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Sanierungsgebiet wird erweitert: Mehr Grün statt Parkplatzfläche in Cloppenburg

Der Bereich auf dem Bgm-Heukamp-Parkplatz soll neu gestaltet werden, es sind ein Park und ein Mobilitätstzentrum geplant. Die Kosten für das Gebiet mit Mühlenstraße steigen auf über 20 Millionen Euro.

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Mehr Grün auf dem Parkplatz: Im Bereich der Innenstadt stehen weitreichende Maßnahmen an. So sollen ein neuer Park und ein Mobilitätszentrum entstehen. Foto: Hermes

Mehr Grün auf dem Parkplatz: Im Bereich der Innenstadt stehen weitreichende Maßnahmen an. So sollen ein neuer Park und ein Mobilitätszentrum entstehen. Foto: Hermes

Für die Erweiterung des Sanierungsgebietes Mühlenstraße haben sich die Mitglieder des Planungsausschusses einstimmig ausgesprochen. Dies hat eine Erhöhung der geplanten Gesamtkosten von 12 auf mehr als 20 Millionen Euro zur Folge. Teil der Planungen sind ein neues Mobilitätszentrum und eine Grünfläche auf dem Parkplatz an der Bürgermeister-Heukamp-Straße. 

Dieser Bereich soll völlig neu überplant werden. Nach aktuellem Stand ist unter anderem ein Soestepark anstelle der Parkplätze vorgesehen. Das Umfeld der Soeste soll ein sozialer Begegnungs- und Erlebnisort werden sowie zur klimagerechten Stadtentwicklung beitragen. "Wir wollen unter anderem auch den natürlichen Verlauf des Flusses verbessern und hervorheben", erklärte Fachbereichsleiter Björn Drebbermüller. Gleichzeitig wollen die Planer auch den Hochwasserschutz erhöhen. Die Autos sollen stattdessen in einem Mobilitätszentrum Platz finden, das an der Fassade und auf dem Dach begrünt ist.

Ursprünglich sollten dafür Töpfe des Bundesministeriums für Inneres, Bau und Heimat (BMI) sowie des Bundesinstituts für Bau, Stadt und Raumforschung (BBSR) angezapft werden. In das entsprechende Programm "Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel" wurde die Stadt aber nicht aufgenommen. "Das war für uns auch etwas ernüchternd, aber wir haben dann Ausschau nach anderen Möglichkeiten gesucht", berichtete Drebbermüller.

Die Soeste soll erlebbar gemacht werden. Foto: HermesDie Soeste soll erlebbar gemacht werden. Foto: Hermes

Deshalb ist nun eine Förderung über die Erweiterung des Sanierungsgebietes angedacht, so kann auch der weitere Platz für eine Altlastensanierung einbezogen werden. "Ein entsprechendes Gutachten hat eine Altlast für den gesamten Bereich von schätzungsweise 21.600 Kubikmetern vorausgesagt", so Drebbermüller. Die Kosten für die Beseitigung veranschlagt die Verwaltung alleine mit 3 Millionen Euro. Wie der Fachbereichsleiter ausführte, gab es in diesem Bereich früher eine Deponie, wo Hausmüll entsorgt wurde. Für die Entsorgung habe man sich bereits mit Bodengutachtern und der Stadt Friesoythe, die in jüngerer Vergangenheit Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt hat, ausgetauscht.

Ebenfalls höhere Kosten werden für den Kauf von brach liegenden Flächen angesetzt. Die ehemals geplanten Kosten von 300.000 Euro sind auf rund 1,2 Millionen Euro gestiegen. Auch das Mobilitätszentrum wird teurer, statt 3,6 Millionen Euro werden nun 5,9 Millionen Euro veranschlagt. "Unter anderem haben sich die Baupreise erhöht", erklärte Drebbermüller dazu. Für die Umgestaltung des Antoniusplatzes sind rund 2 Millionen Euro eingeplant, bislang waren es 550.000 Euro. Bei der Sanierung der Mühlenstraße sind nun 3 statt 2,4 Millionen Euro vorgesehen, unter anderem soll hier das Bodenpflaster der Lange Straße optisch fortgeführt werden.

"Die SPD unterstützt die Planungen ausdrücklich. Mit dieser Umsetzung sehe ich eine erhebliche qualitative Steigerung für die Fläche", erklärte Fraktionsvorsitzender Jan Oskar Höffmann während der Sitzung. Auch die Gruppe CDU-FDP-Zentrum befürwortet die Pläne. „Die Aufwertung dieses Bereichs begrüßen wir, da dies ja schon in den Arbeitsgruppen-Beratungen zum Sanierungsgebiet gewünscht wurde. Außerdem können wir durch diese Maßnahme auch zügig und recht unkompliziert an Fördergeld kommen“, sagte Ulrike Meyer.

Als die ersten Planungen im Sommer vorgestellt wurden, freute sich auch Jutta Klaus (UWG) über die Veränderungen: "Der Parkplatz wurde in der Vergangenheit oft als zerklüftet und Hinterhof Cloppenburgs bezeichnet". Die Probleme würden so gelöst, Klaus regte zudem an, eine bessere Vernetzung der Innenstadt mit dem Museumsdorf zu schaffen.

Auch die Mühlenstraße wird umgestaltet. Foto: HermesAuch die Mühlenstraße wird umgestaltet. Foto: Hermes

Die Verwaltung soll nun die Erweiterung sowie die Kostenanpassung beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung beantragen. Eine Vorabanfrage habe ergeben, dass grundsätzlich keine Bedenken gegen die Erweiterung und die Kostenanpassung bestehen. Die Stadt Cloppenburg trägt mit 6,8 Millionen ein Drittel der neu veranschlagten Kosten, den Rest übernehmen jeweils Land und Bund zu gleichen Teilen.

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