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Live-Ticker: Landwirte beenden Lidl-Blockade in Cloppenburg

Auch am Dienstag haben Landwirte das Lidl-Lager in Emstekerfeld blockiert. Klaus Gehrig, Aufsichtsrat-Chef von Lidl, meldete sich am Nachmittag per Telefon. Die Entwicklungen im Live-Ticker.

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Es sind nur ein paar Lastwagen, die durch das Tor ins Lidl-Zentrallager  fahren dürfen: Auch am Dienstag blockieren die Landwirte in Emstekerfeld die Zufahrt. Die Polizei ist vor Ort - und es gibt erste Anzeichen dafür, dass der Bauernprotest, der am Sonntagabend begonnen hat, am Dienstag beendet werden könnte. Die Polizei bereitet sich nach Informationen von OM online darauf vor, das Areal zu räumen.

Derzeit suchen die Beamten erneut das Gespräch mit den Landwirten. Nachdem für wenige Minuten der Weg zum Gelände frei war, haben sich erneut Traktoren vor das Tor gestellt. Daraufhin haben sich die Beamten der Polizei für eine Beratung zum weiteren Vorgehen versammelt. 

Der Ereignisse am Dienstag:

21 Uhr: Eine Zusammenfassung der Ereignisse vom heutigen Tag lesen Sie hier. Vielen Dank fürs mitlesen und einen schönen Restabend.


19.20 Uhr: Die Demonstration löst sich auf: Nach einer Abstimmung unter den Landwirten haben sich die Teilnehmer dazu entscheiden,  den Bereich vor dem Lidl-Zentrallager in Cloppenburg zu verlassen. Die ersten Trecker reisen bereits ab. Im Laufe des Abends sollen die letzten Fahrzeuge die Zufahrt verlassen.


19.00 Uhr: Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner meldet sich zum Protest in Cloppenburg in einer Videobotschaft zu Wort, dass die stellvertretende CDU-Parteivorsitzende und Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Cloppenburg/Vechta, Silvia Breher, auf ihrer Facebookseite veröffentlicht hat. Klöckner unterstütze das Anliegen der Landwirte. Sie habe daher mit den Verantwortlichen bei Lidl telefoniert, um sie zu einem Gespräch zu bewegen.


18.40 Uhr: Soeben wurde das Positionspapier verlesen. Lidl zeige sich gesprächsbereit und wolle sich mit Verbänden an einen Tisch setzen, lautet der grobe Inhalt des Papiers. Die Demonstranten wollen sich nun beraten. Sie prüfen derzeit, ob ihnen das Schriftstück für die Beendigung des Protests ausreicht. 


18.30 Uhr: Klaus Gehrig, Leiter der Schwarz-Gruppe und Aufsichtsrat-Chef von Lidl und Kaufland, hat sich nach Informationen von OM online am Nachmittag per Telefon in Cloppenburg gemeldet. Die Landwirte fordern vom Unternehmen ein Positionspapier bezüglich der Preispolitik. Lidl soll nach Informationen der Redaktion ein solches Dokument nun an die Landwirte übergebenen haben.


15.35 Uhr: Der Landtagsabgeordnete Christoph Eilers (CDU) zeigt Verständnis für die Blockade: "„Das Anliegen der Landwirte ist berechtigt. Erzeuger von Lebensmitteln müssen ihre Familien von der Arbeit ernähren können", ließ Eilers am Dienstag mitteilen. "„Ich verstehe den Unmut. Politik und Landwirtschaft stehen bereits in einem stetigen Austausch. Zwar gibt es auch seitens der Politik in vielen Bereich noch keine optimalen Lösungsansätze, aber der Diskurs findet statt. Der Lebensmitteleinzelhandel darf sich dieser notwendigen Diskussion nicht entziehen."


15.00 Uhr: Über die Zufahrt führt die Polizei jetzt abwechselnd die Lkw vom Gelände und dann wieder zum Gelände hin. Die Raiffeisen Genossenschaft Emsland Vechta versorgt die Treckerfahrer mit einer Gulaschsuppe. Der Verkehr kommt langsam wieder ins Rollen. Die LKW-Fahrer hupen zum Teil ungeduldig. Die Polizei sichert das Gelände ab. Neu hinzukommende Trecker fahren auf das angrenzende Gelände, um weiter Präsenz zu zeigen.

Foto: M. NiehuesFoto: M. Niehues

13.35 Uhr: Die Polizei hat das Angebot der Treckerfahrer angenommen. Diese haben die Zufahrt frei gemacht. Jetzt rollen die ersten LKW auf das Lidl-Gelände in Cloppenburg.

Foto: M. NiehuesFoto: M. Niehues

13.20 Uhr: Einsatzleiter Walter Sieveke von der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta hat soeben ein persönliches Gespräch mit den Demonstranten geführt. Die Treckerfahrer haben angeboten, eine einspurige Zufahrt zum Lidl Zentrallager freizuhalten. Den alternativen Versammlungsort wollen die Landwirte aber nicht annehmen.

