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Protest-Aktionen im Kreis Vechta: Die Entwicklungen am Donnerstag

Die Polizei löst die Demo auf. Ein Aktivist ist über den Zaun geklettert. Die ersten Protestler werden von den Beamten weggetragen. Die Entwicklungen des Tages im Überblick (mit Videos).

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Foto: Matthias Niehues

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22.45 Uhr: Wir beenden den Live-Ticker für heute und bedanken uns für Ihr Interesse. 

22.30 Uhr: Die Versammlung wurde gegen 21.30 Uhr durch die Polizei aufgelöst. Insgesamt wurden mehr als 100 Aktivisten aus der Sitzblockade gelöst. 

18.50 Uhr: Die Räumung dauert an, die Blockade wird kleiner: Vor Ort haben sich laut dem Bündnis nun 4 Menschen mit Fahrradschlössern an den Hälsen aneinandergekettet.

16.55 Uhr: Die Demonstranten werden jetzt erkennungsdienstlich fotografiert und erhalten dann eine Verfügung, dass sie sich für einen gewissen Zeitraum im Umkreis von PHW in Rechterfeld nicht aufhalten dürfen.

15.30 Uhr: Die Aktivisten machen es den Beamten schwer. Die erkennungsdienstlichen Maßnahmen, die für die Erteilung von Platzverweisen notwendig sind, entwickeln sich offenbar zu einer Herausforderung für die Polizei.  Die Situation wirkt festgefahren.

Foto: Matthias NiehuesFoto: Matthias Niehues

14.45 Uhr: Die ersten Aktivisten werden von der Polizei weggetragen. Zuvor sind akribisch die Personalien aufgenommen worden.

13.30 Uhr: Die Polizei löst die Demonstration auf. Die Aktivisten sollen die Zufahrt jetzt räumen. Die weigern sich aber. Die Polizisten haben die Demonstranten jetzt eingekreist.

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13.15 Uhr: Die Polizei erklärt, dass die Demonstration auf einem angrenzenden Feld erlaubt ist, nicht aber auf der Fahrbahn der Paul Wesjohann Straße. Die Sitzblockade müsse deshalb beendet werden.

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13.10 Uhr: Die Polizei bestätigt, dass ein Demonstrant den Zaun überwunden hat. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes haben den Mann gestellt. Es wird Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet.

13.00 Uhr: Die Lage spitzt sich zu. Ein erster Aktivist ist auf den Zaun des PHW-Konzerns geklettert. 

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12.45 Uhr: Die Polizei wird deutlicher in ihrer Ansprache: Die Demonstranten, die auf der Straße sitzen, werden aufgefordert, aufzustehen. Es wird angekündigt, dass sie notfalls getragen werden, sollten sie der Aufforderung nicht nachkommen.

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12.15 Uhr: Dass die Demonstranten die Absperrung der Polizei umgangen haben, betrachten die Aktivisten als gerechtfertigt. "Aktionsformen des zivilen Ungehorsams  sei ein legitimes Mittel des politischen Protests", sagt Franziska Klein vom Aktionsbündnis, das das Protestcamp und die Demonstration organisiert.

Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung sind vor Ort, um Verbotsschilder aufzustellen. Das darf man wohl eher als symbolischen Akt verstehen - denn die Demonstranten sind bereits da, wo sie hin wollten.Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung sind vor Ort, um Verbotsschilder aufzustellen. Das darf man wohl eher als symbolischen Akt verstehen - denn die Demonstranten sind bereits da, wo sie hin wollten.

11:40 Uhr: Die rund 150 Demonstranten haben es jetzt doch vor das Tor des PHW-Konzerns geschafft. Das Ziel ist nach eigenen Angaben die Blockade der Zufahrtstraße. 

11:10 Uhr: Die Polizei hat jetzt mit einer Lautsprecher-Durchsage die Demonstranten dazu aufgefordert, einen Versammlungsleiter zu benennen, weil sie die Ansammlung der Personen als schützenswerte Versammlung ansieht. Als Auflage der Versammlung macht die Polizei, dass der Weg zur Mahnwache nicht über die Paul Wesjohann Straße genutzt werden darf.  Weitere Auflagen:  Trommeln oder andere  störende Geräusche während einer Lautsprecher-Durchsage sind nicht erlaubt. Die Reaktion kam prompt: Die Aktivisten trommelten umgehend und machten sich lautstark bemerkbar.

