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Rat ist sich einig: Feuerwehr in Rechterfeld bekommt neues Gebäude

Jahrelang mussten die Kameraden mit beengten Verhältnissen auskommen. Da ein Umbau sich kostentechnisch kaum von einem Neubau unterscheidet, fiel die Entscheidung den Visbeker Ratsmitgliedern leicht.

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Der aktuelle Standort der Feuerwehr Rechterfeld: Das Gebäude wurde 1979 erbaut. Foto: Reinke/Feuerwehr Rechterfeld

Der aktuelle Standort der Feuerwehr Rechterfeld: Das Gebäude wurde 1979 erbaut. Foto: Reinke/Feuerwehr Rechterfeld

Die Feuerwehr Rechterfeld bekommt ein neues Gebäude. Dafür haben sich die Mitglieder des Visbeker Gemeinderates in ihrer vergangenen Sitzung einstimmig ausgesprochen. Für den Neubau favorisiert die Feuerwehr eine Fläche zwischen dem Friedhof und der Brüterei. Ein entsprechendes Verfahren, ob dies an der Stelle umsetzbar ist, wird mit dem jetzigen Beschluss angeschoben, wie Bürgermeister Gerd Meyer auf Nachfrage mitteilte. Eine gleichwertige Standort-Alternative sehe er zumindest bislang nicht.

Wie Ortsbrandmeister Jörg Reinke noch einmal ausführlich darlegte, beschäftigt sich die Feuerwehr Rechterfeld schon seit mehreren Jahren mit dem Thema. 2012 habe es erste Gespräche gegeben, was eine mögliche Erweiterung angeht. Denn: Die Kameraden haben an ihrem jetzigen Standort ein Platzproblem. Auch die Feuerwehrunfallkasse machte schon 2014 darauf aufmerksam, dass Sicherheits- und Hygienestandards so nicht mehr eingehalten werden können. Die Zufahrt ist zu eng, es gibt zu wenig Parkplätze, Duschmöglichkeiten sind auch nicht vorhanden, ließ Reinke die Anwesenden wissen.

Frühzeitig die neuen Nachbarn mit einbeziehen

Im Raum stand deshalb die Frage, ob das vorhandene Feuerwehrgebäude umgebaut und saniert werden soll, oder ob sich ein Neubau nicht viel mehr lohne. Eine Erweiterung ist, wie den Ausführungen von Reinke zu entnehmen war, nur mit Grunderwerb bei anliegenden Nachbarn möglich. Eine von der Verwaltung in Auftrag gegebene Kostenschätzung ergab, dass Umbau und Sanierung des Feuerwehrgebäudes circa 1.140.000 Euro kosten würden. Dazu kämen die Kosten für den Grunderwerb beim Nachbarn und eine Entschädigung, da ein dort derzeit befindlicher Pferdestall nicht mehr genutzt werden könnte, gab Reinke zu bedenken. Der Neubau würde circa 1.165.140 Euro kosten.

Für Hiltrud Vorwerk (CDU) war es gar keine Frage: Bei quasi Kostengleichheit und der Tatsache, dass es bei einem Neubau eine ordentliche Zuwegung gebe, plädierte sie eindeutig für den Neubau des Feuerwehrgebäudes. Dem schloss sich Bernhard Meistermann (CDU) an, der sich im Namen der Fraktion ebenfalls für den Neubau aussprach. Er befand, dass die Feuerwehr Rechterfeld damit für die Zukunft gut aufgestellt sei.

Die Örtlichkeiten seien derzeit zu beengt, sagte Martin Rohe (SPD). Selbst bei einer Erweiterung bleibe die Zufahrt zu schmal, und es müsse auch an die Zukunft gedacht werden. Der Neubau hätte zudem den Vorteil, dass die Feuerwehr bis zum Umzug am alten Standort verbleiben könne. Selbst, wenn die Realisierung auf der von den Kameraden favorisierten Fläche nicht möglich sei, sprach er sich eindrücklich für den Neubau aus. Eine adäquate Alternative müsse im Zweifel gefunden werden. Ähnlich sah dies Bernhard Schmidt (FDP). „Bei den vorgelegten Zahlen kann man nur für den Neubau sein.“ Ihm sei es bei dem angedachten Grundstück für den Neubau aber wichtig, die Nachbarn mitzunehmen. Der Bürgermeister versprach, dass mit den Anwohnern das Thema erörtert werde.

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