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Nicht von neuen Vorgaben betroffen: Altenoyther feiern Ernteparty im Zelt

Rund 1000 junge Menschen haben das 70. Jubiläum der Landjugend gefeiert. Die Ortsgruppe blickt auf die Gründung zurück. Zur Erntedank-Saison sind neue Regelungen für Scheunen-Feten Thema.

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Saustark: Zum 70. Jubiläum feierte die KLJB Altenoythe eine große Ernteparty. Schweine aus Heuballen machen am Ortseingang darauf aufmerksam. Foto: M. Passmann

Saustark: Zum 70. Jubiläum feierte die KLJB Altenoythe eine große Ernteparty. Schweine aus Heuballen machen am Ortseingang darauf aufmerksam. Foto: M. Passmann

1952 hat alles begonnen: Junge Männer aus Altenoythe fanden sich unter kirchlicher Führung zusammen, um eine Ortsgruppe der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) zu gründen. Bei der Gründerversammlung wurde Hermann Wreesmann zum 1. Vorsitzenden gewählt. Nun ist das alles 70 Jahre her und die KLJB feierte den runden Geburtstag mit einer großen Ernteparty. Heuballen-Figuren in Formen von Schweinen machen am Ortseingang auf das Jubiläum aufmerksam.

Rund 1000 Gäste feierten am Samstagabend den runden Geburtstag bei der Party in einem Zelt auf dem Schützenplatz, berichtete der 1. Vorsitzende Nils Blome. Eine Party im Zelt sei geplant gewesen, weil das 60. Jubiläum ebenfalls im Zelt gefeiert worden war. Glück gehabt, bemerkte Blome, denn eine Änderung der niedersächsischen Versammlungsstättenverordnung macht es Scheunen-Feten seit diesem Jahr schwer. "Deswegen wissen wir noch nicht, wie es in Zukunft weitergeht", erklärt Blome.

Landjugend ärgert sich über neue Bürokratie mit dem Wegfallen des Paragrafen 47

Mit dem Wegfallen des Paragrafen 47 müssen nun Bauanträge für "temporäre Nutzungsveränderungen von Räumen für Veranstaltungen" gestellt werden. Dabei geht es um Fragen des Brandschutzes und der Standsicherheit. Das heißt: Ohne Genehmigung können Feten mit mehr als 200 Teilnehmern in nicht zugelassenen Versammlungsstätten nicht mehr stattfinden. Die Landjugenden, die oftmals Scheunen oder Hallen für ihre Veranstaltungen nutzen, sind in der Erntedank-Saison nicht erfreut über die neuen bürokratischen Regeln.  

Die Altenoyther konnten trotz allem ausgelassen feiern, nach der Erntedankmesse wurde die Party mit Freibier eröffnet. "Es war ein gelungenes Jubiläum. Wir bedanken uns bei allen Gratulanten und Sponsoren", sagte Blome. Aber nicht nur der Erntedankgottesdienst samt der Party und dem Binden der Erntekrone ist fester Bestandteil der KLJB. In diesem Jahr beteiligte sich die Ortsgruppe an der 72-Stunden-Aktion, zudem sind die Tannenbaumaktion und das Osterfeuer Tradition. Ihr soziales Engagement habe die Landjugend mehrfach durch Spenden an die verschiedensten Organisationen bewiesen.

Das plattdeutsche Theaterspiel prägte die Ortsgruppe seit der Gründung besonders

Kurz nach der Gründung der Ortsgruppe wurde in Altenoythe eine Theatergruppe gegründet, die über viele Jahre mit ihren plattdeutschen Stücken Freude bereitete, informiert Blome. Mit der Zeit und den immer weniger werdenden landwirtschaftlichen Höfen traten die landwirtschaftlichen Themen zudem immer mehr in den Hintergrund. So fühlte sich eine größere Gruppe des Dorfes der Landjugend zugehörig, 1969 wurden auch Mädchen in die KLJB Altenoythe integriert, blickte Blome zurück. 


Fakten:

  • In Altenoythe gibt es eine der 1900 Ortsgruppen der KLJB, die mit 70.000 Mitgliedern zu den größten Jugendverbänden in Deutschland zählt.
  • Für die Identität der Landjugend Altenoythe sollen die drei Merkmale katholisch, Landbevölkerung und Jugend stehen.
  • Dort gibt es verschiedene Aktivitäten in den Bereichen Kirche, Gesellschaft und Landwirtschaft.
  • Ziel und Aufgabe ist es, jungen Menschen zu helfen, zu sich und zu Gott zu finden.

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