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Wohnpark Lokschuppen: Infektionen verhindern Impfungen

Seit nunmehr fast zwei Monaten werden immer wieder Coronafälle aus der Senioren-Wohnanlage in Cloppenburg gemeldet. Als Schutzmaßnahme gehen die Impfteams so lange nicht in die Einrichtung.

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Archivfoto: Hubert Kreke

Archivfoto: Hubert Kreke

Seit Mitte November hat es 40 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus im Wohnpark Lokschuppen gegeben - und auch jetzt noch gibt es aktuelle Fälle in der Wohnanlage für Senioren in Cloppenburg. „Zurzeit befinden sich 6 Bewohner und 7 Mitarbeiter noch in Quarantäne“, berichtet Pflegedienstleiterin Kerstin Thoben auf Nachfrage.

Den Bewohnern und Mitarbeitern gehe es soweit gut, alle hätten aktuell einen milden Krankheitsverlauf. „Sodass wir vorrausichtlich am 12. Januar alle Bewohner aus der Quarantäne entlassen können,“ so Thoben weiter. Die Einrichtung teile dem Gesundheitsamt täglich den aktuellen Stand der Infizierten Personen mit. „Wir sind froh darüber, dass aktuell keine weiteren positiven Fälle dazu gekommen sind.“ Alle Bewohner und Mitarbeiter würden 2-mal wöchentlich mit einem Antigen-Schnelltest abgestrichen.

Erste positive Fälle während der Hochphase

Die Infektionskette in der Einrichtung hat dramatische Folgen: „Im Wohnpark Lokschuppen Cloppenburg sind seit Anfang Dezember sechs Bewohner im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben“, berichtet Kreissprecher Frank Beumker auf Anfrage von OM online.

Die ersten positiven Fälle wurden während einer Hochphase des kreisweiten Infektionsgeschehens Mitte November gemeldet. Seitdem fällt der Name der Einrichtung immer wieder in den täglichen Updates der Cloppenburger Kreisverwaltung - zuletzt am 5. Januar. Mittlerweile sind es 20 Bewohner und 20 Mitarbeiter der Einrichtung, bei denen eine Infektion nachgewiesen wurde. 

Die Infektionen sind bei Bewohnern und Mitarbeitern laut Angaben der Betreibergesellschaft der Einrichtung mit Sitz in Ganderkesee durch Antigen-Schnelltests aufgedeckt worden. Daraufhin wurden PCR-Reihentestungen veranlasst. Zwischenzeitlich wurden auch strikte Besuchsverbote ausgesprochen. Zum Schutz der Bewohner wurden außerdem von Heimleitung und Gesundheitsamt strenge Besuchsregeln veranlasst. „Besuche finden separat in den Räumlichkeiten der Tagespflege statt, wenn zuvor beim Besucher und beim Bewohner ein Antigen-Schnelltest durchgeführt wurde und das Ergebnis negativ ist“, erklärt Thoben.

Unterschiedliche Krankheitsverläufe

Die Betreiber bestätigten indes auf ihrer Homepage, dass der Wohnbereich 3 noch bis zum 11. Januar unter Quarantäne steht, der geschützte Wohnbereich 4 noch bis zum 12. Januar. Alle Beteiligten hoffen nun darauf, dass die verordneten Quarantänefälle auslaufen. Denn: „Im Wohnpark Lokschuppen wurde aufgrund des derzeit aktiven Infektionsgeschehens durch die mobilen Impfteams noch nicht geimpft“, bestätigte Kreissprecher Beumker.

Das ist eine Schutzmaßnahme, um das Virus nicht ausgerechnet durch die Impfteams in Alten- und Pflegeeinrichtungen einzuschleppen. Deshalb seien zunächst die Einrichtungen aufgesucht worden, in denen es derzeit keine aktiven Infektionen gibt. „Wir warten täglich auf die Information, dass die Impfungen bei uns starten“, berichtet Thoben weiter. Aktuell wollen sich 39 Bewohner  und 29 Mitarbeiter impfen lassen.

Wie bereits berichtet, müssen die mobilen Teams aktuell warten, bis eine neue Charge mit dem Impfstoff von Biontech wieder beim Impfzentrum an der Thülsfelder Talsperre eintrifft. Neben dem Wohnpark Lokschuppen gibt es  laut Angaben der Verwaltung noch drei weitere Einrichtungen im Landkreis, in denen aufgrund von Infektionen keine Impfungen verabreicht werden konnten. Wann eine neue Lieferung mit Impfdosen eintrifft, ist noch unklar. 

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