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Frühlingsgefühle und das Kribbeln in der Nase

Kolumne: Die Generation Z zeigt's Ihnen – Mit steigenden Temperaturen und verlängerter Tageszeit kommen zu dieser Jahreszeit häufig Frühlingsgefühle auf – es sei denn, man hat eine Allergie.

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Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Winter zunehmend verdrängen, steigt in der Regel auch bei mir die Vorfreude auf das bessere Wetter. Doch während die meisten Menschen sich neben der verlängerten Tageszeit und den steigenden Temperaturen wohl auch auf die blühenden Blumen freuen können, sorgen tränende Augen, eine kribbelnde Nase und immer wiederkehrende Atemprobleme bei Pollenallergikern oftmals für einen faden Beigeschmack in der Blütezeit.

Auch für mich heißt es deshalb wie in jedem Jahr am Anfang des Februars, dass ich überprüfen muss, ob in meiner Medikamenten-Schublade noch genügend Allergiemittel und Taschentücher vorrätig sind. Doch auch bei voller Schublade komme ich dann spätestens zum meteorologischen Frühlingsanfang um den ersten jährlichen Apotheken-Besuch nicht mehr herum. Auf meinem Einkaufszettel stehen dann vor allem: Antihistaminika-Tabletten (die das Leiden zwar reduzieren, aber keineswegs stoppen), Nasenspray (dessen Verwendung mir vom bloßen Ansehen jedes Mal einen Schauer über den Rücken jagt) und seit dem vergangenen Jahr auch ein Inhalator, der – zugegebenermaßen – meine allergiebedingten Atemprobleme wirklich gut in den Griff bekommt.

„Blöd ist es dann nur, wenn man feststellen muss, dass die Blütezeit der eigenen Allergien zeitlich genau aufeinander folgen – und man quasi von Anfang Februar bis Anfang Juni dauerbetroffen ist.“

Hilfreich ist zu dieser Zeit auch der tägliche Blick auf das Pollenflug-Radar oder die Orientierung am Pollenflug-Kalender. Das Online-Radar teilt mir und meinen Leidensgenossen nämlich live mit, an welchen Tagen der Wind den Pollenflug besonders begünstigt – und die allergischen Symptome dementsprechend stark sind. Im Kalender können Betroffene zudem nachschauen, wann welche Pflanzenart ihre Haupt-Blütezeit hat. Blöd ist es dann nur, wenn man feststellen muss, dass die Blütezeit der eigenen Allergien zeitlich genau aufeinander folgen – und man quasi von Anfang Februar bis Anfang Juni dauerbetroffen ist.

So werden meine Büro-Nachbarn es auch in Zukunft etwa halbjährlich verkraften müssen, dass ihre Konzentration auch während des fokussierten Arbeitens immer mal wieder von einem lauten „Hatschi“ aus meiner Richtung unterbrochen werden könnte (Sorry!). Allerdings wissen sich die meisten Kollegen in solchen Situationen ohnehin mit lustigen Vergleichen auf meine Kosten zu helfen.

Wie rund 70 Prozent der Baumpollen-Allergiker gehöre übrigens ich zu den Menschen, die von einer Kreuzreaktion mit Lebensmitteln betroffen sind. Das bedeutet in meinem Fall, dass ich auch keine „rohen“ Äpfel, Bananen oder Karotten verzehren kann, ohne dass sich in meinem Rachenbereich ein kurzweiliger Juckreiz auslöst. Das ist dann spätestens bei der Auswahl der Pausen-Snacks auch wirklich nervig. Aber immerhin habe ich so auch stets eine Ausrede parat, wenn ich meinen täglichen Obst- und Gemüsebedarf mal wieder nicht decken konnte. 


Zur Person:

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