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Offenbarungseid

Die Überlegungen zum Standort eines Zentralklinikums Vechta-Lohne waren bisher nur heiße Luft. Die Planungen des katholischen Krankenhaus-Trägers haben - Stand heute - kein Ergebnis gebracht.

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Die bisherigen Überlegungen zum Bau eines Klinikums Vechta-Lohne waren ganz offensichtlich nicht mehr als heiße Luft. Jahrelange Planungen des katholischen Krankenhaus-Trägers haben kein Ergebnis gebracht.

Das Projekt der katholischen Schwester-Euthymia-Stiftung steht – Stand heute – ohne belastbaren Standort da. Damit gilt: Freie Fahrt für die Konkurrenz im Wettlauf um Fördermillionen des Bundes und des Landes.

Unbestritten ist die Zusammenlegung der Krankenhäuser in Vechta und Lohne notwendig, um gemeinsam mit dem Krankenhaus in Damme die Gesundheitsversorgung im Landkreis Vechta zukunftsfähig zu machen. Noch vor wenigen Monaten bestand mit dem Landkreis Vechta und den Standortkommunen Einigkeit darüber, einen Neubau am Stadtrand der Kreisstadt Vechta zu platzieren. Im Frühsommer favorisierten Krankenhaus-Stiftung und Bischöfliches Offizialat in Vechta plötzlich den Ausbau des örtlichen Marienhospitals – auf Kosten der benachbarten Liebfrauenschule, die andernorts unterzubringen sei. Stärkstes Argument: Diese Lösung wäre für 100 Millionen Euro weniger zu haben, die Chance auf Zuschüsse in absehbarer Zeit deutlich höher.

"Wo das Zentralklinikum Vechta-Lohne nun entstehen soll, weiß im Moment wohl nur der liebe Gott."Ulrich Suffner

Doch diese Volte sorgte auch für Entrüstung, nicht nur am traditionsreichen katholischen Mädchengymnasium. Am Dienstag strichen die Krankenhaus-Planer des Vechtaer Weihbischofs ein zweites Mal die Segel. Die Schule bleibt, wo sie ist – und wo das Zentralklinikum nun entstehen soll, weiß im Moment wohl nur der liebe Gott.

Diese Ratlosigkeit kann für die Menschen im Landkreis Vechta dramatische Auswirkungen haben. Im Wettlauf um den Erhalt zumindest einiger Krankenhäuser in der Fläche zwischen den Oberzentren fällt der Landkreis Vechta zurück. Gestern präsentierte der Landkreis Diepholz sein Großklinikum, das aus drei Hospitälern eines machen soll. Diese Planung kann berechtigterweise auf Unterstützung aus Hannover hoffen. Und wann sind Kirche und Politik im Landkreis Vechta so weit?

Ein Plan lässt sich in der aktuellen Verwirrung nicht entdecken. Wenn es ihn auf Seiten der Kirche doch geben sollte, wäre es an der Zeit, ihn vorzustellen. Nur dann sollte der Landkreis Vechta der Krankenhaus-Stiftung die angefragten Millionen für weitere Planungsschritte bewilligen. Zunächst hat man sich am Dienstag vertagt. Sommerpause.

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