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Nach tödlichem Unfall: Stadt Vechta hofft auf schnelle Hilfe durch die Bahn

Nachdem ein 19-Jähriger am Visbeker Damm von einer Bahn erfasst wurde, arbeite die Stadt auf mehr Sicherheit hin. Die Bahn soll kurzfristig "alles Erdenkliche" unternehmen, fordert die Verwaltung.

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Archivfoto: Speckmann

Archivfoto: Speckmann

Viele Fragen sind offen nach dem tödlichen Unfall am Bahnübergang Visbeker Damm in Vechta. Ein Radfahrer (19) war von einem Zug der Nordwestbahn erfasst worden und starb. Zu den Ermittlungsdetails nimmt die Pressestelle der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta noch keine Stellung. Die Stadt Vechta indes hofft auf kurzfristige Lösungsangebote von der Deutschen Bahn.

Der Radweg ist am Visbeker Damm nicht beschrankt, sondern lediglich die Fahrbahn. Laut Polizei sei es nun Aufgabe der städtischen Verkehrskommission, die Situation mit den Verantwortlichen zu analysieren und Lösungen zu erarbeiten.

Die Stadt hofft, dass die Bahn kurzfristig eine Lösung findet 

„Der tragische Unfall hat uns alle sehr getroffen. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt der Familie und den Freunden des Verstorbenen“, erklärte Vechtas Bürgermeister Kristian Kater. Die Stadt fordere nun vehement eine zügige Umsetzung des Neubaus der Sicherungsanlagen samt Schranken, wie sie von der Deutschen Bahn ankündigt worden sei. "Auch wenn der Bahnübergang aus rein technischer Sicht als ausreichend gesichert angesehen wird", teilte Pressesprecher Volker Kläne auf Anfrage mit. 

Eine Besichtigung vor Ort mit Beteiligten der Bahn, Polizei und Stadt habe es laut Kläne bereits gegeben. An den drei Bahnübergängen Oldenburger Straße, Visbeker Damm und Holzhausen soll die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger durch Schranken erhöht werden. Bislang auf dem Fahrplan der Bahn ist eine Umsetzung im 2. Halbjahr 2023. Die Stadt habe für die Maßnahme bereits alle Voraussetzungen getroffen, laut Gesetz sei aber die Deutsche Bahn für die Sicherung von Bahnübergängen zuständig.

Bis zur Umsetzung arbeite die Stadt darauf hin, dass "die Bahn auch kurzfristig alles Erdenkliche unternimmt, die Sicherheit an Bahnübergängen zu erhöhen", heißt es weiter. Das könne beispielsweise wie schon an der Oldenburger Straße durch Einsatz von Personal geschehen, das den Übergang von Radfahrern und Fußgängern per Hand regelt.

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