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Projekt "Lebenslinien": Lastrup bringt interaktive Wanderwege an den Start

Im Rahmen der Dorfentwicklung sind in der Gemeinde Lastrup 44 Stationen für Rad- und Wandertouren entstanden. Dort erwartet die Besucher jeweils ein besonderes Angebot.

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Haben am Projekt mitgewirkt: (von links) Ferah Çakmak (Exxon Mobil), Günther Deeken, Michael Diekmann (Exxon Mobil), Astrid Vieth (Landschaftsarchitektin), Bürgermeister Michael Kramer, Dennis Schulz (Culture Call), Sonja Licht, Iris Willhelm (beide BTE Hannover). Foto: Wienken

Haben am Projekt mitgewirkt: (von links) Ferah Çakmak (Exxon Mobil), Günther Deeken, Michael Diekmann (Exxon Mobil), Astrid Vieth (Landschaftsarchitektin), Bürgermeister Michael Kramer, Dennis Schulz (Culture Call), Sonja Licht, Iris Willhelm (beide BTE Hannover). Foto: Wienken

Unterwegs in der Gemeinde Lastrup: Radfahrer und Spaziergänger können sich ab sofort an prägenden Gebäuden oder weiteren Sehenswürdigkeiten über die Geschichte des Ortes informieren. Insgesamt 44 Objekttafeln sind im Gemeindegebiet verteilt – eine davon hat ihren Platz beispielsweise vor dem Ölförder-Denkmal an der Bokaerstraße gefunden.

"Auf der Tafel sind nicht nur einige Informationen zur Geschichte der Ölförderung in Lastrup zu finden. Die Besucher können nämlich auch über ihr Smartphone eine Tonspur mit weiteren Infos abspielen. Den Text spricht Ludger Abeln und man kann zwischen Plattdeutsch und Hochdeutsch auswählen", erzählt Dennis Schulz von Culture Call. Das Unternehmen hat sich mit seiner Culture-App auf digitales Sightseeing beziehungsweise "Sighthearing" spezialisiert.

"Um die Tonspuren abspielen zu können, muss der Nutzer die App allerdings nicht vorher installieren, da sie browserbasiert arbeitet", erklärt der Fachmann. Und auch Besucher ohne Smartphone könnten die Aufnahmen abspielen. Dazu müssten sie nur eine der Telefonnummern auf dem Schild wählen – eine sei für Hochdeutsch und eine für Plattdeutsch. Da die Nummern über die Gemeinde laufen, gebe es auch keine versteckten Kosten für die Nutzer, betont Schulz.

Auf einen Blick: Besucher der 44 Stationen können sich kurz und knapp vor Ort informieren oder der Stimme von Ludger Abeln lauschen. Foto: WienkenAuf einen Blick: Besucher der 44 Stationen können sich kurz und knapp vor Ort informieren oder der Stimme von Ludger Abeln lauschen. Foto: Wienken

Radfahrer und Wanderer können in der Gemeinde zwischen 5 verschiedenen Routen wählen. So gibt es den "Entdeckerpfad", die "Nordrunde", die "Lastruper Sagenroute", die "Flur und Höfetour" sowie die Route "Auf nach Norwegen". Die längste der Strecken ist dabei rund 30 Kilometer lang. Außerdem wurden im Rahmen der Dorfentwicklung für die Ehrenbürger und Sozialpreisträger der vergangenen Jahre 59 Amberbäume im gesamten Gemeindegebiet gepflanzt. Auch sie erhielten Info-Tafeln, auf denen genau beschrieben steht, was den Gewürdigten auszeichnet beziehungsweise ausgezeichnet hat.

"Die gute Archivarbeit des Heimatvereins und die umfangreiche Chronik über die Gemeinde Lastrup von Claus Lanfermann haben den Beteiligten die Arbeit deutlich erleichtert. Zudem hat der Heimatverein auch an der plattdeutschen Übersetzung der Tonspuren mitgewirkt und sich, wie auch die Bezirksvorsteher, bei der inhaltlichen Gestaltung miteingebracht", berichtet Bürgermeister Michael Kramer. Das Unternehmen BTE aus Hannover habe sich dann entsprechend um die Aufbereitung der Texte und die Gestaltung der Schilder gekümmert.

An der Umsetzung des Projekts hat neben dem Heimatverein Lastrup und den Bezirksvorstehern der einzelnen Ortschaften der Arbeitskreis Dorferneuerung mitgewirkt. "Insgesamt 127.000 Euro umfasste das Projekt 'Lebenslinien'. Aus dem Fördertopf Dorfentwicklung konnten wir allerdings rund 66.500 Euro ziehen, sodass nur noch knapp die Hälfte des Betrags von der Gemeinde gestemmt werden musste", sagt Michael Kramer.

Speziell am Standort des Ölförder-Denkmals an der Bokaerstraße hat sich zudem Exxon Mobil beteiligt. Für die Neugestaltung der Station sponserte das Unternehmen eine neue Sitzgruppe. Außerdem bekam das Denkmal einen frischen Anstrich. "Jetzt sieht es wieder einladend aus und die Spaziergänger und Radfahrer können hier in Ruhe Rast machen", findet Ferah Çakmak, Vertreterin bei Exxon Mobil. Für ihre Bemühungen zur Dorferneuerung erhielt die Gemeinde vom Unternehmen zudem eine Zuwendung von 3800 Euro.

Soll zum Verweilen einladen: Ferah Çakmak, Michael Kramer und Michael Diekmann (von links) überzeugen sich von der neuen Sitzgruppe am Öldenkmal an der Bokaerstraße. Foto: WienkenSoll zum Verweilen einladen: Ferah Çakmak, Michael Kramer und Michael Diekmann (von links) überzeugen sich von der neuen Sitzgruppe am Öldenkmal an der Bokaerstraße. Foto: Wienken

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