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Unterwegs als "Digital Native"

Die Generation Z zeigt's Ihnen – Ständig komme ich in Versuchung, mich durch meinen Alltag zu googeln. Stattdessen ist es meistens besser, sich offline zu informieren.

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„Wissen heißt, wissen, wo es geschrieben steht.“ Das sagte einst Albert Einstein. Und in unserem Informationszeitalter gilt der Spruch mehr denn je. 

Als „Digital Native“ bin ich mit dem Internet aufgewachsen. Eigentlich eine gute Sache, so auch schon zu Schulzeiten. Denn wo kann man sich schließlich schneller Informationen verschaffen als im Netz? Allerdings ertappe ich mich auch immer wieder dabei, dass ich bei Google ebenfalls bei anderen, scheinbar banalen Dingen um Rat frage und dies regelmäßig tue. Sei es wegen eines Lifehacks („Trick 17“) für ein scheinbar unlösbares Problem im Haushalt oder weil ich die Gebrauchsanleitung eines elektronischen Geräts gerade nicht finden kann. Ständig und überall mit hilfreichen Tipps versorgt zu werden, kann manchmal wirklich eine Erleichterung sein.

„Ständig online sein und Suchmaschinen mit Informationen zu füttern, sorgt schließlich dafür, dass aus mir nach und nach ein „gläserner“ Kunde wird.“ Meike Wienken

Allerdings stelle ich häufiger fest, dass ich mir Dinge schlechter merken kann, und die Fülle an Informationen kann zusätzlich überfordern. Es gilt außerdem, richtige von „Fake News“ zu unterscheiden. Zunehmend frage ich mich, wie groß mein digitaler Fußabdruck nun wohl sein mag. Ständig online zu sein und Suchmaschinen mit Informationen zu füttern, sorgt schließlich dafür, dass aus mir nach und nach ein „gläserner“ Kunde wird: Also ein gefundenes Fressen für die weltweiten Tech-Konzerne Facebook, Google und Co. Oder wie kann es sonst sein, dass ich in den Sozialen Medien unterwegs bin und mir, wie zufällig, genau für das Produkt Werbung angezeigt wird, zu dem ich erst vor wenigen Tagen eine Frage hatte? Auf die Schnelle etwas zu googeln, ist zwar super einfach und schnell, kann aber auch negative Folgen haben. Das Netz vergisst eben leider nicht.

Spätestens seit diesen Erfahrungen läuten meine Alarmglocken und ich versuche, mein Nutzungsverhalten besser zu steuern. Nicht sofort auf jede Frage eine Antwort zu haben, kann auch herausfordernd sein – schließlich bringt es uns Menschen dazu, mehr auf eigene Ideen zu kommen, anstatt immer nur bei anderen „abzugucken“. Probleme selbstständig zu lösen, sorgt für nachhaltige Erfolgserlebnisse, an denen wir Menschen wachsen können.

Darüber hinaus lohnt es sich, offline nach Rat zu suchen. „Frag Mutti“ ist da die erste Anlaufstelle. In allen Fragen des täglichen Lebens ist sie sowieso die vertrauensvollste aller Quellen. Und das beste daran: Ich erhalte sicher keine Fake News.


Zur Person:

  • Meike Wienken ist Volontärin der OM-Medien.
  • Die Autorin erreichen Sie unter redaktion@om-medien.de.

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