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Auch im Kreis Cloppenburg kommt jetzt die 3G-Regel

Das Robert-Koch-Institut hat neue Werte für das Oldenburger Münsterland veröffentlicht. Für Cloppenburg liegt der Wert mit 70,1 den 5. Tag über dem 50er-Grenzwert. Das müssen Sie jetzt wissen ...

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Wer nicht nachweislich geimpft oder genesen ist, benötigt ab Samstag ein negatives Testergebnis – zum Beispiel, um ins Cloppenburger Schwimmbad zu kommen. Symbolfoto: M. Meyer

Wer nicht nachweislich geimpft oder genesen ist, benötigt ab Samstag ein negatives Testergebnis – zum Beispiel, um ins Cloppenburger Schwimmbad zu kommen. Symbolfoto: M. Meyer

Seit dem heutigen Donnerstag greift im Landkreis Vechta die 3G-Regel, nun müssen sich auch die Menschen im Kreis Cloppenburg darauf einstellen: Denn die 7-Tage-Inzidenz liegt nach aktuellen Daten des Robert-Koch-Institutes (RKI) den 5. Tag in Folge über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen binnen einer Woche. Das Berliner Institut hat am Donnerstag einen Wert von 70,1 berechnet. Der Landkreis Cloppenburg muss dies noch amtlich mit einer Allgemeinverfügung feststellen. Die 3G-Regel wird dann zum übernächsten Tag – also am Samstag – wirksam.

Am Vortag hatte es noch Verwirrung um die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Cloppenburg gegeben. Das RKI hatte am Mittwochmorgen zunächst mit 49,2 einen Wert knapp unter 50 veröffentlicht. Am Nachmittag wurde die Inzidenz dann korrigiert. Wie Kreissprecher Frank Beumker mitteilte, lag der Wert anschließend bei 67,2. Der Grund für die niedrigere Zahl am Vormittag sei ein Fehler in der Meldekette gewesen.

Für die Menschen im Kreis Cloppenburg hat die Einführung der 3G-Regel nun folgende Auswirkungen: Wer nicht nachweislich geimpft oder genesen ist, benötigt dann ein negatives Testergebnis, um zu folgenden Bereichen Zutritt zu erhalten:

  • Innengastronomie (zum Beispiel Restaurants und Bars)
  • Körpernahe Dienstleistungen (dazu gehören Friseursalons, Kosmetik- und Nagelstudios, Solarien, Massagepraxen und Tattoo-Studios)
  • Medizinische Dienstleistungen (unter anderem Physiotherapeuten, Fußpflege, Ergotherapeuten, Heilpraktiker, Orthopädieschuhmacher)
  • Schwimmhallen, Saunen und Thermen
  • Sporteinrichtungen in geschlossenen Räumen (auch Fitnessstudios)
  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 25 Teilnehmern (das gilt auch für private Feiern)
  • Kulturelle Einrichtungen in geschlossenen Räumen (dazu zählen Kinos und Theater)
  • Spielhallen und Casinos

Das Testergebnis darf bei einem Schnelltest (oder einen Selbsttest unter Aufsicht) nicht älter als 24 Stunden sein. Bei einem PCR-Test gilt eine 48-Stunden-Frist. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren (oder nicht eingeschult) sowie Kinder und Jugendliche, die die Schule besuchen. Der Grund: Schüler müssen sich in Niedersachsen regelmäßig testen lassen – so das Argument der Landesregierung.

Wer kontrolliert das? Die Gastronomen, Veranstalter und Dienstleister in den oben genannten Bereichen müssen den Nachweis einer Impfung oder Genesung beziehungsweise das negative Testergebnis "aktiv einfordern", heißt es im Verordnungstext. Sollte der Gast, Besucher oder Kunde dem nicht nachkommen, sind diese dazu verpflichtet, den Zutritt zu verweigern. Sie müssen außerdem das Personal, das nicht nachweislich geimpft oder genesen ist, 2 Mal in der Woche testen lassen. Die Behörden können ein Testkonzept verlangen.

Gilt im Landkreis Cloppenburg jetzt eine Warnstufe? Nein. Die Einführung der 3G-Regel greift unabhängig von der Warnstufe, weil die 7-Tage-Inzidenz jetzt seit 5 Werktagen in Folge über 50 liegt. Für das Ausrufen einer Warnstufe sind zwei landesweite Werte zu berücksichtigen. Die 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz (dabei geht es um die Aufnahme von Infizierten in den Krankenhäusern in ganz Niedersachsen) lag am Donnerstag laut dem Land Niedersachsen bei 3,2 (Vortag 3,0) – der Grenzwert für Warnstufe 1 wäre 6. Die Quote für die Intensivbettenbelegung liegt bei 3,7 Prozent (Vortag 3,7) – der Grenzwert für Warnstufe 1 wäre 5 Prozent. Erst wenn einer dieser beiden landesweiten Grenzwerte und die lokale 7-Tage-Inzidenz dauerhaft oberhalb von 35 (in diesem Fall wird der Grenzwert also herabgesenkt) liegt, gilt die Warnstufe.

Gibt es auch Kontaktbeschränkungen? Nein. Die 3G-Regel gilt erst einmal nur für die oben genannten Bereiche. Kontaktbeschränkungen für private Treffen gibt es nicht. Bei Feiern empfiehlt die Landesregierung allerdings, freiwillig auf die 3G-Regel zu achten, bei über 25 Teilnehmern in geschlossenen Räumen wird aus der Empfehlung allerdings eine Pflicht (siehe oben). Die allgemeinen Regeln und Empfehlungen gelten wie bisher.

Wie hat sich die 7-Tage-Inzidenz für Cloppenburg in den letzten Tagen entwickelt? Der Wert ist am Donnerstag im Vergleich zum Vortag (67,2) leicht gestiegen. Am vergangenen Samstag (28. August) hatte die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner erstmals die 50er-Marke überschritten – Sonntage werden bei der Bewertung für die Einführung der 3G-Regel nicht berücksichtigt. Zuletzt war der Wert jeden Tag weiter gestiegen, wenn auch nur in leichten Schritten. Der aktuelle Wert von 70,1 am Donnerstag basiert auf 121 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen.


Kreis Vechta liegt ebenfalls weiter über dem Grenzwert 

Im Landkreis Vechta ist die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. Die Berechnungen des RKIs haben einen Wert von 72,4 ergeben. Auch hier liegt die Inzidenz somit weiter über dem 50er-Grenzwert, die 3G-Regel ist am Donnerstag in Kraft getreten. Am Vortag betrug der Wert 69,6. Die Berechnungen basieren auf 104 Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohnern. Eine Warnstufe gilt für Vechta ebenso wie für Cloppenburg derzeit nicht. 

  • Info: Eine Übersicht über die aktuellen Corona-Regeln des Landes, der Warnstufen und der sogenannten 3G-Regelung finden Sie hier auf OM Online.

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