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Steinfelds neuer Bürgermeister will die Wirtschaftsförderung stärken

Sebastian Gehrold kündigte während der MIT-Versammlung an, einen Ansprechpartner für die Betriebe im Rathaus zu installieren. Auch einen Beauftragten für die Vereine soll es künftig geben.

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Er ist das neueste Mitglied der MIT Steinfeld-Mühlen: Bürgermeister Sebastian Gehrold (links) nahm während der Versammlung im Landgasthaus Stärk-Berding einen Blumenstrauß und ein Buchpräsent aus den Händen des Vorsitzenden Bernd gr. Holthaus entgegen. Foto: Röttgers

Er ist das neueste Mitglied der MIT Steinfeld-Mühlen: Bürgermeister Sebastian Gehrold (links) nahm während der Versammlung im Landgasthaus Stärk-Berding einen Blumenstrauß und ein Buchpräsent aus den Händen des Vorsitzenden Bernd gr. Holthaus entgegen. Foto: Röttgers

Der Gemeindeverband Steinfeld-Mühlen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) hat 103 Mitglieder. Jüngster Neuzugang der CDU/CSU-Wirtschaftsvereinigung ist Sebastian Gehrold. Steinfelds neuer Bürgermeister sprach jüngst auf der MIT-Mitgliederversammlung im Landgasthaus Stärk-Berding. Der 49-Jährige berichtete von seinen ersten Erfahrungen im neuen Amt und gab einen Ausblick auf 2023.

Gehrold sagte: "Ich freue mich auf Steinfeld. Hier bin ich gut gelandet." Aktuell wohne er bei seiner Mutter "in meinem Kinderzimmer in Vechta". Im Januar steht für ihn und seine 5-köpfige Familie – der bisherige Wahlberliner ist mit seiner Frau Susan verheiratet und hat mit ihr eine Tochter und zwei Söhne (8, 11 und 14 Jahre) – der Umzug an die Ostlandstraße an. 

Gehrold versteht sein neues Amt nach eigenen Angaben als Dienstleister. "Kommen wir ins Gespräch", forderte er zum konstruktiven Dialog auf. Er wolle „Steinfelds Stärken stärken und pflegen“, betonte der Verwaltungschef. Gerade die inhabergeführten Unternehmen hätten Steinfeld in der Vergangenheit "finanziell robust" gemacht. Dies sei etwas Besonderes für Kommunen und "ein großer Schatz für die Gemeinde".

Maximal halbe Stelle für die Wirtschaftsförderung

Gehrold setzt auf regelmäßige Unternehmertreffen, um im Gespräch zu bleiben. Die Betriebe seien "die Sensoren der Gemeinde", urteilte er. Bei ihnen seien Fragen nach Wohnraum, Kinderbetreuung oder Jobs für Angehörige täglich präsent.

Um seinem Anspruch gerecht zu werden, will der neue Bürgermeister der bisher mit der Bauamtsleitung verknüpften Wirtschaftsförderung ein eigenes Gesicht geben. Wie er im Gespräch mit OM-Medien mitteilte, möchte er einen direkten Ansprechpartner für die Betriebe im Rathaus installieren. "Diese Person braucht Zeitkontingente, um die Aufgabe zu erfüllen", sagte er. Ihm schwebt "maximal eine halbe Stelle" vor, die er "gerne aus dem Haus heraus" besetzen möchte.

"Ich führe mit meinem Amtskollegen Dr. Wolfgang Krug bereits Gespräche über ein interkommunales Gewerbegebiet zwischen Holdorf und Steinfeld."Sebastian Gehrold, Steinfelds neuer Bürgermeister

Gehrold will zeitnah auch einen Beauftragten für die Vereine benennen. Die "reiche Vereinskultur" der Gemeinde sei ihm ein "besonderes und großes Anliegen". 

Während seines Vortrags ging Gehrold auf die Personalnot im Bauamt ein. Derzeit laufen 2 Ausschreibungen für einen Klimaschutzmanager und eine weitere Fachkraft. Doch bis die Situation sich entspanne, brauche es Zeit, mahnte der Bürgermeister – und möglicherweise weiteres Personal. "Das ist ein eher langfristiges Projekt."

Die aus der Versammlung angesprochene "Funkstille zwischen Holdorf und Steinfeld" erklärte Gehrold für beendet. Er sagte, dass er mit seinem Amtskollegen Dr. Wolfgang Krug bereits Gespräche über "ein interkommunales Gewerbegebiet zwischen Holdorf und Steinfeld" führe.

Spatenstich für die neue Kita ist am Mittwoch

Der Erste Gemeinderat Oliver Netzband präsentierte einige Statistiken, darunter seine "persönliche Lieblingszahl", die 300. Damit meinte er die Steuerhebesätze, die allesamt diesen Wert aufweisen. Bei der Gewerbesteuer gehört Steinfeld damit zu den "günstigsten" Kommunen in Niedersachsen. Netzband skizzierte die Haushaltsplanung für 2023 mit Investitionen von mehr als 11 Millionen Euro. Das Zahlenwerk schließt dennoch mit einem Plus von 362.000 Euro ab.

Weitere zentrale Punkte des Vortrags: Die Vermarktung des neuen Industrie- und Gewerbegebietes "Rouen Esch" läuft an. 38 Interessenten gibt es bereits für die Flächen im Südwesten der Gemeinde. Der symbolische Spatenstich für die neue Kita am Schemder Weg ist am Mittwoch (16. November).

Der MIT-Vorsitzende Bernd große Holthaus wies unter anderem auf den 12. Unternehmerabend am 2. Februar 2023 im Hotel Bergmark hin. Ehrengast ist die CDU-Bundestagsabgeordnete und MIT-Bundesvorsitzende Gitta Connemann.


Fakten

  • Vorsitzender des Gemeindeverbandes Steinfeld-Mühlen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ist Bernd große Holthaus.
  • Dem MIT-Vorstand gehören weiter der 2. Vorsitzende Markus Pille, Geschäfts- und Kassenführer Otto Wüst, Schriftführer Jürgen Völkerding sowie die Beisitzer Irene Lammers, Dr. Alexandra Görgens, Helmut Kohake, Sven Volkmer, Harald Rösler und Klaus Tapken an.

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