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Neues Pfarrheim: Die Richtkrone steht schon mal

Der Neubau in Lastrup soll im Herbst 2023 bezugsfertig sein. Die Kosten dafür liegen im Millionenbereich.

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Die Richtkrone weht über dem Dach: Die Zimmerleute der Firma Lüllmann sprechen ihren Richtspruch. Foto: Landwehr

Die Richtkrone weht über dem Dach: Die Zimmerleute der Firma Lüllmann sprechen ihren Richtspruch. Foto: Landwehr

Gemeinsam hatte der Pfarreirat von St. Petrus Lastrup die Richtkrone gebunden. Sie wurde mit vereinten Kräften durch die Zimmerleute und Mitglieder des Pfarreirates auf den First des neuen Lastruper Pfarrzentrums, dem Haus der Begegnung, gehievt und dort befestigt, so dass sie nun hoch über Lastrup weht.

Noch ist Architekt Andreas Ortmann zuversichtlich: „Wir liegen im Zeitplan. Ich gehe davon aus, dass wir im Herbst 2023 bezugsfertig sind.“ Auch Pfarrer Günter Mleziva lobt die bisherige Arbeit der Handwerker und sieht dem Bau voll im Zeitrahmen. Allein Kirchenprovisorin Elisabeth Gänsler bremst ein wenig die Euphorie, denn sie befürchtet Lieferschwierigkeiten, wenn es ans Eingemachte, an den Innenausbau, geht. „Wenn ich von Lieferzeiten von bis zu einem Jahr bei bestimmten technischen Einrichtungen höre, dann weiß ich nicht, ob wir den Zeitrahmen halten können“, so Gänsler, die auch Kostensteigerungen während der Bauphase als Problem benennt.

Altes Pfarrheim entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen

Einige Jahrzehnte standen hier die Bücherei, das Pfarrheim und das Jugendheim. Sie seien täglich von vielen Menschen besucht worden. „Doch die beiden Gebäude mussten weichen. Etwas Neues musste her, etwas Moderneres, Effizientes. Ein Ort für kommende Generationen soll das Haus werden“, erinnerte Zimmermann Thomas Smulczynski in seinem Richtspruch.

Das ehemalige Pfarrheim St. Michael in Lastrup war seit 1955 Treffpunkt nicht nur des kirchlichen Vereinslebens. Inzwischen war das Gebäude in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Im Dezember wurde es abgerissen. Das neue „Haus der Begegnung“ soll für die nächsten Jahrzehnte zum Mittelpunkt des Gemeindelebens werden. 2,075 Millionen Euro möchte die Pfarrgemeinde St. Petrus hierfür investieren – wenn die Summe denn reicht.

550 Quadratmeter Nutzfläche

„Das bisherige Pfarrheim war nicht mehr einladend. Es war nicht barrierefrei und entsprach nicht heutigen Erfordernissen“, machte Pfarrer Günter Mleziva deutlich. „Und auch das Raumprogramm passte nicht mehr- Es war nicht entsprechend zu sanieren“, unterstrich Architekt Andreas Ortmann.

Nun entstehen auf 550 Quadratmetern Nutzfläche drei Gruppenräume à 50 Quadratmetern, die zu einem Saal verbunden werden können. Dazu werden ein Sanitärbereich, eine Bücherei, ein Büro und ein Jugendraum geschaffen. Zudem werden ein Behinderten-WC und eine kleine Küche eingerichtet. Im Dachgeschoss auf 300 Quadratmetern sind Lagerflächen und Technikräume vorgesehen. Neben der Bücherei werden 9 Einstellplätze angelegt.

Beteiligung der Gemeinde sei nicht beantragt

„Das Gebäude kann von der Kirche her erschlossen werden. Zur Kirche hin befindet sich der Haupteingang, durch den man ins Foyer gelangt, das bis zum Dach offen ist. Im Außenbereich können ebenfalls Veranstaltungen stattfinden. Wir planen mit roten Dachziegeln, hellen Holzfenstern und roten Klinkern. Analog zum Pfarrhaus werden auch Sandsteinelemente eingebaut. Das Dach hat, wie das Dach des neuen Teils der Kirche, eine Schräge. Das Gebäude wird gemäß den heutigen energetischen Anforderungen als KfW40-Gebäude gebaut, mit Erdwärme beheizt und erhält eine Photovoltaikanlage“, berichtet der Architekt.

Die Provisorin der Kirchengemeinde, Elisabeth Gänsler, bezifferte die Baukosten auf 2,075 Millionen Euro. Das Amt für regionale Landesentwicklung gewähre eine Förderung von 500.000 Euro und das Bischöflich-Münstersche Offizialat übernehme 950.000 Euro, so dass für die Pfarrgemeinde St. Petrus 600.000 Euro verbleiben. Eine Beteiligung der Gemeinde Lastrup sei nicht beantragt.

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