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Kreis Vechta nimmt Abstriche im Hedwigstift

Die Testergebnisse sollen voraussichtlich am Dienstagvormittag vorliegen. Unterdessen verzeichnet das Gesundheitsamt eine Neuinfektion.

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Im Corona-Fokus: Das Haus St. Hedwig in Vechta. Foto: Chowanietz

Im Corona-Fokus: Das Haus St. Hedwig in Vechta. Foto: Chowanietz

Der Landkreis Vechta hat nach dem Corona-Ausbruch im Vechtaer Altenpflegeheim Haus St. Hedwig am Montag sämtliche Bewohner und Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet. Mit den Ergebnissen rechnet die Behörde voraussichtlich im Laufe des Dienstagvormittags. Am Sonntag waren 2 Bewohner - eine 92-Jährige und einen 84-Jähriger - mit einer Corona-Infektion gestorben.

Die Kreisverwaltung hat unterdessen im Vergleich zum Sonntag eine bestätigte Neuinfektion verzeichnet. Mit Stand vom Montag (5. Oktober) gibt es damit im Kreisgebiet insgesamt 740 bestätigte Corona-Infektionen. Derzeit befinden sich 3 infizierte Personen in stationärer Behandlung. 

Die Anzahl der Genesenen bleibt unverändert bei 624 Personen. Die Anzahl der Personen in Quarantäne steigt um 18 auf 746. Die Inzidenzzahl für den Landkreis Vechta liegt derzeit zudem bei 56,65. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (LGA) hatte am Montagvormittag eine 7-Tagesinzidenz von 54,6 für den Kreis Vechta herausgegeben - der höchste Wert in ganz Niedersachsen.

Aktuell sind nach den Angaben der Kreisverwaltung 100 Personen nachweislich mit dem Virus infiziert. Diese verteilen sich auf folgende Orte: 

  • 4 in Bakum
  • 2 in Damme
  • 4 in Dinklage
  • 4 in Goldenstedt
  • 3 in Holdorf
  • 16 in Lohne
  • 4 in Neuenkirchen-Vörden
  • 5 in Steinfeld
  • 54 in Vechta
  • 4 in Visbek

Die Landesregierung stellte am Montag ein neues Corona-Handlungskonzept mit verschiedenen Eskalationsstufen vor, das örtlichen Behörden in Niedersachsen beim Ergreifen von Gegenmaßnahmen helfen soll. Grundlage sind 4 Szenarien, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann.


Im Überblick: Aktive Coronafälle im Kreis Vechta


Hinweis: Zahlen über Zahlen, da verliert man schnell den Überblick. Doch welcher Wert ist wofür entscheidend? Wir bemühen uns gerade jetzt bei der angespannten Lage im Kreis Vechta so verständlich wie möglich das Infektionsgeschehen darzustellen. Wir veröffentlichen die Daten des Vechtaer Gesundheitsamtes. Die veröffentlichten Zahlen können auch jederzeit überprüft werden. Hier gibt es diese Links:

Wie viele neue Infektionen gibt es im Landkreis Vechta? Wo sind Quarantänefälle nötig? In unserer Berichterstattung greifen wir außerdem die vom Vechtaer Gesundheitsamt berechnete 7-Tagesinzidenz auf, weil diese aufgrund der aktuellsten Daten noch am selben Tag veröffentlicht wird. Hier gibt es die Daten des Vechtaer Gesundheitsamtes.

Die veröffentlichten Zahlen des Landesgesundheitsamtes in Hannover basieren auf den Daten des Vechtaer Gesundheitsamts vom Vortag. Sollte der dort berechnete Grenzwert von 50 überschritten werden, ist die Kreisbehörde in der Regel dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um die Infektionen einzudämmen. Neu: Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass erste Maßnahmen schon bei einem Wert über 35 geprüft bzw. getroffen werden sollen. Wichtiger Hinweis: Die Zahlen werden nachträglich überarbeitet. Heißt: Die aktuell gemeldete Zahl kann an den darauffolgenden Tagen noch nach oben oder unten korrigiert werden. Hier gibt es die Übersichtskarte des Landesgesundheitsamtes.

Einige Bundesländer überprüfen beim Robert-Koch-Institut, ob ein Landkreis den Grenzwert überschritten hat und erlassen ggf. Maßnahmen (z.B. ein Beherbungsverbot) für Einwohner des betroffenen Landkreises. Das RKI hat aber andere Werte/Berechnungen als das Landesgesundheitsamt - unter anderem auch wegen der zeitlichen Meldeverzögerung. Deshalb weicht der Wert auch (teilweise sehr deutlich) von den Gesundheitsämtern ab. Wenn Sie verreisen möchten, können sie hier die Übersichtskarte des Robert-Koch-Institutes aufrufen. Noch einmal der Hinweis: Die Einschätzung des RKI beeinflusst nicht die Maßnahmen, die auf Kreisebene entschieden werden. Das RKI deklariert im Übrigen auch keine Risikogebiete. Das entscheiden die Landesgesundheitsämter der jeweiligen Bundesländer.

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