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"Schlaue Köpfe tragen Helm": Initiator freut sich über weitere Auszeichnung

Das Projekt, das im Landkreis Cloppenburg ihren Anlauf nahm, wurde nun in der Elbphilharmonie in Hamburg geehrt. Inzwischen gibt es dieses auch in anderen Kreisen wie zum Beispiel Vechta.

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Preisverleihung in der Kategorie Helmprojekte: Arwid Romey aus Cloppenburg (3. von rechts) freute sich für das Projekt. Foto: Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.

Preisverleihung in der Kategorie Helmprojekte: Arwid Romey aus Cloppenburg (3. von rechts) freute sich für das Projekt. Foto: Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.

Über eine weitere Auszeichnung freut sich die Aktion "Schlaue Köpfe tragen Helm", die ihre Anfänge im Landkreis Cloppenburg hatte. Nun zieht sie immer weitere Kreise und neben weiteren Landkreisen in Niedersachsen übernehmen nun auch weitere Bundesländer das Programm. Dabei werden zum Beginn eines jeden Schuljahres Fahrradhelme unter Grundschülern verlost.

Initiator Arwid Romey aus Cloppenburg nahm nun den mit 1000 Euro dotierten Präventionspreis „Der Rote Ritter“ der Kinderunfallhilfe entgegen, die Verleihung hat in der Elbphilharmonie in Hamburg stattgefunden. Ausgezeichnet wurde der Song „Schlaue Köpfe tragen Helm“, der in Zusammenarbeit mit dem Musiklehrer Jens Scholz vom Clemens-August-Gymnasium entstand.

Arwid Romey bei der Preisverleihung in der Elbphilharmonie. Foto: Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.Arwid Romey bei der Preisverleihung in der Elbphilharmonie. Foto: Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.

"Die Kinderunfallhilfe unterstützt uns auch finanziell. Von dort aus wurde ich nun aufgefordert, das Projekt einzureichen. Und es hat funktioniert", erklärt Romey mit Freude im Gespräch mit OM-Online. Mit der Aktion werben der Stadt- und Kreiselternrat Cloppenburg sowie der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Oldenburg für das Tragen eines Fahrradhelms. 

2016 nach dem Unfalltod eines Schülers ins Leben gerufen und klein angefangen, ist die Aktion mittlerweile auch über die Stadt-, Kreis- und Landesgrenzen hinaus bekannt. Wie Romey weiter berichtet, sei das Projekt in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Hessen angekommen. Im Berliner Raum sei ein dazugehöriger Film in den Grundschulunterricht integriert worden.

Kreis Emsland ist ab 2023 mit an Bord

Auch in der Region schließen sich weitere Landkreise an, so ist im nächsten Jahr der Kreis Emsland mit an Bord. Bereits 2021 hatten sich die Kreise Vechta, Friesland, Oldenburg und Wersermarsch sowie die Städte Delmenhorst und Wilhelmshaven angeschlossen. Einerseits sei das Wachstum eine tolle Sache, andererseits werde durch den größeren Bedarf die Beschaffung von finanziellen Mitteln dadurch erschwert. Nun sollen dabei auch die Elternvertreter vor Ort mit eingebunden. Die ersten Vorbereitungen für das neue Schuljahr starten im Januar und Februar, unter anderem werden mögliche Sponsoren angefragt.

Nach Angaben der Hamburger Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V. wurden bundesweit 12 Projekte ausgezeichnet. "Kinder sind unsere Zukunft – umso wichtiger ist es, sie auch im Straßenverkehr zu schützen", heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung zur Verleihung. Im Jahr 2020 seien rund 22.500 Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden gekommen, 48 von ihnen verunglückten sogar tödlich. Obwohl diese Zahl nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein historischer Tiefstand sei, sei sie weiterhin weit von der „Vision Zero“ entfernt. Dies bedeute viel mehr, dass immer noch durchschnittlich alle 23 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet wird.

„Wer einmal hautnah erlebt hat, welches Elend und Leid für Kinder und deren Familien nach einem Verkehrsunfall entstehen kann, weiß, wie wichtig unser aller Arbeit und unsere Anstrengung zur Vermeidung von Verkehrsunfällen nach wie vor sind", betonte Dr. Jan Zeibig, Vorstandsmitglied der Aktion Kinder-Unfallhilfe. Die Schirmherrschaft für den Präventionspreis hat Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing übernommen.

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