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Rohrbruch setzt Straße in Essen unter Wasser

Ein Spannungsriss dürfte der Grund gewesen sein. Die Anwohner kamen mit dem Schrecken davon. Keller und Wohnzimmer liefen dank des schnellen Eingreifens nicht voll.

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Schadensbeseitigung: Die Lange Straße musste geöffnet und das kaputte Rohr ersetzt werden. Foto: Bregen (OOWV)

Schadensbeseitigung: Die Lange Straße musste geöffnet und das kaputte Rohr ersetzt werden. Foto: Bregen (OOWV)

Land unter hieß es am Sonntagmorgen im Essener Ortszentrum. Wegen eines Leitungsbruchs standen Teile der Lange Straße und des Marktplatzes stundenlang unter Wasser. Dank schnellen Eingreifens konnte das Schlimmste aber verhindert werden.

In den frühen Morgenstunden war eine Hauptleitung geplatzt. "Es handelt sich um ein 200er PVC-Rohr aus den 1970er Jahren", erklärt Alfred Bregen, Betriebsleiter des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV). Das Rohr sei auf einer Länge von 5 Metern aufgerissen. Bregen vermutet, dass es bei früheren Erdarbeiten in seiner Position bewegt wurde und deshalb unter Spannung stand. Zunächst sei ein Teil des austretenden Wassers vom Boden aufgenommen worden. Dann begann es, die Straße zu unterspülen, um schließlich an der Oberfläche anzukommen. "Wir mussten den Abschnitt zunächst außer Betrieb setzen", berichtet Bregen. Das gelang. Einige Anlieger hatten danach bis zum Sonntagabend kein  Trinkwasser. "Größtenteils konnten wir die Versorgung aber sicherstellen", so Bregen. 

Anwohnerin versorgt Arbeiter mit Kaffee

Wie viel Wasser aus der Leitung entweichen konnte, weiß der Betriebsleiter nicht genau. "Es dürften aber bis zu 500 Kubikmeter gewesen sein", schätzt er. Zum Glück sei die Alarmierung früh erfolgt und auch eine Cappelner Fachfirma, die am Sonntag Dienst hatte, war schnell und mit großem Gerät vor Ort. "Sie hat top reagiert", lobt Bregen. Geradezu gerührt seien die Mitarbeiter aber über die Fürsorge von Anwohnerin Edith Wilke gewesen. Die Inhaberin der Altstadt-Bäckerei brachte den schwer Schuftenden zwischendurch warmen Kaffee. "Das war eine tolle Geste, denn irgendwann fing es heftig an zu regnen, sodass die Leute klatschnass wurden", bedankt sich Bregen. 

Schnell gearbeitet: Am Montagvormittag war das Loch bereits wieder geschlossen. Foto: G. MeyerSchnell gearbeitet: Am Montagvormittag war das Loch bereits wieder geschlossen. Foto: G. Meyer

Keller und Wohnungen blieben zum Glück von einer Überflutung verschont. Die Straße war jedoch bis in den Montag hinein gesperrt. Die Sperrung wurde im Laufe des Tages halbseitig aufgehoben. Bis die letzten Spuren des Unfalls beseitigt sind und die Lange Straße wieder komplett befahrbar ist, dürfte es noch bis Ende der Woche dauern.

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