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Drei Überraschungen für drei besonders Engagierte: Der KSB Cloppenburg zeichnet drei verdiente Heimatsportler aus

Davon, dass sie eine Ehrung erhalten würden, ahnten Mechthild Preut, Thomas Willen und Ludger Ostermann nichts. Umso größer war ihre Freude über den Preis des Kreissportbundes.

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Glückliche Geehrte und die KSB-Vertreter: Waltraud Behrens (KSB-Gleichstellungsbeauftragte, v. l.), Dr. Franz Stuke (KSB-Präsident), Thomas Willen, Mechthild Preut, Ludger Ostermann und Alexander Verst (KSB-Verwaltung). Foto: Wenzel

Glückliche Geehrte und die KSB-Vertreter: Waltraud Behrens (KSB-Gleichstellungsbeauftragte, v. l.), Dr. Franz Stuke (KSB-Präsident), Thomas Willen, Mechthild Preut, Ludger Ostermann und Alexander Verst (KSB-Verwaltung). Foto: Wenzel

Als sie das „Waikiki“ in Cappeln betraten, ahnten sie nicht, dass auch sie bei der OM-Sportlerehrung eine Hauptrolle spielen würden. Umso größer war die Freude bei Mechthild Preut, Thomas Willen und Ludger Ostermann, als Dr. Franz Stuke, Präsident des Kreissportbundes (KSB) Cloppenburg, sie nach und nach zu sich bat, um sie zu ehren. Sie alle erhielten den Breitensportpreis des KSB.

„Ich habe nichts gewusst“, sagte Ludger Ostermann, der mit seiner Frau Annette der Ehrung beiwohnte, und lachte. Mechthild Preut und Thomas Willen erging es da nicht anders. Sie sind Ehrenamtliche, wie sie im Buche stehen. Ihr Einsatz für den Sport ist überraschend vielseitig – nun hatten sie sich ihre Überraschung vor 258 geladenen Gästen mehr als verdient.

Mechthild Preut (Ruderverein Barßel): Seit Jahrzehnten macht sich Mechthild Preut „um den Sport, um das Ehrenamt und um die Gesellschaft verdient“, sagte Stuke. Am Gymnasium in Friesoythe und später an der Realschule Barßel arbeitete sie als Sportlehrerin und nahm bereits das Sportabzeichen ab. Mittlerweile ist sie pensioniert, doch der Sport spielt noch immer eine große Rolle: Seit 53 (!) Jahren ist sie als Übungsleiterin in Frauen- und Jugendgruppen verschiedener Vereine aktiv.

Eine strahlende Preisträgerin: Mechthild Preut. Foto: MentrupEine strahlende Preisträgerin: Mechthild Preut. Foto: Mentrup

Doch das ist noch nicht alles: Seit 1987 engagiert sich Preut im Vorstand des Rudervereins Barßel. 1987? Genau: Das ist das Gründungsjahr des Vereins. Und seit Tag eins ist Preut nicht nur dabei, sondern eine prägende Figur. Sie führte Angebote für die Jüngsten wie das Kinder- und das Eltern-Kind-Turnen, aber auch für die Ältesten wie „Trittsicher in die Zukunft“ ein, und machte natürlich ihre Übungsleiterlizenzen. „Das kostet hunderte Stunden an Freizeit und schreckt manch einen ab“, wusste Stuke. Nicht aber Mechthild Preut.

Thomas Willen (SV Evenkamp): Thomas „Tommy“ Willen, das machte Stuke deutlich, „lebt den Fußball“. Das weiß man – mindestens – im Cloppenburger Südkreis nur zu gut. Insbesondere beim SV Evenkamp und bei der JSG Hasetal-Mitte. Alsbald nach seiner aktiven Laufbahn stieg Willen als Jugendtrainer beim SVE ein – und ist seitdem unermüdlich im Einsatz. Er sorgt dafür, dass sein Verein neue Trainer und Betreuer gewinnt und springt im Fall der Fälle auch selbst ein. Er fungiert zudem als Bindeglied zwischen Kindergarten, Schule und Verein, denn insbesondere die Arbeit mit den Kleinsten macht ihm Spaß. Dass Willen mit seinem Herz für den Kinder- und Jugendfußball auch ein wichtiger Teil der JSG Hasetal-Mitte ist, passt ins Bild. Er ist sogar Gründungsmitglied der 2019 aus der Taufe gehobenen Spielgemeinschaft.

Lass dich umarmen: Thomas Willen (l.) und KSB-Präsident Dr. Franz Stuke. Lass dich umarmen: Thomas Willen (l.) und KSB-Präsident Dr. Franz Stuke.

Dem SVE hat er auch in schweren Stunden stets die Treue gehalten – und mehr: „2015, als der Verein am Boden lag und kurz vor der Abmeldung stand, hat er sich in vielen Gesprächen darum gekümmert, dass der SVE wieder einen 1. Vorsitzenden bekommt und es aufwärts ging“, erinnerte Stuke. Willen stieg als Jugendobmann ein und blieb bis 2023 in dieser Rolle. Der SVE ist Thomas Willens Familie. „Und seine Familie ist froh, ihn zu haben“, so Stuke.

Ludger Ostermann (SV Cappeln): „Ein Ehrenamtlicher und Sportsmensch vom Feinsten“, „ein Volleyballer durch und durch“ und „das Herz des Volleyballs in Cappeln“ nannte Stuke Ludger Ostermann. Und damit hatte er ihn perfekt beschrieben: Seit mehr als 40 Jahren engagiert sich Ostermann für den SVC und insbesondere dessen Volleyballabteilung. Er ist Abteilungsleiter, Turnierorganisator, Spieler und Trainer in Personalunion, gewinnt neue Coaches, entwickelt Spielerinnen und entfacht die Begeisterung für seinen Sport in der gesamten Gemeinde.

Zwei, die sich verstehen: Ludger Ostermann (l.) und Dr. Franz Stuke. Foto: MentrupZwei, die sich verstehen: Ludger Ostermann (l.) und Dr. Franz Stuke. Foto: Mentrup

Unter ihm hat es die 1. Frauenmannschaft bis in die Regionalliga geschafft – ein Riesenerfolg. Dass er es auch als Spieler immer noch drauf hat, hat Ostermann oft bewiesen. Mit der Ü53 zog er im Jahr 2024 ins DM-Finale ein, im vergangenen Jahr spielte er für die niedersächsische Polizeiauswahl. Eines ist sicher: Der Volleyball in Cappeln stünde ohne ihn nicht so gut da wie heute.

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