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Neues Feuerwehrhaus in Rechterfeld kann gebaut werden

Der entsprechende Bebauungsplan ist als Satzung beschlossen. Die Kritik vonseiten der Anwohnerinnen und Anwohner der angrenzenden Wohnsiedlung bleibt aber bestehen.

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Auf dieser Fläche zwischen der Brüterei (links) und dem Friedhof (rechts) in Rechterfeld soll künftig das Feuerwehrhaus stehen. Foto: C. Meyer

Auf dieser Fläche zwischen der Brüterei (links) und dem Friedhof (rechts) in Rechterfeld soll künftig das Feuerwehrhaus stehen. Foto: C. Meyer

Das neue Gebäude für die Freiwillige Feuerwehr Rechterfeld kann gebaut werden. In ihrer jüngsten Sitzung haben die Mitglieder des Visbeker Gemeinderates mehrheitlich – bei 2 Nein-Stimmen und einer Enthaltung – den entsprechenden Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Die Feuerwehr residiert künftig zwischen der Brüterei und dem Friedhof in Rechterfeld.

Um überhaupt die planungsrechtlichen Grundlagen für den Neubau zu schaffen, war die Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans notwendig. Denn das 0,42 Hektar große Areal war ursprünglich als Grünfläche ausgewiesen. Der gewünschte Standort für den Neubau stößt jedoch nicht nur auf Zustimmung, wie auch in der Gemeinderatssitzung nochmal deutlich wurde.

Mehrere Bürgerinnen und Bürger – Anwohnerinnen und Anwohner der angrenzenden Wohnsiedlung – reichten im Beteiligungsverfahren Stellungnahmen ein, wie Frank Schnitker vom Planungsbüro Diekmann, Mosebach und Partner bei der Vorstellung der Abwägungsvorschläge ausführte. So kritisieren diese unter anderem, dass die ohnehin schon durch die angrenzende Brüterei verursachten (Lärm)-Immissionen durch das neue Feuerwehrhaus zunehmen würden. Wie Schnitker erläuterte, seien hinzukommende Lärmimmissionen aus den Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr als „sozial adäquat zu verstehen“ und „dementsprechend hinzunehmen“.

Ebenso wiesen die Anwohnerinnen und Anwohner darauf hin, dass der Kreuzungsbereich eine mögliche Gefahrenquelle für schwere Unfälle sein könnte. Dies brachte Ratsmitglied Peter Kuhlmann (FDP) bereits im Frühjahr zur Sprache, als die Bauleitplanung vonseiten des Rats angeschoben wurde. Wie Frank Schnitker erläuterte, werde keine „über das zumutbare Maß hinausgehende Gefährdung“ gesehen und bei Vor-Ort-Terminen Ideen erörtert, wie die Sicherheit an der Stelle erhöht werden könne.

Für ihn bleiben nichtsdestoweniger „sehr viele Fragen offen“, sagte Peter Kuhlmann und bekräftigte seine Ablehnung für den Neubau am gewählten Standort. 11 Anwohnerinnen und Anwohner hätten die eingereichte Stellungnahme unterschrieben und das „darf man nicht einfach so wegwischen“, fand er. Die angrenzende Wohnsiedlung sei ohnehin schon, insbesondere durch Lärm, genug belastet, sagte er abschließend.

Ratsmehrheit hält Standort nach wie vor für geeignet

Niemand möchte weitere Lärmquellen „vor der Haustür“, sagte André Hüttemeyer (CDU). Deswegen könne er die Einwendungen der Anwohnerinnen und Anwohner nachvollziehen. Dennoch halte er den Standort – auch nach der Prüfung von Alternativen – für am geeignetsten. Ähnlich äußerte sich Martin Rohe (SPD), der die wenigen Alternativen – beispielsweise ein Standort im Rechterfelder Gewerbegebiet – noch einmal als weniger sinnvoll bewertete, da die meisten Einsätze der Feuerwehr sich in Richtung Visbek ereignen würden. Außerdem schirme das neue Feuerwehrhaus Lärmimmissionen der Brüterei ab. Für die Weitereinwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Rechterfeld und des Ortes sei das der geeignete Standort, rundete Claus Meyer (CDU) die Statements ab.

Der Neubau ist notwendig, da die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden an ihrem jetzigen Standort an der Dorfstraße ein Platzproblem haben. Sicherheits- und Hygienestandards können nicht mehr eingehalten werden. Die Zufahrt ist zu eng, es gibt zu wenig Parkplätze, und Duschmöglichkeiten sind auch nicht vorhanden, erklärte Ortsbrandmeister Jörg Reinke im vergangenen Jahr, als es um die Entscheidung für eine Erweiterung am alten Standort oder für einen Neubau ging. Im Juli 2021 sprachen sich die Gemeinderatsmitglieder schließlich dafür aus, dass die Rechterfelder Wehr ein neues Gebäude erhalten soll.

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