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Diese Corona-Regeln gelten jetzt im Oldenburger Münsterland

Neue Verordnung, neue Zahlen als Kriterien: In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta gilt aktuell keine Warnstufe. Allerdings bleibt's weiterhin bei ein paar Grundregeln.

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Bei der Abstands- und Maskenpflicht bleibt es auch in der neuen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen. Symbolfoto: dpa

Bei der Abstands- und Maskenpflicht bleibt es auch in der neuen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen. Symbolfoto: dpa

Die 7-Tage-Inzidenz bei den Corona-Fällen in Niedersachsen ist am Mittwoch auf 43,6 gestiegen. Für die Bewertung der Corona-Lage in Niedersachsen ist die Inzidenz von diesem Mittwoch an eine von 3 wichtigen Kennziffern. Künftig spielen auch die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern Niedersachsens und die Zahl der von ihnen belegten Intensivbetten eine wichtige Rolle. Überschreiten sie bestimmte Werte, gelten verschiedene Warnstufen.

Nach Daten vom Dienstag gelten in den Landkreisen Cloppenburg  (aktuelle 7-Tage-Inzidenz am Mittwoch: 41,0) und Vechta (aktuelle 7-Tage-Inzidenz am Mittwoch: 49,7) keine Warnstufen. Davon unabhängig gelten laut Corona-Verordnung "allgemeine Verhaltenspflichten" und Schutzmaßnahmen.

  • Kontaktbeschränkungen gibt es seit dem 25. August nicht mehr, das gilt für private Treffen oder in der Öffentlichkeit. Begrenzungen auf Haushalte und Personenanzahl fallen weg. Allerdings empfiehlt die Landesregierung, bei größeren Feiern freiwillig die 3G-Regel anzuwenden (heißt: Teilnehmer sind geimpft, genesen oder negativ getestet).
  • Die Abstandsregel von 1,5 Metern gilt weiterhin.
  • Die Maskenpflicht gilt weiterhin und auch für jedermann – dabei sind medizinische Masken vorgeschrieben.
  • Die Maskenpflicht gilt hier: in Bussen und Bahnen, an Haltestellen, in Bahnhöfen und Flughäfen. In der Innengastronomie, wenn der Sitzplatz verlassen wird. In Supermärkten und im Einzelhandel. Bei körpernahen Dienstleistungen. Bei Veranstaltungen in Innenräumen, wenn mehr als 25 Personen teilnehmen, die nicht geimpft, genesen oder getestet sind. Während des Fahrschulunterrichtes. Bei touristischen Fahrten mit Bus, Schiff oder Kutsche (es sei denn, alle Teilnehmer sind geimpft, genesen oder getestet).
  • Kontaktnachverfolgung: Um Infektionsketten nachvollziehen können, müssen weiterhin die Kontaktdaten (bestenfalls digital, z.B. mit der Luca-App) erfasst werden. Das gilt hier: körpernahe Dienstleistungen; Gastronomie, Diskos, Clubs und Shisha-Bars; Beherbergungsbetriebe; Saunen, Thermen und Schwimmhallen; Sitzungen, Zusammenkünften und Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 25 Personen; Fahr- und Flugschulen; touristische Busreisen; Spielbanken und -hallen; öffentliche und private Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich, Musik- und Volkshochschulen; Veranstaltungen mit mehr als 25 bis 1000 Teilnehmern und Großveranstaltungen bis 25.000 Personen; Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen; Alten- und Pflegeheime.
  • Hygienekonzepte sind weiterhin erforderlich – und zwar überall dort, wo es Kunden- und Besuchsverkehr gibt oder eine Veranstaltung stattfindet. Einzige Ausnahme sind private Feiern, an denen höchstens 25 Personen teilnehmen, die die nicht geimpft, genesen oder getestet sind.
  • Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime: Zutritt nur mit Impf- oder Genesungsnachweis oder einem negativen Testergebnis. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein.
  • Discos, Clubs, Shisha-Bars: Hier gilt prinzipiell die 3G-Regel – egal, ob eine Warnstufe gilt, oder nicht. Heißt: Zutritt nur für Geimpfte und Genesene und für diejenigen, die ein negatives Testergebnis (maximal 24 Stunden alt) vorlegen können. Beschränkung auf 50 Prozent der sonst zulässigen Zahl der Gäste. Sollte ein Betreiber hingegen nur Geimpfte und Genesene teilnehmen lassen, entfällt die Maskenpflicht abseits des Sitzplatzes. 
  • Veranstaltungen (1000 bis 5000 Teilnehmer): Hier gilt wie in den Discos die 3G-Regel. Vorherige Genehmigung erforderlich. Messen sind mit maximal 50 Prozent der Teilnehmerkapazität erlaubt.
  • Großveranstaltungen (5000 bis 25.000 Teilnehmer oder 50 Prozent der Personenkapazität): Auch hier gilt die 3G-Regel. Vorherige Genehmigung erforderlich. Kontaktnachverfolgung über personalisierte Tickets. Gesondertes Hygienekonzept wird verlangt.

Die Voraussetzungen dafür, dass die Landkreise Cloppenburg und Vechta von der 1. Warnstufe betroffen sein könnten, sind derzeit nicht in greifbarer Nähe – auch wenn beide Landkreise bereits seit mehreren Tagen deutlich über den 35er-Grenzwert liegen. Grund dafür ist die aktuell entspannte Lage in Niedersachsens Krankenhäusern. Deren Daten sind nämlich jetzt mitentscheidend. Die 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz liegt am Mittwoch bei 2,1 (für Warnstufe 1 ist der Wert 6 erforderlich).  Die Intensivbettenbelegung liegt bei 1,9 Prozent (für Warnstufe 1 erforderlich 5 Prozent). Diese beiden Zahlen sind also deutlich unter den Grenzwerten.

Allerdings könnte im Oldenburger Münsterland die 3G-Regel unabhängig von den Warnstufen zum Einsatz kommen. Und zwar dann, wenn in einem Landkreis die 7-Tage-Inzidenz an 5 aufeinanderfolgenden Werktagen über 50 liegt. Dieser Marke hat sich der Landkreis Vechta am Mittwoch mit 49,7 nun angenähert. Wenn diese Voraussetzung gegeben ist, gilt die 3G-Regel wie in Warnstufe 1 beschrieben. Das beinhaltet dann diese Punkte, die vor allem Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene betrifft:

  • Innengastronomie: Zutritt nur noch mit Impf- oder Genesungsnachweis oder einem negativen Testergebnis. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein.
  • Sitzungen und Veranstaltungen (25 bis 1000 Teilnehmer): Zutritt nur noch mit Impf- oder Genesungsnachweis oder einem negativen Testergebnis. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein. Ausnahmen können genehmigt werden.
  • Tourismus: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich bei der Anreise und danach 2-mal pro Woche testen lassen.
  • Die 3G-Regel gilt auch für körpernahe Dienstleistungen.
  • Bei Sport in geschlossenen Räumen (auch Fitnessstudios) gilt ebenfalls die 3G-Regel.
  • Beim negativen Testnachweis gilt prinzipiell: Das Ergebnis eines Schnelltests darf nicht älter sein als 24 Stunden. Das Ergebnis eines PCR-Tests darf nicht älter als 48 Stunden sein.

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