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Tobias Averbeck geht in eine weitere Amtszeit als Bakums Bürgermeister

Der Amtsinhaber setzt sich mit 94,21 Prozent der Stimmen gegen Aloys Thye-Moormann (AfD) durch. Averbeck zeigte sich mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, nannte es ein "Traum-Ergebnis".

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Die ersten Gratulanten waren Ehefrau Marita, die beiden Töchter sowie CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Franz Hölscher (rechts). Tobias Averbeck bleibt Bürgermeister in Bakum. Foto: Carina Meyer

Die ersten Gratulanten waren Ehefrau Marita, die beiden Töchter sowie CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Franz Hölscher (rechts). Tobias Averbeck bleibt Bürgermeister in Bakum. Foto: Carina Meyer

Die Bakumer haben deutlich entschieden. Tobias Averbeck (CDU) bleibt ihr Bürgermeister. Er setzte sich mit 94,21 Prozent der Stimmen gegen AfD-Kandidat Aloys Thye-Moormann (5,79 Prozent) durch. Damit geht Averbeck in seine zweite Amtszeit, nachdem er 2013 mit 79,40 Prozent der Ja-Stimmen ohne Gegenkandidatin oder -kandidat zum Bürgermeister gewählt worden war.

Averbeck zeigte sich mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, nannte es ein „Traum-Ergebnis“. Es sei nicht nur eine Spur besser als bei der vergangenen Bürgermeisterwahl, sondern man habe „fast unerreichbare Sphären“ erreicht. Das habe vermutlich auch mit der Kandidatur seines Kontrahenten zu tun gehabt, mutmaßt der Bürgermeister vor den zahlreichen Anwesenden und Gratulanten im Bakumer Rathaus. Bei einer Wahl zwischen Ja oder Nein wäre das Ergebnis vermutlich nicht so ausgefallen. Er sei deshalb froh, dass in Bakum demokratisch gewählt werde. Der Bürgermeister gab außerdem zu, dass er sich als „Pflichtmarke“ ein Ergebnis von mehr als 80 Prozent gesetzt hatte.

Mehr ungültige Stimmen als welche für die AfD

Interessant: Es gab mehr ungültige Stimmen als  gültige Stimmen für den AfD-Kandidaten. Tobias Averbeck mutmaßte, dass es daran gelegen haben könnte, dass sich die anderen, demokratischen Parteien nicht explizit an die Seite des CDU-Kandidaten stellten, wie dies beispielsweise bei der Vechtaer Landratswahl der Fall gewesen sei. Dies sei in Bakum nicht erfolgt. Wer weder CDU noch AfD bei der Bürgermeisterwahl wählen wollte, hatte somit nur die Möglichkeit, seine Stimme ungültig zu machen. Averbeck bezeichnete dies als „schade“.

Averbeck dankte nach Verkündigung des Ergebnisses vor allem seiner Familie und drückte seine Freude darüber aus, dass seine Frau Marita den „Wahnsinn“ schon seit 8 Jahren mitmache und dies noch fast weitere 10 weitermachen werde. Tatsächlich dauert die kommende Amtszeit von Tobias Averbeck 9 Jahre und 11 Monate. Für den Rest des Sonntagabends nahm er sich nur noch folgendes vor: „Feiern“.

Der Gegenkandidat von der AfD, Aloys Thye-Moormann, äußerte sich folgendermaßen zu dem Wahlergebnis: „Es hätte ein bisschen mehr sein können. Es ist halt, wie es ist. Ich bin deswegen nicht traurig. Ich hätte schon gedacht, dass ich auf um die 15 Prozent komme. Ich brauche mir davon ja kein Brot kaufen." Er äußerte sich genauso zu dem Ergebnis der Vechtaer Landratswahl, zu der er ebenfalls angetreten war.

Wahlbeteiligung bei 69,26 Prozent

Der aktuelle CDU-Fraktionsvorsitzende im Bakumer Gemeinderat, Christoph Eiken, freute sich sehr über das „Top-Ergebnis“. Er habe sowieso mit mehr als 90 Prozent der Stimmen gerechnet, ließ er auf Nachfrage wissen. Es sei ein „großes Glück“ für Averbeck gewesen, dass es den Gegenkandidaten gegeben habe. Die Wählerinnen und Wähler haben sich „für Demokratie entschieden“.

Auch der derzeitige SPD-Fraktionsvorsitzende, Siegfried Böckmann, gratulierte dem alten und neuen Bürgermeister zu dem Wahlergebnis. Die AfD sei mit einem seiner Ansicht nach „aussichtslosen Kandidaten“ ins Rennen gegangen. Dass dieser dennoch etwa 5 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte, „stimmt mich traurig“, so Böckmann. Er hätte Averbeck „99,9 Prozent“ der Stimmen gewünscht und gab zu, ihn auch selbst gewählt zu haben.

Die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl lag in Bakum dieses Mal bei 69,26 Prozent, bei der Bürgermeisterwahl 2013 lag diese bei 75,78 Prozent.

Unsere Reporter sind den gesamten Wahlabend für Sie im Oldenburger Münsterland unterwegs. Sobald ein vorläufiges Endergebnis feststeht, berichten wir an dieser Stelle mit mehreren Updates nach. Alle Entwicklungen des Wahlabends finden Sie übersichtlich in unserem Wahl-Ticker.

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