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"Unser Rechterfeld" möchte die Dorfgemeinschaft stärken

Ob Gestaltung des Ortsbilds oder gemeinsame Feste – der neue Verein möchte das Dorfleben attraktiv halten. Im Dezember soll es eine erste Versammlung geben.

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Der provisorische Vorstand von "Unser Rechterfeld": Sascha Schröer (von links), Malte Sandkuhl, Jörg Reinke, Monika Tabeling, Anne Wesjohann und Claus Meyer. Foto: C. Meyer

Der provisorische Vorstand von "Unser Rechterfeld": Sascha Schröer (von links), Malte Sandkuhl, Jörg Reinke, Monika Tabeling, Anne Wesjohann und Claus Meyer. Foto: C. Meyer

Rechterfeld ist um einen Verein reicher. 17 Personen kamen Mitte September zusammen, um "Unser Rechterfeld" zu gründen. Ziel sei es, sagt Ortsvorsteher und Initiator Claus Meyer, das dörfliche Gemeinschaftsleben zu fördern.

Ausschlaggebend für diese Idee sei die positive Entwicklung des Ortes in den vergangenen 10 Jahren, sagt Meyer. Die Einwohnerzahl stieg und insbesondere im Rahmen der Dorferneuerung wurde der Ortskern aufgewertet. Besonders heben er und die anderen Mitglieder des bislang provisorischen Vorstands den Dorfpark hervor, der jeden Freitag von ehrenamtlichen "Park Rangern"  gepflegt wird. Das sei viel Arbeit und auch mit Kosten verbunden. Der neue Verein soll die "Park Ranger" unter anderem unterstützen, sagt Sascha Schröer. Generell soll der gut gepflegte Dorfpark mehr genutzt werden, sagt Claus Meyer, beispielsweise für Feste.

Der neue Verein soll die Weiterentwicklung des Dorfs begleiten – beratend und mitwirkend. Auch soll er den Ortsvorsteher unterstützen, ergänzt Monika Tabeling. Mit dem Wachstum von Rechterfeld nähmen auch die Aufgaben zu, die zu viel für einen alleine werden. Projekte, die dem Erhalt des Dorfes dienen, sollen von "Unser Rechterfeld" mitgetragen werden. So sollen die Bau- und Naturdenkmäler erhalten und gepflegt werden sowie das heimatliche Brauchtum, zählt Meyer einige angedachte Aufgaben des Vereins auf. Zudem sollen die Geschichte und Kultur des Ortes erforscht werden.

Alle örtlichen Vereine sollen miteinbezogen werden

Also handelt es sich hier um einen Heimatverein? Schon, gibt Meyer zu. Tatsächlich habe es die Überlegung gegeben, sich Heimatverein Rechterfeld zu nennen. Aber zum einen wolle man gar keine Konkurrenz zum Visbeker Heimatverein schaffen, zum anderen möchte man eine Art Instanz schaffen, um alle Vereine Rechterfelds "unter einen Deckel" zu bekommen, für eben gemeinsame Veranstaltungen. Wie Malte Sandkuhl sagt, gebe es in Rechterfeld viele, auch größere Vereine, die eher für sich bleiben. Etwas Übergeordnetes, dem alle angehören, fehle seines Erachtens bislang –  gerade für gemeinsame Aktivitäten für das gesamte Dorf.

Das soll sich mit "Unser Rechterfeld" ändern. Wunsch der Gründungsmitglieder ist, dass Vertreterinnen und Vertreter aller örtlichen Vereine sich dem neuen Verein anschließen, damit Anliegen, die das ganze Dorf betreffen, in einer Gruppe besprochen werden können. Eine Konkurrenz zu bestehenden Vereinen wolle "Unser Rechterfeld" ebenfalls nicht sein, betont Sascha Schröer. Eine Idee sei beispielsweise, einen Weihnachtsmarkt zu organisieren, sagt Monika Tabeling. Bislang habe es lediglich privat organisierte gegeben. "Unser Rechterfeld" möchte für den Weihnachtsmarkt aber alle Vereine miteinbeziehen, sagt Anne Wesjohann.

Am 8. Dezember wird der Rest des Vorstandes offiziell gewählt

"Wir wollen Rechterfeld lebendiger gestalten", fasst es Jörg Reinke zusammen. Die Idee kommt durchaus an. Mehrere Rechterfelderinnen und Rechterfelder hätten schon Interesse an dem Verein bekundet, sagt Claus Meyer. Das zeigt auch die schnelle Gründung. Eigentlich habe er im September rund 20 Personen eingeladen, um die Idee lediglich zu erörtern, doch noch am selben Abend wurde der Verein bereits mit einem vorläufigen Vorstand gegründet. Die Eintragung ins Vereinsregister stehe noch aus.

Aktuell befinde man sich noch in einer "Findungsphase", sagt Sascha Schröer. Jeder, der Interesse hat, könne sich mit seinen Ideen einbringen. Eine gute Gelegenheit ist dafür der 8. Dezember. Das Dorf wird zu 19 Uhr ins Alte Amtshaus eingeladen, um "Unser Rechterfeld" vorzustellen und um weitere Mitglieder zu gewinnen. Der Mitgliedsbeitrag soll sich auf 1 Euro pro Monat belaufen. "Wir hoffen, dass viele mitmachen", sagt Claus Meyer, Vorsitzender von "Unser Rechterfeld". Der Vereinsvorsitz gehe an den Ortsvorsteher, sagt Sascha Schröer. Am 8. Dezember soll dann auch der Rest des Vorstands offiziell gewählt werden.

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