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Weg für Abriss des Aussichtsturms auf Neuenkirchener Steigenberg ist frei

Ein ganz wichtiger Schritt ist getan. Ein neuer Arbeitskreis des Heimatvereins hat sich dafür ausgesprochen, den Turm beseitigen zu lassen. Dann soll ein Konzept her, wie es weitergeht.

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Schicksal besiegelt: Der Abriss des Aussichtsturms auf dem Steigenberg steht an. Offen ist, wie es weitergeht.  Foto: Lammert

Schicksal besiegelt: Der Abriss des Aussichtsturms auf dem Steigenberg steht an. Offen ist, wie es weitergeht.  Foto: Lammert

Ein wichtiger Schritt in Sachen „Aussichtsturm auf dem Steigenberg“ ist getan. Ein vom Neuenkirchener Heimat- und Verschönerungsverein gegründeter Arbeitskreis hat bei seiner konstituierenden Sitzung am Donnerstag im Rathaus sein Okay für den inklusive der Beseitigung des 2,4 Meter dicken Betonfundaments mit rund 11.500 Euro veranschlagten Abriss des Turmes gegeben.

Das hölzerne Bauwerk ist 18 Meter hoch, rund 50 Jahre alt und wegen seines maroden Zustands seit zirka acht Jahren gesperrt. Wegen des schlechten Zustands komme eine Sanierung nicht mehr in Frage, sagte der Heimatvereinsvorsitzende Ludger Bley bei der Arbeitskreissitzung.

Clemens-August-Stiftung stimmt neuem Turm zu

Dass auf dem Gelände, das der Clemens-August-Stiftung gehört, durchaus ein neuer Turm entstehen kann, stellte der Stiftungs-Geschäftsführer Johannes Grelle klar. Nur mit dem derzeitigen Turm könne die Stiftung nicht mehr leben.

Vollkommen offen ist noch, wie teuer ein neuer, wegen der Bäume dann aber 28 Meter hoher Turm werden könnte. Einigkeit herrschte bei den Teilnehmern dennoch darüber, dass er aus Sicht des Tourismus' im Südkreis Vechta sinnvoll sei und gewiss manche Gäste in die Region locken würde.

Stolle beziffert Kosten auf 750.000 Euro

Bernd Stolle, Geschäftsführer der Tourist-Information Erholungsgebiet Dammer Berge, der zu einer Stahl- oder Holz-Stahl-Konstruktion riet, bezifferte die Kosten auf mindestens 750.000 Euro. Ludger Bley sagte, der Heimatverein schätze eine Summe von mindestens 400.000 bis 500.000 Euro. Sicher zu sein scheint eine Förderung aus dem Leaderprogramm in Höhe von 100.000 Euro.

In dem Zusammenhang mahnten die Neuenkirchen-Vördener Ratsherren Karlheinz Rohe (CDU) und Hermann Schütte (SPD) an, nach der Zustimmung zum Abriss müsse es die nächste Aufgabe sein, ein Konzept für das Gelände auf dem Steigenberg zu erstellen. Dort könnte neben dem Turm zum Beispiel auch ein Fitnesspark entstehen, hieß es.

Finanzieller Spielraum der Gemeinde ist sehr beschränkt

Wenn klar sei, was der Heimatverein wolle, müsse es an die Ermittlung der Kosten gehen. Anschließend sei zu klären, wie das Vorhaben finanziert werden kann. Die Gemeinde werde angesichts der vielen hohen Investitionen in nächster Zeit sicherlich keine 650.000 Euro zur Verfügung stellen können.

Der frühere stellvertretende Landrat Friedhelm Biestmann aus Bieste, der von einem Leuchtturmprojekt sprach, riet dazu, intensiv nach weiteren Fördermöglichkeiten neben dem Leaderprogramm zu suchen. Dabei müsse die Gemeindeverwaltung den Heimatverein allerdings unterstützen. Dazu erklärte Ludger Bley, das Projekt „Aussichtsturm“ müsse ein gemeinsames von Gemeinde und Heimatverein sein.

Jans-Wenstrup plädiert für zeitige Werbung in der Bevölkerung

Gastronom und Hotelier Daniel Jans-Wenstrup schlug vor, zeitnah unter der Neuenkirchener Bevölkerung die Werbetrommel zu rühren und um Spenden zu bitten. Außerdem könnten Erlöse aus Veranstaltungen in die Finanzierung fließen, sagte Wim Otte, Inhaber der Gastwirtschaft  "Zum Schwarzen Roß".

Josef Schönfeld, Ratsherr der IGNV-Fraktion, wies darauf hin, alleine mit dem Aufbauen eines neuen Turmes und der Neugestaltung des Geländes um ihn herum sei es nicht getan. Anschließend müssten die Objekte auch unterhalten werden.

Arbeitskreis tagt wieder in sechs Wochen

Seinem Vorschlag, das erste Geschoss des Turmes stehen zu lassen und das noch intakte Dach darauf zusetzen, um so eine neue Schutzhütte zu bekommen, folgte der Arbeitskreis am Ende nicht. Denn das würde wegen des erforderlichen Kraneinsatzes zum Abheben des Daches die Abrisskosten erhöhen, hieß es.

Wie es weitergehen wird, zeigt sich möglicherweise schon in sechs Wochen. Dann will der Arbeitskreis wieder tagen.

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