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Heinz Hanken mag Galloways und Uhus und hat politisch dicke Bretter zu bohren

Sehr persönliche Ansichten – immer dieselben 10 Fragen: Dieses Mal: Der in Varnhorn lebende Naturschützer, Rentner und Kreistagspolitiker Heinz Hanken.

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Weitsicht: Mit diesem Fernrohr ist Heinz Hanken häufig im Naturschutzgebiet „Bäken der Endeler und Holzhauser Heide“ unterwegs, um Uhus zu beobachten. Foto: Berg

Weitsicht: Mit diesem Fernrohr ist Heinz Hanken häufig im Naturschutzgebiet „Bäken der Endeler und Holzhauser Heide“ unterwegs, um Uhus zu beobachten. Foto: Berg

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Gesundheitlich geht es mir nach mehreren Operationen endlich besser. In der Kreispolitik versuche ich mit unserer Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen etwas mehr Klima- und Umweltschutz und gute Familienpolitik zu integrieren. Hier gibt es im Landkreis Vechta ja bekanntlich noch dicke Bretter zu bohren. Dabei sind wir aber auf einem guten, sachlichen Weg. Mein großes Steckenpferd ist ja der Naturschutz bei Pro Natura. Da sind wir sehr erfolgreich dabei, unsere Projekte voranzutreiben.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Wir haben uns vor ein paar Jahren ein Wohnmobil angeschafft, und das ist schon ein eigenständiges Hobby geworden. Damit andere Länder zu erkunden, das Fahrrad immer dabei, so kann man schon etwas von Land und Leuten kennenlernen. Zudem wurde unser Zweitwagen in zwei E-Bikes eingetauscht. Da macht das Fahrradfahren sowohl zu Hause als auch in der Umgebung und unterwegs mit dem Wohnmobil noch viel mehr Spaß.

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als Erstes abgeschafft?
Subventionen in allen Bereichen. Menschen, die arbeiten, sollten sich und ihre Familie, von dem, was sie verdienen, ernähren können und sich auch etwas von dem Erarbeiteten leisten können. Andersrum sollten die sehr Reichen in unserem Land sich mehr an unserem Sozialsystem, vor allem auch an den Steuern und den Sozialausgaben, beteiligen. Denn gerade sie profitieren von den Niedriglöhnen.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen können?
Materiell habe ich keine großen Träume. Ich bin froh, dass ich nach meinen Operationen wieder einigermaßen gehen kann. Zum Joggen reicht es noch nicht, aber davon kann man ja auch träumen.

Was tun Sie am liebsten?
Mit meinen Enkelkindern die Natur bei uns im Dorf erkunden, gefällt mir schon sehr. Dazu gehört auch, nach unseren Galloway-Rindern auf den Weiden zu schauen und die Rinder zu versorgen. Wenn dann auch noch Arbeiten mit dem Trecker anstehen, sind kleine Mitfahrer eigentlich immer dabei. Und dann finde ich das Schutzgebiet "Bäken der Endeler und Holzhauser Heiden" eines der schönsten und naturfachlich wertvollsten Gebiete des Landkreises, wunderschön. Da halte ich mich schon viel und gerne auf und versuche, da auch was zu entwickeln. Zurzeit beweiden wir einige abgebaute Sandgruben mit Galloway-Rindern, um hier Flächen für seltene Tierarten und Amphibien offenzuhalten. Gleichzeitig erhöht sich die Biodiversität auf diesen Flächen. Mittlerweile haben wir mehrere Brutpaare vom Uhu. Hier verfolge und beobachte ich die Brut der Uhus.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich bin ziemlich ehrgeizig und überpünktlich, fühle mich oft verantwortlich. Das müsste ich ändern. Und: Ich kann gut analysieren und planen, kann Zusammenhänge gut erkennen. Das gefällt mir.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Dokumentationen, Reiseberichte auf N3 oder Arte, skandinavische Krimis.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Unseren Vizekanzler und unsere Außenministerin habe ich schon kennenlernen dürfen. Prinz Charles – mittlerweile ist er ja König von England – in seiner Funktion als Biobauer finde ich sehr interessant.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Beinscheibe vom Galloway-Rind, in Rotwein vom Dutch Oven.

Welches Thema in den lokalen Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
Alles, was über Kommunalpolitik, Landwirtschaft sowie Naturschutz berichtet wird.


Zur Person:

  • Heinz Hanken ist 62 Jahre alt, seit 43 Jahren verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und vier Enkelkinder.
  • Hanken, der mit kurzer Unterbrechung schon sein ganzes Leben lang in Varnhorn (Gemeinde Visbek) wohnt, ist seit einigen Jahren Rentner. Zuvor arbeitete er die meiste Zeit als Werkzeugmacher in der Kunststoffindustrie.
  • Seine Hobbys sind die Galloways, der Naturschutz, die Politik, der Gemüsegarten und das Wohnmobil. Hanken sitzt für die Grünen im Kreistag und ist 2. Vorsitzender von Pro Natura Landkreis Vechta.

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