Was Zwerg-Paduaner mit Sperbern gemeinsam haben
Mehr als 800 Tiere werden auf der Kreisverbandsschau Oldenburg-Süd beim Rassegeflügelzuchtverein Lohne von 1896 präsentiert. Der Vorsitzende ist selbst erfolgreich.
Jan Röttgers | 07.11.2022
Mehr als 800 Tiere werden auf der Kreisverbandsschau Oldenburg-Süd beim Rassegeflügelzuchtverein Lohne von 1896 präsentiert. Der Vorsitzende ist selbst erfolgreich.
Jan Röttgers | 07.11.2022

"Wie ein Sperber haben die Zwerg-Paduaner ihren Kopf": So erläuterte Bernard Ruholl den Namenszusatz „gesperbert“ für sein prämiertes Rassehuhn. Foto: Röttgers
Manfred Idasiak ist stolz und zufrieden zugleich: Der 1. Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins (RGZV) Lohne von 1896 hat an diesem Wochenende eine hochkarätige 74. Kreisverbandsschau Oldenburg-Süd, eine 46. Kreisverbandsjugendschau Oldenburg-Süd und die eigene Lokalschau des RGZV Lohne ausgerichtet. Auf dem Gelände der Firma Gebrüder Andreas und Ulrich Honkomp in Bokern-West präsentierten nach 2-jähriger pandemiebedingter Pause die Züchter erstmalig wieder ihre Erfolge. Lange hatte der Verein auch wegen der grassierenden Vogelgrippe um seine Ausstellungen gebangt, blickte der RGZV Lohne-Vorsitzende und Jugendleiter gegenüber OM-Medien auf eine „viel zu lange Durststrecke“ zurück. „Umso mehr freut es mich, dass die Jugend bis zum Senior mit ihren Tieren auf unserer Ausstellung vertreten ist,“, würdigte Idasiak, der mit seiner Haushuhnrasse Zwerg-Australorps selber den Landesverbandspreis in der Wertung „vorzüglich“ mit der höchstmöglichen Punktzahl von 97 errang. Mehr als 800 Tiere von den nur 15 Zentimeter großen Regenwachteln und Diamant- und Sperlingstäubchen bis hin zu den stattlich großen nahezu 1 Meter messenden Puten und Kampfgänsen präsentierte sich die gesamte Pracht der Geflügelzucht. Das Federvieh reichte vom Haushuhn „Australorps“ bis hin zu den gelbbäuchigen Zwergenten, die der erst 26 Jahre alte Jungzüchter Moritz Kollhoff aus Lohne beisteuerte und damit für seine Zuchterfolge mit dem Kreisverbands-Ehrenband ausgezeichnet werden konnte. Die stellvertretende Bürgermeisterin Elsbeth Schlärmann lobte darüber hinaus auf der Eröffnungsfeier der Kreisverbandsschau im Beisein des Ehrenmitgliedes des Landesverbands Weser-Ems Josef Quatmann aus Cloppenburg die „ausgesprochene Tierliebe“, die bei der Zucht herrsche. Bernhard Ruholl, seines Zeichens Kreisverbandsvorsitzender Oldenburg-Süd, hob das „gute Tiermaterial“ der gesamten Ausstellung hervor. Er selbst war unter anderem mit seinen Hühnern der Rasse chamols-weiß gesäumte Zwerg-Paduanern sowie seinen Bielefelder Kennhühnern sehr erfolgreich. „Erst die Bereitschaft der Vereinsmitglieder, Züchter und Aussteller, sich in ihrer kostbaren Freizeit dafür einzusetzen, ermöglicht es, eine ansehnliche und vielfältige Rassegeflügelschau durchzuführen“, dankte Ruholl allen Beteiligten, die im Laufe eines Zuchtjahres „viele Mühen auf sich nehmen, um ihre Tiere zu hegen und zu pflegen.“ Rassegeflügelzucht sei nicht nur spannend und eindrucksvoll, sondern erfordere auch Verantwortung, Sorgfalt und Sachkenntnis, ergänzte der Landesverbandsvorsitzende Lars Steenken, so dass der gewissenhafte Umgang, die Ehrfurcht und der Respekt vor der lebenden Kreatur eindrücklich vermittelt würden. Die gute Arbeit im Bereich der Jugend würdigte Kreisverbandsjugendleiter Michael Haemfler. „Ich bin stolz auf unseren Züchternachwuchs“, huldigte Haemfler. Leistungspreise vom Landesverband Weser-Ems gab es für Jan Hendrik Millhahn, Georg Berding, Manfred Wempe, Karl-Heinz Speckjohann und Bernhard Ruholl. Rainer Stratmann, Rainer Gerling und Eduard Meyer zeichnete der Kreisverband Oldenburg-Süd aus. Karl Fleischer konnte sogar den „Zinnkrug“ für seine weißen Zwergenten vom Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) entgegennehmen, Holger Prüllage wurde für seine schwarze Bantam-Hühnerrasse mit der Bronzenen Plakette geehrt. In der Jugendgruppe erhielt Finn Langenbach für seine Luzerner-Tauben den Leistungspreis des Landesverbandes, den auf Kreisebene bekamen Hannes Arlinghaus und Max Voßmann. Walter Braak, Heinz de Vries, Fynn Elling, Rainer Gerling, Moritz Kollhoff, Norbert Lager, Hendrik Meyer, Josef Quatmann, Bernhard Ruholl, Gerhard Sprenkel, Gerhard Springmeyer und Gerd Tegeler gehörten zum Preisrichterkomitee.Moritz Kolhoff erfolgreicher Jungzüchter
Verantwortung, Sorgfalt und Sachkenntnis gefragt
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