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Arg gebeutelt - und einfach nicht gut genug

Rasta Vechta steigt aus der 1. Bundesliga ab. Der sportliche K.o. ist das Ergebnis einer fatalen Verkettung  von unglücklichen Umständen und falschen Entscheidungen.

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Carsten Boning

Carsten Boning

Es bahnte sich seit Wochen an, jetzt ist es auch amtlich: Rasta Vechta steigt aus der 1. Bundesliga ab, zum dritten Mal in fünf BBL-Jahren reicht es nicht. Dass der Klub in Pandemie-Zeiten nicht an die zwei wunderbaren Jahre mit dem Playoff-Halbfinale 2019 und dem anschließenden Champions-League-Abenteuer anknüpfen konnte, war von Anfang an klar – das hatte auch keiner auf dem Zettel, weder Fans noch Sponsoren noch der Klub selbst.

Die Erwartungen waren gering, realistisch halt. Aber dass der Absturz so gravierend ist, dass sich Rasta so oft nicht BBL-tauglich präsentierte, wirft Fragen auf. Es war eine fatale Verkettung unglücklicher Umstände und falscher Entscheidungen. Unbestritten ist, dass Rastas Verletzungspech enorm war. Kaum eine Mannschaft war so gebeutelt.

Dieses Dilemma erklärt vieles, aber längst nicht alles. Rastas Team war in Summe nicht bereit für den Abstiegskampf; zu weich, viel zu anfällig in der Defense, athletisch meist klar unterlegen, offensiv einfach auszurechnen und ohne konstante Führung. Die Tabelle lügt nicht, es mangelte an Qualität.

Die Kaderplanung im Sommer mag wirtschaftlich vernünftig gewesen sein, sportlich aber war sie tödlich. Und das Nachjustieren klappte auch nicht. Rasta hat sich erneut in totale Abhängigkeit von einem Trainer begeben, der ohne richtigen Gegenpart tun und lassen konnte, was der Etat hergab. Eine riskante Lotterie, diesmal wieder mit vielen Nieten.

Im Nachhinein ist man immer schlauer – ein Satz von Klubchef Stefan Niemeyer aus dieser Woche. Er passt zum Personalpuzzle und zum Trainerwechsel, der verpuffte, weil er – und auch das dürfte inzwischen klar sein – zu spät kam.

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