Sie wollen durch die örtliche Präsenz den Druck auf Lidl aufrechterhalten, um die Firmenleitung dazu zu bewegen, persönlich mit ihnen zu sprechen. Die Sprecher der Landwirte beklagen die Arroganz der Konzernführung. Diese sei innerhalb von über 40 Stunden nicht bereit gewesen, mit ihnen zu sprechen. Die Polizei berät jetzt, ob sie sich auf die Forderungen der Landwirte einlässt.

Foto: HermesFoto: Hermes

13.00 Uhr: Landwirte und Polizei verhandeln derzeit: Nach Informationen von OM online wollen die Bauern offenbar die Blockade aufgeben und die Straße einspurig freigeben. Erste Treckerfahrer haben das Feld geräumt, es kommen allerdings noch immer weitere Traktoren nach. Mehrere Mannschaftswagen der Polizei sichern jetzt die Zufahrt ab. Die Firma Lidl gibt inzwischen Getränke an wartende Lkw-Fahrer aus.

Die Firma Lidl gibt inzwischen Getränke an die LKW-Fahrer aus. Fotos: M. NiehuesHermes
Einsatzleiter Walter Sieveke (links) von der Polizeiinspektion CloppenburgVechta.

12.40 Uhr: Die Polizei verlegt die Versammlung auf den Brookweg, wo keine anderen Menschen behindert werden. Demonstranten sollen sich jetzt dorthin bewegen.

Foto: HermesFoto: Hermes

12.25 Uhr: Eine 2. Durchsage der Polizei: Es wird weiter ein Versammlungsleiter gesucht. Findet sich dafür keine Person, legt die Polizei die Beschränkungen der Versammlung fest. Der Polizei zufolge liegt weiter der Tatbestand der Nötigung vor.


12.15 Uhr: Die Polizei hält eine Durchsage ab. Die Zusammenkunft wird nun als Versammlung gewertet. Die Landwirte sind dazu aufgerufen worden, einen Versammlungsleiter zu benennen.


12.00 Uhr: Die Polizei rückt mit schwerem Gerät an. Einsatzkräfte aus Hannover sind nun in Cloppenburg angekommen.

Foto: HermesFoto: Hermes

11.28 Uhr: „Wir werden standhaft bleiben“, sagt Stefan Grotjan aus Barßel. Er fordert nochmals das persönliche Gespräch mit Gehrig. „Ein Telefonat reicht nicht mehr aus.“ Sie selbst seien immer kompromissbereit gewesen, so Grotjan weiter. Angst vor der Polizei gebe es nicht. „Die Zusammenarbeit war immer gut. Und abschleppen würde ein paar Tage dauern.“ Unterdessen sind auch Landmaschinenhersteller vor Ort, sie unterstützen die Demonstranten mit Essen und Getränken.

Stefan Grotjan im Interview mit OM online. Foto: HermesStefan Grotjan im Interview mit OM online. Foto: Hermes

11.13 Uhr: Unterdessen warten wieder Lkw-Fahrer vor der Zufahrt. Ein Mann ist seit 27 Stunden unterwegs und muss bis Donnerstag wieder in Tschechien sein


11.04 Uhr: Die Landwirte betonen immer wieder die Bereitschaft, die Versammlung aufzulösen. Einzige Bedingung ist das Gespräch mit Gehrig.


10.35 Uhr: Die Landwirte fordern inzwischen, dass Klaus Gehrig persönlich vorstellig werden soll. Ein Telefonat genügt vielen nicht mehr. Zudem erklärten einige im Gespräch mit der Polizei, dass andere Ketten wie Edeka deutlich schneller und besser reagiert hätten


10.32 Uhr: Einsatzleiter Walter Sieveke ist offenbar weiterhin in Kontakt mit der Lidl-Geschäftsführung. Die Demonstranten fordern weiter eine Gespräch mit Klaus Gehrig, Leiter der Schwarz-Gruppe und Aufsichtsrat-Chef von Lidl und Kaufland.


10.25 Uhr: Das Kommunikationsteam der Polizei hat Kontakt zu den Demonstranten aufgenommen: „Lasst uns miteinander arbeiten statt gegeneinander“


10.15 Uhr: Nicht nur die Polizei rüstet auf, es kommen auch noch weitere Trecker angefahren. Gegen 9 Uhr verschaffte sich Ludger Otten, Geschäftsführer des Lidl-Zentrallagers, einen Überblick im Gespräch mit Einsatzleiter Walter Sieveke. Zu einem Austausch mit den Demonstranten kam es nicht

Fotos: Oliver Hermes

10.10 Uhr: Die Polizei sperrt jetzt die Zufahrtstraßen zum Lidl-Lager. Die Bauern reagieren trotzig: Sie stellen jetzt Stehtische auf und denken offenbar gar nicht daran, die Blockade aufzugeben.


09.55 Uhr: Ein paar Lastwagen dürfen das Tor passieren. Dann rollen wieder Traktoren vor das Tor.

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