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Schüsse in Vechta: Verdächtiger auf freiem Fuß

Der 40-Jährige, der am Sonntagmorgen einen 31-Jährigen in Vechta erschossen haben soll, kommt nicht in Untersuchungshaft. Das hat die Polizei mitgeteilt.

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Der Tatort in Vechta. Foto: Nordwestmedia-TV

Der Tatort in Vechta. Foto: Nordwestmedia-TV

Der 40-jährige Immobilienmakler aus Vechta, der in der Nacht zum Sonntag einen Mann aus Barnstorf erschossen haben soll, befindet sich wieder auf freiem Fuß. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der Tatverdächtige freigesetzt worden, nachdem das Amtsgericht Oldenburg einen Antrag auf Untersuchungshaft abgelehnt hat.

Haftrichter sieht Fall von Notwehr

Wie Staatsanwalt Thorsten Stein am Montag auf Anfrage der Redaktion mitteilte, war der Mann noch in der Tatnacht in Gewahrsam genommen und am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt worden. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg habe einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Aufgrund der aktuellen Beweislage bestehe ein dringender Tatverdacht wegen eines Tötungsdeliktes. Das Gericht habe den Antrag aber abgelehnt, so Stein weiter. Das Gericht sei den Ausführungen des Tatverdächtigen gefolgt. Dieser habe Gründe vorgetragen, dass er in Notwehr gehandelt habe.

Der Immobilienmakler aus Vechta hatte sich in der Nacht zum Sonntag der Polizei gestellt, nachdem es einen Schusswaffengebrauch im Bereich eines Parkplatzes an der Bremer Straße in Vechta gegeben hatte. Das mutmaßliche Opfer, ein 31-Jähriger aus Barnstorf, wurde mit Schussverletzungen vor dem Krankenhaus in Bassum aufgefunden. Es konnte nicht mehr wiederbelebt werden.

Motiv ist weiterhin unklar

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist eine Obduktion des Opfers angeordnet worden, damit Rechtsmediziner die genaue Todesursache feststellen können. Unterdessen laufen die Ermittlungen in dem Tötungsdelikt. Nähere Erkenntnisse gibt es bisher offenbar nicht. „Wir sind noch ganz am Anfang“, sagte Stein. Motiv und Hintergründe der Tat seien noch unklar.

Nach Informationen der Redaktion fühlte sich der 40-jährige Vechtaer von Rockern des Gremium MC Vechta massiv bedroht. Er soll bis vor kurzem selbst Mitglied der als gewaltbereit geltenden Gruppierung gewesen sein. Als er eigenen Angaben zufolge verschiedene schwere Straftaten innerhalb des MC Gremium registrierte, soll der Mann die Organisation im Streit verlassen haben.

Der Gremium MC Vechta hat auf seiner Internetseite einen Hinweis in Gedenken an das verstorbene Clubmitglied veröffentlicht. Es sei „durch eine feige und hinterlistige Tat aus unserer Mitte gerissen“ worden. Weiter heißt es: „Worte können unsere Gefühle nicht beschreiben, er hinterlässt eine Lücke, die nicht mehr zu schließen ist.“

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