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Wir haben in Cloppenburg nachgefragt: Wo fühlen Sie sich nachts unsicher?

Eine Straßenumfrage zum Tag des Lokaljournalismus: Wenn es dunkel ist, meiden Bürger bestimmte Orte. Eine Bürgerin ist sauer: „Es ist bekannt und es passiert einfach nichts.“

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Der Stadtpark ist kein „problematischer Kriminalitätsschwerpunkt“, hatte die Polizei vor 2,5 Jahren mitgeteilt. Archivfoto: Niemeyer

Der Stadtpark ist kein „problematischer Kriminalitätsschwerpunkt“, hatte die Polizei vor 2,5 Jahren mitgeteilt. Archivfoto: Niemeyer

Wo fühlen Sie sich in Cloppenburg und Umgebung unsicher, wenn es dunkel ist? Diese Frage haben die OM-Medien Passanten in der Cloppenburger Fußgängerzone gestellt. Viele wollten sich öffentlich vor der Kamera nicht dazu äußern. Drei antworteten – und nennen Bereiche, die vielen Cloppenburgern ein Begriff sein dürften, wenn es um Orte geht, an denen man sich unsicher fühlt.

Der Bereich um den Sternbuscher Sportplatz gehört dazu. Marion Rake ist Anwohnerin und ging dort früher gerne spazieren. Mittlerweile aber meide sie den Bereich. Die Sternbuscherin spricht von Männern, die dort Drogen verkaufen würden. Sie habe persönlich bereits negative Erfahrungen gemacht. „Mir sind schon Leute gefolgt“, sagt sie weiter. Ihr sei Gewalt angedroht worden. Auch entlang der Sevelter Straße sei es nachts unsicher. Nur, wenn sie mit mehreren Personen unterwegs ist, gehe sie dort im Dunkeln noch spazieren. Rake fordert, dass sich endlich was tut. „Es ist bekannt und es passiert einfach nichts“, sagt sie. Damit sich die Situation bessert, wünscht sich die Anwohnerin „mehr Transparenz“ und mehr Polizei.

Bürger wünschen sich mehr Beleuchtung

Jakob Lückmann aus Cloppenburg fühlt sich besonders im Bereich des Stadtparks unsicher. „Ich meide den Ort, ich gehe da gar nicht vorbei“, sagt er. „Zumindest nicht in der Dunkelheit.“ Denn dort liefen viele „dunkle Gestalten“ herum. Man fühle sich dort einfach nicht wohl. Er habe schon einige Geschichten gehört. Mehr Beleuchtung und Polizeipräsenz könnten helfen, meint Lückmann.

Die OM-Medien-Redaktion hatte vor 2,5 Jahren bei der Polizei nachgefragt, wie sie die Sicherheitslage im Bereich des Stadtparks einschätzt. Die Polizei antwortete damals, dass der Stadtpark keinen problematischen Kriminalitätsschwerpunkt darstelle. Zwar gebe es dort polizeiliche Einsätze, „jedoch noch in einem für öffentliche Orte nicht ungewöhnlichen Maße“. Die häufigsten Vergehen: Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, gefolgt von Körperverletzungsdelikten.

Einen konkreten Ort, an dem sie sich unsicher fühlt, nennt Andrea Poppe-Aumüller nicht. Sie fahre generell bei Dunkelheit jedoch mittlerweile nicht mehr gerne mit dem Rad, anders als es früher der Fall gewesen sei. An „dunkle Stellen“ wie dem Regenrückhaltebecken, würde sie sich außerdem alleine nicht mehr hintrauen, sagt die Cappelnerin. Persönlich hat sie noch keine negativen Erfahrungen gemacht, die Unsicherheit ist eher ein Bauchgefühl. Mehr Beleuchtung könne helfen.


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