„Papst Leo war mein Chef!“
Der Pfarrer von Dinklage, Monsignore André Ciszewski, hat in Rom täglich mit dem neuen Papst Leo XIV. zusammengearbeitet. In dieser Zeit hat er ihn gut kennengelernt.
Julian Röben | 09.05.2025
Der Pfarrer von Dinklage, Monsignore André Ciszewski, hat in Rom täglich mit dem neuen Papst Leo XIV. zusammengearbeitet. In dieser Zeit hat er ihn gut kennengelernt.
Julian Röben | 09.05.2025

Pfarrer André Ciszewski mit seinem Abschiedsgeschenk, das er von Kardinal Prevost bekommen hat. Der Stich mit der Innenansicht der Petersbasilika hängt jetzt in seinem Wohnzimmer. Foto: Offizialat Vechta/Hörnemann
Robert Francis Prevost ist das neue Oberhaupt der katholischen Kirche. Der 69-jährige Erzbischof von Chicago hat sich für den Papstnamen Leo XIV. entschieden. Für Monsignore André Ciszewski, Pfarrer in St. Catharina Dinklage, ist er kein Unbekannter: Ciszewski hat mehrere Jahre in Rom im Dikasterium für die Bischöfe gearbeitet, zuletzt unter Robert Francis Prevost. Man habe noch 1,5 Jahre zusammengearbeitet, sich täglich gesehen und viele Themen besprochen, so Ciszewski in einer Mitteilung des Bischöflichen Offizialats Münster. „Auch bei meiner Verabschiedung aus Rom war Kardinal Prevost dabei. Zum Abschied hat er mir diesen Stich mit einer Innenansicht der Petersbasilika geschenkt“, berichtet Dinklages Pfarrer. „Er kann die Menschen verbinden, er ist ein Brückenbauer.“ „Der neue Papst hört sehr gut und sehr aufmerksam zu. Ich habe ihn als zugewandten Gesprächspartner erlebt, der die Zusammenhänge schnell erfasst und zu einer Synthese zusammenführt“, betont Ciszewski. Das qualifiziere ihn für seinen Dienst an der Einheit der Kirche. „Er kann die Menschen verbinden, er ist ein Brückenbauer.“ Zudem sei er ein sehr bescheidener Mensch, mit dem man auch über ganz einfache Dinge reden und herzlich lachen könne. Die erste Ansprache des Papstes kam bei Ciszewski gut an: „Als erstes Wort hat er uns den Frieden gewünscht. Er hat uns mit diesem Gruß des Auferstandenen mitten ins Herz gesprochen und in die Mitte geführt, also in die Begegnung mit dem Auferstandenen. Dieses Signal ausgerechnet am Jahrestag des Kriegsendes, das fand ich sehr stark!“ Deshalb ist Dinklages Pfarrer auch überzeugt: „Papst Leo XIV. wird ein Friedenspapst. Ich glaube, dass wir uns auf einen guten Hirten freuen können, der weiß, worum es geht, worauf es ankommt in der Kirche und im Glauben.“
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