Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Damme legt Zahlen, Daten und Fakten vor: Neue Hauptschule kostet 14,5 Millionen Euro

Der Bericht hat in der Stadt Tradition. Die Verwaltung informiert Vertreter der Wirtschaft über den Stand der Dinge. Es ging um Straßen, Baugebiete, Projekte, Finanzen und Flüchtlinge.

Artikel teilen:
Gaben einen Überblick: Über wichtige Vorhaben der Stadt informierten (von links) Werner Fischer, Mike Otte und Rolf Mähler interessierte Vertreter der Dammer Wirtschaft. Foto: Lammert

Gaben einen Überblick: Über wichtige Vorhaben der Stadt informierten (von links) Werner Fischer, Mike Otte und Rolf Mähler interessierte Vertreter der Dammer Wirtschaft. Foto: Lammert

Zahlen, Daten, Fakten über Damme: „Die aktuelle Stunde für die Dammer Wirtschaft“, zu der die Stadtverwaltung in die Scheune Leiber eingeladen hatte, stieß auf ein überschaubares Interesse. „Leider“, wie ein Ratsmitglied feststellte. Ungeachtet dessen hatten Bürgermeister Mike Otte (CDU), der letztmals auch als Leiter des Fachbereichs Bürgerservice und Soziales berichtet – Christoph Bornhorst übernimmt die Leitung am 1. Juli –, Kämmerer Werner Fischer und Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, wichtiges Mitteilungen und Einschätzungen im Gepäck.

Neubau Hauptschule: Nach der aktuellen Schätzung werden sich die Kosten auf rund 14,5 Millionen Euro belaufen. Mike Otte erwartet, dass die Erdarbeiten im Laufe der nächsten 14 Tage beginnen. Die Stadtverwaltung hatte die Aufträge in 4 Paketen ausgeschrieben. Die ersten hat sie inzwischen erteilt. Der Bürgermeister hofft, dass das neue Gebäude mit Beginn des Schuljahres 2024/25 seine Pforten öffnen wird.

Kindertagesstätten: An der Josefstraße wird die Stadt demnächst Container für zwei Gruppen aufstellen lassen, die zunächst an den Kindergarten St. Martin angebunden sind. Sie sollen am 15. August bereitstehen. Wenn der neue Kindergarten St. Theresia im neuen Wohngebiet Holter Kapelle fertiggestellt ist, sollen die Gruppen in ihn ziehen. Wie bei St. Martin ist auch bei der neuen Kindertagesstätte, die das Vechtaer Architektenbüro Bramlage Schwerter als Generalplaner planen wird, das Andreaswerk der Träger. Die Container-Übergangslösung kostet rund 200.000 Euro. Die Personalplanungen für die beiden neuen Gruppen hat das Andreaswerk nach Worten Mike Ottes abgeschlossen.

Weniger Ukrainer als erwartet

Wie Rolf Mähler mitteilte, wird die Verwaltung möglicherweise einen neuen Standort des Kindergartengebäudes vorschlagen. Es mache eventuell Sinn, es nicht an der Straße Holte, sondern im Wohngebiet zu errichten.

Dersabad: Der 2. Sanierungsabschnitt mit der Erneuerung der Sanitärbereiche und dem Bau des neuen Kiosks soll am 5. September beginnen. Das sei der Plan, sagte Mike Otte. Ob sich aber der von Stadt errechte Netto-Preis von rund 930.000 Euro halten lässt, stehe erst nach dem Eingang der Angebote für die einzelnen Gewerke fest, sagte der Bürgermeister. Eventuell müsse der Rat sich danach noch einmal mit dem Thema befassen.

Flüchtlinge aus der Ukraine: Mike Otte berichtete, derzeit hielten sich rund 160 Flüchtlinge in der Stadt auf. Zirka 80 Prozent sind privat untergebracht. Das sei positiv angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt und der Zahl an Wohnungen, über die die Stadt verfügt. Bislang seien auch noch keine der geplanten Container mit insgesamt 120 Plätzen für Flüchtlinge auf der ehemaligen Hofstelle Grafemeyer an der Hunteburger Straße aufgestellt. Der Landkreis Vechta habe signalisiert, das sei noch nicht nötig. Auch habe der Kreis bislang noch keinen der 200 Plätze in der Gymnasiums-Sporthalle für Ukraine-Flüchtlinge gebraucht.

Derzeit finden 4 Sprachkurse für Ukrainer in Damme statt. Daran nehmen 65 Menschen teil.

Steuereinnahmen: Kämmerer Fischer rechnet damit, dass die Steuern in diesem Jahr wie veranschlagt ins Stadtsäckel fließen werden. Das bedeutet zum Beispiel 10 Millionen Euro an Gewerbesteuer. Eventuell werde es so gar etwas mehr sein. Allerdings sehe er für den Haushalt 2023 wegen der Ukraine-Krise, der Inflation und der Corona-Pandemie erhebliche Risiken für den Etat.

Pläne für Nahwärmenetz in neuen Baugebieten

Schuldenstand: Der Schuldenstand der Stadt betrug Ende 2021 rund 2,7 Millionen Euro. Davon hatte die Stadt allein 1,9 Millionen Euro bei der Kreisschulbaukasse als zinslose Darlehn aufgenommen.

Neue Baugebiete: Nach Worten Rolf Mählers sollen die Straßenarbeiten im Baugebiet „Auf dem Kirchesch“ in Osterfeine nächste Woche starten. Den Auftrag hat das Dammer Unternehmen Wübker erhalten. In beiden Gebieten möchte die Stadt ein sogenanntes Nahwärmenetz zur Versorgung der Gebäude mit Wärme bauen lassen. In Osterfeine hat die Verwaltung darüber mit der EWE gesprochen, im Gebiet „Holter Kapelle“ könnte es die Gesellschaft Wärmeversorgung Damme übernehmen. Die Vermarktung der Grundstücke in osterfeine soll im Herbst erfolgen, im Gebiet „Holter Kapelle“ im Herbst 2023.

Entlastungsstraßen: Zu den geplanten westlichen und östlichen Entlastungsstraße von Im Hofe zum Westring beziehungsweise von der Hunteburger Straße zunächst bis zur Borringhauser Straße sagte Rolf Mähler, Ende 2022 könnten die Detailplanungen beginnen. Der Baustart sei für 2024 vorgesehen. Bei der Westlichen Entlastungsstraße hoffe die Stadt auf einen Zuschuss nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Über die zu erwartenden Kosten machte der Fachbereichsleiter keine Angaben.

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Damme legt Zahlen, Daten und Fakten vor: Neue Hauptschule kostet 14,5 Millionen Euro - OM online