immer gereizt, sagt Christoph Bornhorst. Der Bezug zu seiner vorherigen Tätigkeit beim Finanzamt Vechta sei einfach da. "Und ich möchte Dinklage weiterentwickeln."

Dazu gehört auch die Arbeit der Feuerwehr. Die ist mit Blick auf ihre Fahrzeuge derzeit gut aufgestellt. Allerdings benötigen die Kameraden weitere Räume beziehungsweise einen Anbau. Denn die vorgeschriebene Trennung von sauberer und kontaminierter Bekleidung ("Schwarz-Weiß-Trennung") ist nach den Vorschriften der Feuerwehrunfallkasse und der niedersächsischen Feuerwehrverordnung am Standort an der Sanderstraße nicht gegeben.

Christoph Bornhorst wird neuer Stadtbrandmeister

Apropos: Feuerwehr und Christoph Bornhorst – ist da nicht eine Verbindung? Ja, natürlich. Der 40-Jährige ist in Dinklage vor allem durch sein Ehrenamt bei der Feuerwehr bekannt. Bornhorst war Stadtjugendfeuerwehrwart, ist aktuell Zugführer und Schriftführer – und ab 1. Januar 2023 designierter Stadtbrandmeister (wenn der Rat dem zustimmt). Gibt es da also einen Interessenkonflikt?

"Ich denke nicht", sagt Christoph Bornhorst. Er unterbreite in seiner Funktion als Kämmerer der Politik Vorschläge, welche Investitionen für die Wehr nötig sind. Die Entscheidung treffe schließlich der Stadtrat. Bürgermeister Putthoff sieht die Verbindung sogar als Vorteil. "Christoph weiß genau, was benötigt wird – und was nicht. Er wird das offen und ehrlich kommunizieren." Er habe da vollstes Vertrauen, betonte Putthoff. Beide hätten in ihren vorherigen Funktionen bereits vertrauensvoll zusammengearbeitet. Wie seit dem 1. Juni gemeinsam in der Dinklager Stadtverwaltung.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

So hat Christoph Bornhorst seine ersten Monate als neuer Kämmerer erlebt - OM online