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Park statt Parkplätze direkt an der Soeste

Die Stadt Cloppenburg hat einen Antrag auf Fördermitttel in Höhe von rund 4 Millionen Euro gestellt. Unter anderem könnte auch ein grünes Parkhaus entstehen.

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Rechts die Soeste, links Parkplätze: Der Bereich soll komplett neu überplant werden. Foto: Hermes

Rechts die Soeste, links Parkplätze: Der Bereich soll komplett neu überplant werden. Foto: Hermes

Um Bundesfördermittel in Höhe von rund 4 Millionen Euro will sich die Cloppenburger Stadtverwaltung bemühen. Mit dem Geld soll unter anderem der Parkplatz an der Bgm.-Heukamp-Straße umgestaltet werden. Ziel ist außerdem, die Soeste aufzuwerten und erlebbar zu machen.

Unter dem Motto „Blau-grüne Lebensader“ soll das gesamte Umfeld neu aufgelegt werden. Nach ersten Planungen sind unter anderem ein Soestepark und viele Grünflächen anstelle der Parkplätze vorgesehen. Autos sollen in einem Parkhaus, das an der Fassade und auf dem Dach begrünt ist, abgestellt werden können.

Das Umfeld der Soeste soll ein sozialer Begegnungs- und Erlebnisort werden sowie zur klimagerechten Stadtentwicklung beitragen. Der Bereich ist Teil des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, das 2016 für die Stadt Cloppenburg  erstellt wurde.

Ratsmitglieder loben die Planungen

„Es ist ein schöner Antrag, der sehr vernünftig ist“, erklärte Grünen-Fraktionschef Michael Jäger. Er wies darauf hin, dass bei der Planung auch Ladestationen für E-Fahrzeuge, Solarkollektoren und Parkflächen für Räder mit einbezogen werden sollen. 

Jutta Klaus von der UWG freute sich darüber, dass der Parkplatz verändert werden soll. „Er wurde in der Vergangenheit oft als zerklüftet und als Hinterhof Cloppenburgs bezeichnet“, so die Fraktionsvorsitzende. Die Probleme würden mit den Planungen gelöst. Sie regte zudem an, eine bessere Vernetzung der Innenstadt mit dem Museumsdorf zu schaffen.

Obwohl noch nichts spruchreif ist, sah Jan Oskar Höffmann (SPD) eine „außerordentliche Chance und enorme Weiterentwicklung“. Er sei kein Freund von Parkhäusern, aber in diesem Kontext sei das vertetbar. „Wenn die Fördermittel nicht kommen, sollten wir das langfristig gesehen aus Eigenmitteln angehen“, so der Sozialdemokrat. Die erlebbare Soeste wäre ein Alleinstellungsmerkmal in der Region.

Foto: HermesFoto: Hermes

Auch Hermann Schröer (CDU) lobte die groben Planungen: „Zudem bringt die neue Brücke an der Krankenhausstraße einiges an Entwicklungspotenzial.“ Das naturräumliche Entwicklungskonzept Soeste wurde 2019 erarbeitet, es beinhaltet eine Bestandsaufnahme, Potenzial- und Konfliktanalyse sowie ein Entwicklungskonzept. Der Abschnitt 7 „Innenstadt“ kennzeichnet die hier beschriebene Projektfläche.

Der Projektanmeldung liegt eine Kostenschätzung in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro zugrunde. Bei einer Förderquote von 90 Prozent beträgt der Eigenanteil der Stadt circa 460.000 Euro. Das Geld stammt aus Töpfen des Bundesministeriums für Inneres, Bau und Heimat (BMI) sowie des Bundesinstituts für Bau, Stadt und Raumforschung (BBSR). Über den SPD-Bundestagsabgeordneten Dennis Rohde aus Oldenburg soll nun weiter dafür geworben werden.

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