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OOWV-Regionalleiter Krauß: Trinkwasser in der Region ist von hoher Qualität

Wasser ist mehr als ein Durstlöscher. Dass es weiter  bedenkenlos aus dem Hahn getrunken werden kann, betonte OOWV-Regionalleiter Krauß bei der Inbetriebnahme eines Trinkwasserspenders in Lastrup.

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Angezapft: Landrat Johann Wimberg (Mitte) versorgt (von links) Christoph Rohling (Sportschule Lastrup), Bürgermeister Michael Kramer, OOWV-Regionalleiter Stefan Krauß und Prohejtleiter Jörn Logemann. Foto: G. Meyer

Angezapft: Landrat Johann Wimberg (Mitte) versorgt (von links) Christoph Rohling (Sportschule Lastrup), Bürgermeister Michael Kramer, OOWV-Regionalleiter Stefan Krauß und Prohejtleiter Jörn Logemann. Foto: G. Meyer

60.000 Kubikmeter Trinkwasser produziert das Wasserwerk in Thülsfelde an jedem Tag. Maximal 3600 Liter davon können die Gäste der Sportschule Lastrup aus einem neuen Spender abzapfen. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat das Gerät im Speisesaal der Schule aufgestellt.

Projektleiter Jörn Logemann durfte ein kleines Jubiläum feiern. 25 Apparate werden inzwischen in Schulen, Kitas und Verwaltungen im ganzen Landkreis Cloppenburg genutzt. Und zwar rege, wie Lastrups Bürgermeister Michael Kramer aus seinem Rathaus zu berichten weiß, wo ebenfalls ein Spender steht. Landrat Johann Wimberg wies darauf hin, dass Trinkwasser ein "lebenswichtiges und kostbares" Lebensmittel sei. "Dass wir in dieser Qualität ständig darüber verfügen, ist nicht selbstverständlich", betonte er.

Die Naturbelassenheit des in Thülsfelde geförderten Wassers hob OOWV-Regionalleiter Stefan Krauß hervor. Es stammt aus Grundwasserblasen, die sich in großer Tiefe befinden. Bevor es ins Leitungsnetz abgegeben wird, filtern die Wasserwerker das Eisen heraus und setzen Kalk hinzu, um den ph-Wert anzuheben. "Das dient dem Schutz der Rohre", erklärt Krauß. Das Wasser selbst sei von konstant guter Qualität und könne bedenkenlos direkt aus dem Hahn getrunken werden. Die Angst, dabei Nitrat zu sich zu nehmen, sei unbegründet. Dessen Eintrag ins Grundwasser stehe derzeit nicht zu befürchten. "Das sind lange Prozesse, die 20 bis 30 Jahre dauern", erklärt Krauß. Auf seinem Weg nach unten baue sich das Nitrat außerdem teilweise wieder ab.  In seinen Wasserschutzgebieten arbeitet der OOWV mit den örtlichen Landwirten zusammen. Sie verzichten dort  auf die übliche Düngung. Krauß lobte die Kooperation, die auch Entschädigungen für Ertragseinbußen vorsieht.

Speicherpumpwerk soll 2024 fertig sein

Um den Druck in den Leitungen konstant zu halten, wird der OOWV bald mit dem Bau eines neuen Speicherpumpwerks in Kneheim beginnen. 2024 soll es in Betrieb gehen. "Das wird dazu beitragen, in Zeiten mit besonders hohen Wasserabgaben die erforderlichen Mengen zu gewährleisten", erklärte Krauß. Der Verband fördere aber nur so viel Wasser, wie in der Region benötigt werde.

Der Bedarf wächst allerdings stetig. Gewerbebetriebe, die Landwirtschaft und natürlich die Privathaushalte verbrauchen immer mehr von dem kostbaren Nass. Sparen ist daher angesagt. Der Einsatz von Brauch- statt Trinkwasser in der Industrie solle dabei helfen, die wichtige Ressource zu schonen, berichtet Krauß.

Sportschulen-Geschäftsführer Christoph Rohling bedankte sich für das Geschenk. Die Einrichtung soll in den kommenden Jahren umfassend erweitert und modernisiert werden. Geplant ist unter anderem ein neuer Küchen- und Mensabereich. 2025 soll alles fertig sein. Dann wird auch der Trinkwasserspender mit umziehen.


Fakten:

  • Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) versorgt nach eigenen Angaben mehr als eine Million Menschen mit Trinkwasser in 39 Städten und Gemeinden.
  • Das Verbandsgebiet erstreckt sich vom Dollart bis zum Dümmer. Gemessen an der Fläche ist der OOWV Deutschlands größter Wasserversorger.
  • Er beschäftigt rund 850 Mitarbeiter.

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