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CDU muss in die Opposition

Thema: Niederlage und Konsequenz – Die CDU muss nach 16 Jahren vasallentreuer Ergebenheit zur Merkel-Regierung dringend in die Regeneration. Sie muss sich personell und inhaltlich neu aufstellen.

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Es ist eine bekannte Tatsache: Der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg nur einen. Das erfährt derzeit in besonders rabiater Weise der CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Nach der krachenden Bundestagswahlniederlage beginnt die Absetzbewegung vom glücklosen Kandidaten. Doch diejenigen, die nun die Schuld für die erdrutschartigen Verluste der Union am Sonntag ausschließlich Laschet in die Schuhe schieben wollen, handeln unredlich.

CSU-Chef Markus Söder hat mit seinem illoyalen Verhalten Laschet gegenüber genau so viel Schuld auf sich geladen wie Kanzlerin Merkel, die die CDU in den vergangenen 16 Jahren zu einer Partei gemacht hat, die sich bei vielen Themen – etwa die Energieversorgung – auf Achterbahnfahrten ungewissen Ausgangs befindet. Und: Die CDU/CSU-Ministerriege im letzten Kabinett Merkel war auch nicht unbedingt ein Anreiz dafür, am 26. September die Union zu wählen.

Kurzum: Die CDU gehört im Deutschen Bundestag auf die Oppositionsbank. Sie muss nach 16 Jahren vasallentreuer Ergebenheit zur Merkel-Regierung dringend in die Regeneration. Sie muss sich personell und inhaltlich neu aufstellen und wieder einen schlagkräftigen Parteiapparat aufbauen. Das Herz der Partei darf und wird hoffentlich auch nicht länger im Kanzleramt schlagen, sondern wieder im Konrad-Adenauer-Haus.

Es ist der CDU in ihrer Geschichte 2 Mal gelungen, sich nach schmerzhaften Bundestagswahlniederlagen erfolgreich zu regenerieren: nach 1972 und nach 1998. Nichts spricht dagegen, dass es ein 3. Mal klappt.

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