11.00 Uhr: Die Aktivisten lassen sich am Telefon rechtlich beraten, wie sie mit der Situation umgehen sollen.

Foto: Matthias NiehuesFoto: Matthias Niehues

10:55 Uhr: Der Protestmarsch stockt. Die Polizei hat den Weg zum Teil der Paul Wesjohann Straße, der in Privatbesitz ist, gesperrt. Derzeit laufen Verhandlungen darüber, wo die Mahnwache aufgebaut wird.

Foto: Matthias NiehuesFoto: Matthias Niehues

10:10 Uhr: „PHW steht als größter deutscher Geflügelkonzern stellvertretend für die Tierindustrie“, sagt Franziska Klein vom Aktionsbündnis, das das Protestcamp organisiert. "Unsere Bewegung besteht aus Klimaaktivisten, Tierrechtlern, Arbeitsrechtlern und Bürgerinitiativen. Wir stellen uns entschlossen der zerstörerischen Tierindustrie in den Weg."

09:55 Uhr: In einer ersten Stellungnahme tritt die Polizei am Donnerstagvormittag Gerüchten entgegen, dass die Teilnehmer aus dem Protestcamp für "massive Straftaten zum Nachteil von Landwirten" sein sollen. Wie auf OM online berichtet, erzählten die Landwirte von mehreren Sabotage-Akten. Unter anderem wurde die Stromversorgung von Zäunen und Ställen lahmgelegt. Die Polizei betont jetzt noch einmal, dass sie diese Information nicht bestätigen kann.  "Es liegen keinerlei Erkenntnisse vor, dass von den Versammlungen bzw. den Versammlungsteilnehmern eine Gefährdung für die Bevölkerung ausgeht", erklärt Polizeisprecherin Uta-Masami Bley. Und sie appelliert: "Wir bitten die Bevölkerung sich nicht an Gerüchten zu beteiligen, da dies zu Verunsicherungen aller Beteiligten führen kann und die polizeiliche Arbeit erschwert."

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09:40 Uhr: Die Polizei äußert sich zu kleineren Vorfällen in Goldenstedt und Rechterfeld. Nach Informationen von OM online seien gegen 21 Uhr teils vermummte Personen in der Nähe der Konzernzentrale gesichtet. Diese seien aber vertrieben worden. Der Vorfall wurde zwar bislang noch nicht bestätigt, stattdessen melden die Beamten aber, dass aus 3 vorbeifahrenden Autos gegen 0.45 Uhr "Sieg-Heil"Rufe zu hören waren. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet und sucht nun nach Zeugen des Vorfalls. Sie sollen sich bei der Polizei in Goldenstedt unter 04444/967220 melden. 

Protest in Rechterfeld: Nahe der PHW-Konzernzentrale haben sich einige Aktivisten versammelt. Foto: M. NiehuesProtest in Rechterfeld: Nahe der PHW-Konzernzentrale haben sich einige Aktivisten versammelt. Foto: M. Niehues

09:25 Uhr: Die Polizei zieht eine erste Bilanz zu den Mahnwachen. Die Aktion am Goldenstedter Bahnhof sei bislang friedlich verlaufen. Es seien keine strafbaren Handlungen festgestellt worden. Gleiches gilt für die Aktion in Rechterfeld. Die Mahnwache sei gegen 7.15 Uhr aufgebaut worden. Auch hier berichtet die Polizei von einem friedlichen und störungsfreien Verlauf.

09:10 Uhr: Laut ersten Meldungen der Polizei nehmen rund 100 Demonstranten an dem Marsch teil. Die Veranstalter sprechen von 200 Teilnehmern.

08:40 Uhr: Fast zeitgleich startet eine spontane Demonstration vom Protestcamp am Hartensbergsee aus in Richtung Rechterfeld. Etliche Tierschützer ziehen aktuell mit Transparenten und Sprechchören durch die Straßen. Begleitet wird der Protestzug von der Polizei. 

08.30 Uhr: Am Donnerstagmorgen haben Aktivistinnen und Aktivisten eine Mahnwache vor der PHW-Konzernzentrale in Rechterfeld gestartet. Auf der Straße Heide versammeln sich aktuell einige Protestler. Die Aktion befindet sich gerade aber noch in der Aufbauphase.  Vor Ort ist ein Stand aufgebaut, um Menschen zu informieren, heißt es seitens der Demonstranten.

08:18 Uhr: Während der Nacht ist der Bahnhof in Rechterfeld hell  beleuchtet worden. Es wurden etliche neue Lichtanlagen installiert. Von den Gleisanlagen wäre der Übergang auf das Gelände theoretisch möglich.

Foto: M. NiehuesFoto: M. Niehues

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