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Geflügelpest: Kreis erlässt Wiedereinstallungsverbot

Als Reaktion auf den ersten Fall von Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg ist am Mittwoch ein Wiedereinstallungsverbot für Puten in drei Kommunen erlassen worden. Es gilt ab dem 25. Dezember.

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Symbolfoto: dpa

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Die Cloppenburger Kreisverwaltung hat eine weitere Maßnahme zum Schutz vor der Geflügelpest erlassen. Per Allgemeinverfügung gilt ab dem 25. Dezember ein Wiedereinstallungsverbot für Puten in den beiden Gemeinden Emstek und Garrel sowie in der Stadt Cloppenburg. Das heißt: Nach einer Ausstallung müssen mindestens 30 Tage vergehen, bis ein neuer Puten-Bestand in dem Stall untergebracht wird. In dieser Zeit muss der Stall also leer bleiben.

"Sollte das jeweilige Gebäude bereits leer stehen, dürfen erst 30 Tage nach Inkrafttreten der Allgemeinverfügung wieder Tiere einziehen", erklärte Kreissprecher Sascha Rühl am Mittwoch.

Hintergrund des Wiedereinstallungsverbots ist der erste Fall von Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg. Betroffen war ein Stall in Kellerhöhe. Nachdem die Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N8 bestätigt wurde, mussten 17.000 Puten notgekeult werden. Rund um den Stall wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von 3 Kilometern gezogen.

Infektionsrisiko wird als hoch eingestuft

Die Geflügeldichte beträgt laut Angaben in der Gemeinde Emstek rund 13.000 Tiere pro Quadratkilometer, in der Gemeinde Garrel fast 14.000 und in der Stadt Cloppenburg über 7000. "In der Gemeinde Emstek, der Gemeinde Garrel und der Stadt Cloppenburg befinden sich außerhalb der festgelegten Restriktionsgebiete insgesamt 27 geflügelhaltende Betriebe mit ca. 324.000 gehaltenen Truthühnern", erklärte Rühl. Aufgrund der Nähe zum Sperrbezirk werde das Infektionsrisiko als hoch eingestuft.

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