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Zuschuss für Schäferhunde: Jetzt muss der Rat entscheiden

Im zuständigen Löninger Ausschuss herrscht Uneinigkeit darüber, ob ein Vereinsfest förderwürdig ist. Mitglieder sprachen sich für eine grundsätzliche Klärung aus.

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Noch nicht in Feierlaune: Löningens Schäferhundehalter bereiten derzeit ihr Jubiläum vor. Foto: dpa

Noch nicht in Feierlaune: Löningens Schäferhundehalter bereiten derzeit ihr Jubiläum vor. Foto: dpa

Wie viel finanzielle Unterstützung sollen Vereine und Gruppen für die Durchführung von Veranstaltungen erhalten? Mit dieser Frage hat sich der Ausschuss für Schule, Jugend, Kultur und Sport auseinandergesetzt. Diskussionsgrund war ein Antrag des Vereins für Deutsche Schäferhunde.

Die Löninger Ortsgruppe möchte ihr 40-jähriges Jubiläum im kommenden Jahr mit einem "Tag der offenen Tür" feiern. Die Besucher können sich auf Vorführungen mit Rettungs-, Blinden-, und Hütehunden freuen. Natürlich soll auch eine Hüpfburg aufgebaut werden. All das kostet Geld, das der Verein nach 2 Jahren Pandemie aber nicht hat, wie Vorsitzender Thomas Lohmann in einem Schreiben an die Verwaltung erläutert. Weil der Eintritt frei und die Preise für Bratwurst und Getränke niedrig bleiben sollen, bitten die Hundefreunde die Stadt um einen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro.

Bei den Fraktionen fand der Antrag unterschiedlichen Anklang. Während UfL-Sprecher Jörg Bremersmann ihn unterstützte und von einem einmaligen Anlass sprach, meldete Tanja Schnetlage (CDU) Bedenken an. Andere Vereine, wie die Bürgerkapelle oder die Schützen, würden ihre Jubiläen auch ohne öffentliche Zuschüsse feiern, argumentierte sie und regte eine Überarbeitung der Förderrichtlinien an. Robert Koch (CDU) forderte daraufhin eine Verschiebung der Abstimmung.

Dazu kam es zwar nicht. Die Abstimmung endete jedoch mit einem Patt, so dass der Antrag dem Rat jetzt ohne Empfehlung vorgelegt wird.

Sozialer Briefkasten soll höheren Zuschuss erhalten

Mehr Einigkeit bewies das Gremium bei den anderen Tagesordnungspunkten. So dürfte der Soziale Briefkasten künftig deutlich mehr Geld als bisher erhalten. Der feste Zuschuss soll von 4000 auf 12.000 Euro angehoben werden. Sprecher der Fraktionen lobten die Arbeit der Jugendwerkstatt, deren Träger der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SkFM) ist. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem, "schulmüde" Schüler wieder an die Schule heranzuführen und ihnen Praktika zu ermöglichen. Seit 2020 bildet der Briefkasten auch aus. Das Angebot reicht von der Hauswirtschaft bis zur Metallbearbeitung.

Zugestimmt hat der Ausschuss außerdem den Zuschussanträgen des SV Evenkamp (Neubau einer LED-Flutlichtanlage), der DJK-SV Bunnen (Erweiterung der Flutlicht- und Bewässerungsanlage) und des Schützenvereins Bunnen (Errichtung eines Abdachs).

Rund 180 Geflüchtete in Löningen

Zu Beginn der Sitzung war Bürgermeister Burkhard Sibbel auf die Flüchtlingssituation in Löningen eingegangen. Bis zum 1. Juni hatten sich 181 Menschen aus der Ukraine bei der Stadt angemeldet. "Es gibt fortwährend Zu- und Abgänge, sodass die Zahl relativ konstant bleibt", erklärte Sibbel. Ein Wohnungsproblem sieht er nicht. "Wir haben zurzeit noch etwa 30 freie Plätze."

Vom Land werden dem Landkreis Cloppenburg derzeit keine neuen Geflüchteten zugewiesen. Um Hartz-IV-Leistungen zu erhalten, müssen sie sich jetzt neu registrieren lassen. Da der Landkreis dafür nur über ein einziges technisches Gerät verfügt, könne der Vorgang dauern, sagte Sibbel. Lob zollte er der Arbeit des Sozialen Briefkastens, den Mitarbeitern der Verwaltung und allen ehrenamtlichen Helfern. Darunter ist auch die Löninger Tafel, die zwischenzeitlich einen Aufnahmestopp verkünden musste. Mittlerweile habe sich die Situation aber verbessert, wusste der Bürgermeister. "Es sind wieder genügend Lebensmittel da."

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